Eishockey

Crocodiles: Mit blauem Auge aus der Saison gekommen

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Björn Jensen
Crocodiles-Trainer Jacek Plachta.

Crocodiles-Trainer Jacek Plachta.

Foto: Witters

Trotze der Niederlage im Play-off-Halbfinalspiel bei den Hannover Scorpions ziehen die Hamburger eine positive Bilanz.

Hamburg.  Auch wenn das 1:6, mit dem die Eishockeymänner der Croco­diles Hamburg am Dienstagabend vom entscheidenden Play-off-Halbfinalspiel bei den Hannover Scorpions zurückkehrten, deutlich war, herrschte am Tag danach eine einhellige Meinung vor.

„Wir können stolz auf das sein, was wir erreicht haben. Ein Entscheidungsspiel im Halbfinale erleben wir hier nicht jedes Jahr, und dass wir den Hauptrundenmeister zwei Spiele lang richtig ärgern konnten, hat uns gefallen“, sagte Stürmer und Teamsprecher Tobias Bruns.

Cheftrainer Jacek Plachta ist stolz auf sein Team

Am Mittwochabend kam die Mannschaft zu einem letzten Training in der Eishalle Farmsen zusammen, am Freitag soll auf einem Teammeeting der scheidende Cheftrainer Jacek Plachta (51) verabschiedet werden. „Ich bin stolz auf die Mannschaft, die Jungs haben unter sehr schwierigen Bedingungen eine super Saison gespielt“, sagte der Deutschpole, dem am Wochenende übers Internet auch noch die Fans Abschiedswünsche überbringen sollen.

„Das ist zwar nicht ansatzweise das, was Jacek verdient hätte, aber eine große Party ist leider in diesen Zeiten nicht möglich“, sagt Geschäftsführer Sven Gösch, der Plachtas Nachfolger zeitnah bekannt geben will.

Einen Umbruch wird es nicht geben

Auch die Abgänge sollen am Wochenende verabschiedet werden. Einen Umbruch wird es nicht geben. Finanziell sind sowieso kaum große Sprünge möglich, wenngleich Gösch auch mit dem wirtschaftlichen Ergebnis der Oberligasaison 2020/21 zufrieden ist. „Wir haben einen sehr niedrigen fünfstelligen Fehlbetrag, obwohl wir länger gespielt und länger Gehalt gezahlt haben, als wir gedacht hätten“, sagt er.

Vom für Januar und Februar beantragten Ausfallgeld für entgangene Zuschauereinnahmen, das sich auf 83.000 Euro belief, seien bislang erst gut 40.000 angekommen. Für das vierte Quartal 2020 hatte es 150.000 Euro gegeben. Gösch: „Der Fehlbetrag lässt sich über den Sommer abbauen. Man kann sagen, dass wir trotz der widrigen Umstände mit einem blauen Auge aus der Saison gekommen sind.“

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