Ex-Paderborn-Trainer

Abrechnung mit Effenberg: „Verein ins Lächerliche gezogen“

Stefan Effenbergs Zeit in Paderborn war mehr von privaten als sportlichen Schlagzeilen geprägt

Stefan Effenbergs Zeit in Paderborn war mehr von privaten als sportlichen Schlagzeilen geprägt

Foto: Uwe Anspach / dpa

Paderborns Präsident Wilfried Finke ist endgültig von Stefan Effenberg abgerückt. Er kritisert sogar den Zeitpunkt der Entlassung.

Erst stärkte er Stefan Effenberg monatelang den Rücken, nun teilt er verbal kräftig aus: Paderborns Präsident Wilfried Finke hat schonungslos mit seinem Ex-Trainer abgerechnet. „Als Effenberg die Angelegenheit vor dem Spiel in Karlsruhe mit den Aussagen, er habe immerhin einen Boots-Führerschein und einen guten Stoffwechsel, herunterspielte, hat er unseren Verein ins Lächerliche gezogen und angegriffen. Im Nachhinein muss ich sagen: Die Ablösung kam zu spät, wir hätten uns früher trennen müssen“, sagte der Club-Boss der Sport Bild.

Die Enthüllung über die ungültige Trainer-Lizenz des Ex-Nationalspielers und WM-Teilnehmers von 1994 hatte schließlich die Trennung vom ehemaligen Star von Bayern München, Borussia Mönchengladbach und des VfL Wolfsburg beschleunigt.

Finke spricht von Rücktritt

Finke deutete nach der Entlassung von Effenberg und von Manager Michael Born erstmals auch einen eigenen Rücktritt im kommenden Sommer an: „Wenn die derzeitige Situation unverändert anhält und ich mich aufgrund der medialen Darstellung weiter extrem unwohl fühle – dann werde ich in Rücksprache mit meinen Weggefährten im Verein meinen vorzeitigen Abschied vorbereiten. Das wäre eine ernsthafte Option.“

Dies soll allerdings nur eine Option für den Fall des Klassenerhalts sein. Sollte der Ex-Bundesligist in die 3. Liga absteigen, will Finke weitermachen.