Veolia Towers Hamburg

Gutelaunebündel Yoeli Childs beim Testturnier in Frühreife

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Rupert Fabig
Yoeli Childs (l.) verteidigt Bayreuths Ignas Sargiunas hart.

Yoeli Childs (l.) verteidigt Bayreuths Ignas Sargiunas hart.

Foto: IMAGO/Fotograf Peter Kolb

Die Wilhelmsburger Basketballer gewinnen im Finale gegen die Niners Chemnitz – obwohl es in der Verteidigung weiter Probleme gibt.

Bayreuth. Raoul Korner bekam nicht, was er wollte: eine Steigerung in der Defensive. Er bekam stattdessen: die Trophäe für den „expert Jakob Cup“, den die Veolia Towers Hamburg an der alten Wirkungsstätte ihres neuen Trainers durch einen 99:93(49:52)-Erfolg im Finale des Testturniers gegen den hoch einzuschätzenden Bundesligakonkurrenten Niners Chemnitz gewannen.

Sicher, die Norddeutschen besaßen in der Verteidigung weiterhin ihre Probleme. Dies ist jedoch wenig verwunderlich, da wegen Verletzungen und EM-Teilnahmen kaum ein Training im Fünf-gegen-Fünf möglich war. Dafür offenbarten sie eine ihrer Stärken: Es hat sich noch kein offensichtlicher Anführer gefunden, am ehesten nimmt diese Rolle Aufbauspieler Kendale McCullum ein. Umso umberechenbarer sind die Towers.

Veolia Towers Hamburg entschieden Halbfinale für sich

Das Halbfinale gegen die nach Korners Abgang als Abstiegskandidat gehandelten Gastgeber, bei denen nun der Ex-Hamburger Osaro Jürgen Rich (0 Punkte) spielt, hatten die Wilhelmsburger knapp mit 91:86 (44:40) für sich entschieden. Bei ihrem ersten Sieg in der Vorbereitungsphase verspielten sie zwar eine deutliche Führung zu Beginn, präsentierten sich zum Ende hin dafür cleverer.

Zur Entdeckung des Turniers avancierte auf Towers-Seiten Yoeli Childs. Bislang hatte sich Korner kaum ein Bild des Power Forwards unter Wettbewerbsbedingungen machen können, da das 2,03 Meter große Gutelaunebündel beide Testspiele verletzt fehlte. Nun durfte Korner feststellen: Childs ist frühreif. 23 Punkte im Halbfinale, 18 im Endspiel, dazu jede Menge Energie.

Veolia Towers Hamburg warten auf „WoBo“

Die gute Form rund drei Wochen vor dem Saisonstart beim Deutschen Meister Alba Berlin ist umso wichtiger, da der 24-Jährige in Abstinenz von EM-Teilnehmer Jonas Wohlfarth-Bottermann momentan der einzige erstligatauglich Akteur auf den großen Positionen im Training ist. Die Aushilfen Michal Kozak (24) und Simonas Paukste (18) besitzen weder das Niveau noch die Erfahrung. Sobald Nationalspieler „WoBo“ zurückkehrt, wird er den Towers ein weiteres Element in ihrem Spiel verleihen: Verteidigung unter den Körben.

Punkte: Schoormann (9 gegen Bayreuth/8 gegen Chemnitz), Philipps (2/4), Möller (-/0), Meisner (22/6), Woodard (5/10), Cleary (6/6), McCullum (6/32), Hinrichs (4/0), Clark (8/13), Kozak (6/2), Childs (23/18).

( fab )

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