Fußball-Ticker

Ehemaliger BVB-Profi wird Lewandowskis neuer Trainer

Lesedauer: 22 Minuten
Robert Lewandowski und die polnische Nationalmannschaft bekommen einen neuen Trainer.

Robert Lewandowski und die polnische Nationalmannschaft bekommen einen neuen Trainer.

Foto: Imago/East News

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Der Fußball-Ticker am Donnerstag, den 21. Januar 2021:

Mönchengladbach holt französisches Talent

Borussia Mönchengladbach hat die Verpflichtung des französischen Mittelfeldtalentes Kouadio Koné bestätigt. Der 19-Jährige wechselt sofort, spielt bis zum Saisonende aber noch weiter auf Leihbasis für den FC Toulouse in der zweiten französischen Liga.

Koné unterschrieb einen Vertrag bis 2025 und soll im Sommer zur Borussia stoßen. Als Ablösesumme sind rund 8,5 Millionen Euro im Gespräch. Zuvor hatte die Borussia den 18 Jahre alten Rechtsverteidiger Joe Scally vom New York City FC verpflichtet.

Paulo Sousa wird Polens neuer Nationaltrainer

Der ehemalige BVB-Profi Paulo Sousa wird neuer Trainer der polnischen Nationalmannschaft. Der 50-jährige Portugiese wird Nachfolger von Jerzy Brzeczek. Sousa war zuletzt Trainer bei Girondins Bordeaux. Als Spieler gewann er die Champions League mit Juventus Turin 1996 und mit Borussia Dortmund 1997.

„Ich bin überzeugt, dass der neue Coach der polnischen Nationalmannschaft dank seiner Klasse als Trainer, seiner Erfahrung und seinem internationalen Schliff unserer Mannschaft einen neuen Impuls geben wird“, wurde PZPN-Vorstandschef Zbigniew Boniek in einer Verbandsmitteilung zitiert.

Am Montag hatte der Verband überraschend das Ende von Jerzy Brzeczek bekannt gegeben als Coach der Auswahl um Weltfußballer Robert Lewandowski. In einer Pressekonferenz zum Trainerwechsel ließ PZPN-Chef Boniek jetzt durchblicken, dass Brzeczek aus seiner Sicht die Mannschaft nicht richtig im Griff gehabt habe. „Diese Mannschaft wäre in dieser Konfiguration nicht nach vorne gekommen“, sagte Boniek.

Drittliga-Schlusslicht Lübeck schließt Finanzlücke

Drittliga-Schlusslicht VfB Lübeck hat eine vom DFB monierte Deckungslücke in Höhe von 824.000 Euro fristgerecht geschlossen. Dies teilte der Aufsteiger am Donnerstag mit. Eine entsprechende Unterdeckung war bei der Nachlizenzierung festgestellt worden.

Ribéry vor Abschied beim AC Florenz

Das Kapitel AC Florenz könnte für den früheren Bayern-Star Franck Ribéry im Sommer enden. Wie die Gazzetta dello Sport berichtet, wollen weder der italienische Erstligist noch der Franzose selbst den auslaufenden Vertrag verlängern. Der Plan sei, den 37-Jährigen durch den Russen Alexander Kokorin von Spartak Moskau zu ersetzen, schrieb die Sport-Tageszeitung.

Ribéry war nach zwölf Jahren bei Bayern München 2019 nach Italien gewechselt. Zuletzt aber wurde er immer wieder von Verletzungen ausgebremst, in dieser Saison ist er noch ohne Tor.

Werder: Woltemade nach Infektion zurück

Werder Bremens Offensivspieler Nick Woltemade ist nach einer Zwangspause wieder ins Training eingestiegen. Der 18-Jährige nahm am Donnerstag an den Übungen auf dem Platz teil, wie der SVW mitteilte.

Woltemade hatte zuletzt wegen einer Virus-Infektion ausgesetzt. Seinen Vertrag bei Werder hatte Woltemade kürzlich über den Sommer hinaus verlängert. Zum bis dato letzten Mal stand der gebürtige Bremer am Tag vor Heiligabend beim Sieg in der 2. Runde des DFB-Pokals bei Hannover 96 für die Grün-Weißen in einem Pflichtspiel auf dem Platz.

Veh: "Matthäus wäre der richtige Bundestrainer"

Der ehemalige Bundesliga-Trainer Armin Veh hat Rekordnationalspieler Lothar Matthäus als möglichen Nachfolger von Bundestrainer Joachim Löw ins Spiel gebracht. „Ich glaube, dass Lothar Matthäus – das meine ich ernst, das ist kein Spaß – der geeignete Mann wäre, weil er die Autorität besitzt“, sagte der 59-Jährige am Donnerstag in der „NDR 2 Bundesligashow“. Fußball-Ahnung habe Matthäus sowieso. „Für mich wäre er der richtige Bundestrainer.“ Viele Alternativen gebe es nicht. Jürgen Klopp würde es nicht machen, glaubt Veh. „Er bleibt beim FC Liverpool.“

In der Diskussion um eine Nachfolge von Bundestrainer Löw bei einem eventuellen Rücktritt nach der EM in diesem Sommer oder der WM im kommenden Jahr hatte Matthäus hingegen Veh vorgeschlagen. Dieser war zuletzt von Dezember 2017 bis November 2019 Geschäftsführer des 1. FC Köln. Sein größter Trainererfolg war der Gewinn der deutschen Meisterschaft 2007 mit dem VfB Stuttgart.

Der 59-jährige Matthäus war seit dem Ende seines Engagements bei der bulgarischen Nationalmannschaft 2011 nicht mehr als Trainer tätig. Unter anderen arbeitet der Weltmeister-Kapitän von 1990 seit vielen Jahren als Experte beim Pay-TV-Sender Sky.

Embolo: Sollte Geld den Corona-Eklat vertuschen?

Das Umfeld von Breel Embolo hat offenbar versucht, den Corona-Eklat um den Stürmer von Borussia Mönchengladbach mit einer Spende aus der Welt zu schaffen. Aus „dem befreundeten Umfeld von Breel Embolo“ sei eine „Kontaktaufnahme“ zum Essener Oberbürgermeister Thomas Kufen (CDU) erfolgt, bestätigte Pressesprecherin Silke Lenz. Inwiefern dies Absicht oder Wunsch von Embolo gewesen sei, könne sie aber nicht sagen.

Laut „Bild“-Zeitung wollte der Bekannte Embolos einen Termin bei Kufen erhalten, um eine Summe für einen karitativen Zweck zu spenden. „Das ist angesprochen worden“, sagte Lenz dem SID. Es habe aber „kein Treffen stattgefunden“ und es stehe auch „kein Treffen an“.

Embolo war nach SID-Informationen Gast auf einer in Corona-Zeiten illegalen Party. Entgegen der Beteuerungen des 23-Jährigen glaubt die Essener Polizei, dass der Schweizer in der Nacht zum Sonntag bei der Kontrolle eines Restaurants am Baldeneysee übers Hausdach in eine Wohnung geflohen ist. Gegen den BVB steht Embolo am Freitag wieder im Gladbacher Kader.

Mehr zu dem Fall lesen Sie hier.

Fifa-Bannstrahl: Superliga faktisch verboten

Die Fifa hat gemeinsam mit seinen sechs kontinentalen Konföderationen (AFC, CAF, CONCACAF, CONMEBOL, OFC, Uefa) schwere Geschütze gegen die mögliche Gründung einer Superliga aufgefahren und ein solches Konstrukt faktisch verboten.

„Angesichts der jüngsten Medienspekulationen über die Einführung einer geschlossenen europäischen Super League durch einige europäische Vereine möchten die Fifa und die sechs Konföderationen noch einmal mit Nachdruck betonen, dass ein solcher Wettbewerb weder von der Fifa noch von der jeweiligen Konföderation anerkannt würde“, hieß es am Donnerstag in einer Stellungnahme, die von Fifa-Boss Gianni Infantino und den Konföderations-Präsidenten unterschrieben wurde: „Vereine oder Spieler, die an einem solchen Wettbewerb teilnehmen würden, dürften folglich an keinem von der Fifa oder der jeweiligen Konföderation organisierten Wettbewerb teilnehmen.“

Mit der Androhung eines Bannstrahls für Spieler und Clubs könnte die Gründung einer Superliga, die einige Topclubs zuletzt vorangetrieben haben, vom Tisch sein. Das dürfte auch den nationalen Ligen wie der Bundesliga Auftrieb verleihen, die nun nicht mehr das Abwandern ihrer Spitzenvereine fürchten müssen.

Gladbach erstattet Dauerkarten-Gebühren

Borussia Mönchengladbach erstattet von sofort an die Dauerkarten-Beiträge für die aktuelle Saison zurück. „Wir hatten sehr gehofft, spätestens zur Rückrunde wieder vor Zuschauern spielen zu dürfen. Leider lässt das die allgemeine Lage der Pandemie nicht zu, und wir müssen davon ausgehen, dass sich das nicht in Kürze ändert“, sagt Borussias Geschäftsführer Stephan Schippers. Der Club hatte 30.000 Dauerkarten verkauft, dafür aber nur die Hälfte des normalen Preises kassiert.

Sollte im Laufe der Saison noch einmal vor Zuschauern gespielt werden können, sollen die Dauerkarteninhaber ein Vorkaufsrecht auf die dann zu verkaufenden Tageskarten erhalten.

Wolfsburg angelt sich Nationalspielerin Lattwein

Der deutsche Meister VfL Wolfsburg hat zur neuen Saison Nationalspielerin Lena Lattwein bis 2024 unter Vertrag genommen. Die 20 Jahre alte Mittelfeldspielerin wechselt im Sommer vom Ligarivalen TSG Hoffenheim ablösefrei zu den „Wölfinnen“. Lattwein feierte im November 2018 ihr Debüt in der deutschen A-Nationalmannschaft, für die sie bislang neunmal zum Einsatz kam.

„Es ehrt mich natürlich, dass sich der VfL Wolfsburg um mich bemüht hat“, sagte Lattwein. Auch Wolfsburgs Sportlicher Leiter Ralf Kellermann freut sich auf die Zusammenarbeit: „Ich bin sehr zuversichtlich, dass Lena vom ersten Tag an eine wesentliche Verstärkung für unseren Kader darstellen wird.“

196. Mal zu Null: Neuers "besonderer" Rekord

Manuel Neuer umarmte erleichtert seinen persönlichen Torwartcoach Toni Tapalovic. Nach fast drei Monaten hielt der Welttorhüter endlich wieder zu Null Ê und durfte sich sogar über eine Bestmarke freuen. 196 Spiele ohne Gegentreffer, das hatte vor Neuer nur „Titan“ Oliver Kahn geschafft.

„Das ist deshalb besonders, weil wir nur ein Tor vorne gemacht und damit die drei Punkte gesichert haben“, sagte der Kapitän von Bayern München nach dem 1:0 (1:0) im Derby beim FC Augsburg und grinste. Der künftige Bayern-Boss Kahn brauchte für seine Marke 557 Spiele (für den Karlsruher SC und die Bayern) – der frühere Schalker Neuer nur 422. „Man muss ja immer versuchen, besser zu werden“, sagte Neuer schmunzelnd.

Zumal der 34-Jährige auch mit dem Glück im Bunde war: FCA-Joker Alfred Finnbogason hatte ihn bei seinem Handelfmeter schon verladen, traf aber nur den Pfosten (siehe auch diesen Eintrag). „Wir mussten mit Mann und Maus hinten kämpfen“, sagte Neuer über die schwache zweite Halbzeit des Tabellenführers: „Das war ein bisschen zu wenig von uns.“

Neuer gab zu, dass die vergangenen Monate mit dem engen Spielkalender schwierig für den Kopf waren: „Körperlich bin ich fit, aber es ist schon viel, was wir abgespult haben.“ Nach zwei Niederlagen und zwei knappen Siegen gegen Freiburg (2:1) und Augsburg müsse man aber „nicht alles schlecht reden“. Die beiden Erfolge, betonte er bei Sky, seien „ein Zeichen für die Konkurrenz“ gewesen.

Hamann empfiehlt Streich BVB und Gladbach

Ex-Nationalspieler Dietmar Hamann glaubt nicht an einen Verbleib von Trainer Christian Streich beim SC Freiburg über den kommenden Sommer hinaus. „Mein Gefühl sagt mir, dass er etwas Neues macht“, sagte der 47-Jährige der dpa. „Ich würde ihn auch gerne mal woanders sehen. Würden die Freiburger absteigen, würde er sie sicher nicht hängen lassen. Aber das wird nicht passieren, sie landen mindestens im gesicherten Mittelfeld. Was soll dann noch groß kommen? Der Zeitpunkt, den Schritt raus zu wagen, wäre ideal“, sagte der Sky-Experte.

Mögliche Ziele für Streich, der seit über neun Jahren Trainer in Freiburg und damit der dienstälteste Coach der Bundesliga ist, nannte Hamann auch. „Es gibt ja durchaus Traditionsvereine, bei denen etwas frei werden könnte. Ich kann mir Streich in Gladbach oder Dortmund vorstellen – und auch, dass er dort Erfolg hätte.“

Schult gibt Comeback nach Zwillingsgeburt

Rund 20 Monate nach ihrem letzten Einsatz hat Wolfsburgs Nationaltorhüterin Almuth Schult ihr Comeback gegeben. Die 29-Jährige kam am Mittwochabend in einem Testspiel des VfL gegen Eintracht Frankfurt (3:2) zum Einsatz. Schult stand letztmals im Mai 2019 zwischen den Pfosten. Danach pausierte die Fußballerin zunächst wegen einer Operation an der Schulter, dann wegen der Geburt ihrer Zwillinge im April 2020.

Eigentlich sollte Schult zunächst in der zweiten Mannschaft der Niedersachsen Spielpraxis sammeln. Da in der Zweiten Liga aber der Spielbetrieb wegen der Coronavirus-Pandemie ruht, ist sie nun wieder im Erstliga-Team dabei. „Ich habe darauf hintrainiert und hingefiebert, dementsprechend ist es schön, dass es jetzt so weit ist“, sagte Schult dem „Sportbuzzer“.

Buchwald zu Hitzlsperger: "Gegen jeden Ehrenkodex"

Ehrenspielführer Guido Buchwald hat Thomas Hitzlsperger für dessen öffentlichen Angriff auf VfB Stuttgarts Präsident Claus Vogt kritisiert. „So geht das nicht“, sagte der Weltmeister von 1990 der dpa. Man könne dem Vereinschef als Vorstandsvorsitzender der AG nicht in einem offenen Brief quasi Unfähigkeit vorwerfen. „So ein Angriff geht gegen jeden Ehrenkodex, den sich der VfB nach außen hin auferlegt“, erklärte Buchwald. Probleme müsse man intern regeln. Inhaltlich traue er sich in dem Konflikt zwischen Vereins- und AG-Chef aber kein Urteil zu. Die Entwicklung sei „sehr bedenklich“, sagte er dem „Kicker“.

Auch Hitzlspergers Ziel, Vogt als Präsident abzulösen, findet Buchwald nicht gut. Man sollte beide Ämter nicht in Personalunion ausüben, erklärte er. „Egal, ob es die Satzung zulässt oder nicht.“ Hitzlsperger hat sich mittlerweile für seine Attacke gegen Vogt entschuldigt, an seiner Kandidatur für das Präsidentenamt hält er aber fest. Dass der Vereinsbeirat nun lange nach der Bewerbungsfrist einen „Headhunter“ engagiert habe, um selbst noch weitere Kandidaten zu finden, kann Buchwald nicht nachvollziehen. „Der Vereinsbeirat spielt eine sehr unglückliche Rolle.“

Gerade vor dem Hintergrund des sportlichen Erfolgs und des „schönen“ Fußballs unter Trainer Pellegrino Matarazzo findet es Buchwald schade, dass der Tabellenzehnte in der Öffentlichkeit einmal mehr kein gutes Bild abgibt. „Für mich als VfB-ler ist es schön, dass beim VfB sportlich wieder etwas zusammenwächst.“ Nur eben nicht auf der Führungsebene des Vereins.

Finnbogason: Erster Fehlschuss seit zehn Jahren

Alfred Finnbogason war untröstlich. „Den muss ich machen, da gibt es keine Entschuldigung“, sagte der Torjäger des FC Augsburg über seinen Handelfmeter an den Pfosten beim 0:1 (0:1) im Derby gegen Bayern München (76.). Zumal es der erste Fehlschuss des Isländers vom Punkt in der Bundesliga überhaupt war.

Seit März 2016 hatte Finnbogason alle seine neun Versuche verwandelt und auch im Pokal per Strafstoß getroffen. Das letzte Mal einen Elfmeter in einem Pflichtspiel vergeben hatte der 31-Jährige im März 2013 (!) noch im Trikot des niederländischen Klubs SC Heerenveen.

„Alfred ist normalerweise ein richtig guter Schütze, leider macht er ihn heute nicht. Es ist bitter, dass wir mit leeren Händen dastehen“, sagte Augsburgs Manager Stefan Reuter. Trainer Heiko Herrlich nannte es „ärgerlich“, dass den Schwaben dadurch ein möglicher Zähler entgangen war, betonte aber angesichts der Leistungssteigerung in Hälfte zwei: „Wenn wir mit der Mentalität spielen, werden wir auch wieder punkten.“

Zidane übernimmt Verantwortung für Real-Blamage

Trainer Zinedine Zidane hat nach der Pokal-Blamage gegen den Drittligisten CD Alcoyano und dem Aus für Real Madrid versucht, die Tragweite kleinzureden und die Spieler aus der Schusslinie genommen. „Das ist keine Blamage oder so. Das sind Dinge, die in der Karriere eines Fußballers passieren, und ich werde die Verantwortung dafür übernehmen. Wir werden weiter arbeiten“, sagte der Franzose nach dem 1:2 am Mittwochabend. „Wenn man verliert, wird immer geredet. Was auch immer passieren muss, wird passieren. Ich bin ruhig. Die Spieler versuchen, Spiele zu gewinnen, und manchmal passieren verschiedene Dinge. Alle Niederlagen sind schmerzhaft.“

Ohne den erst in der 98. Minute eingewechselten Nationalspieler Toni Kroos und weiteren Stammkräften auf dem Platz waren die Königlichen in Alcoy zwar durch Eder Militao in Führung gegangen (45. Minute). José Solbes Jordà aber traf in der 80. Minute zum Ausgleich für den krassen Außenseiter, Juan Antonio Casanova Vidal erzielte in Unterzahl in der 115. Minute das entscheidende Tor zum Sieg. Ramón López Olivan hatte bei Alcoyano fünf Minuten zuvor Gelb-Rot gesehen.

Real Madrid blamiert sich bei Drittligisten

„Ich denke, meine Spieler vertrauen mir, aber das muss man die Spieler fragen. Wir haben in letzter Zeit wenige gute Dinge getan, aber wir haben in dieser Saison auch einiges Gutes geschafft“, sagte Zidane. „Wir müssen daran denken, dass wir noch in der Liga und in der Champions League sind. Wir müssen konzentriert sein, denn wir können immer noch etwas schaffen.“

Axel Milberg ist Fan von Bayern und Kiel

„Tatort“-Schauspieler Axel Milberg hat beim Fußball ein Herz für Außenseiter. „Ich bin irgendwie opportunistischer Zuschauer, ich bin für den Unterlegenen“, sagte Milberg der dpa. Dementsprechend hat sich der in Kiel geborene, aber seit 40 Jahren in München lebende Schauspieler sehr über den Pokalerfolg von Zweitligist Holstein Kiel gegen die Bayern gefreut. „Wie schön ist das, wenn David gegen Goliath gewinnt.“ Dafür sei der DFB-Pokal erfunden worden. Für seine Geburtsstadt sei der Erfolg ein Jahrhundertereignis.

Dabei sympathisiert Milberg mit dem Bundesliga-Tabellenführer. „Deshalb ärgere ich mich immer über dieses Gezappel und Gehasse gegen den FC Bayern und verteidige sie voller Überzeugung“, sagte der 64-Jährige. Er wisse, wie intensiv dort gearbeitet werde. Seine eigene Dauerkarte habe er aber aufgegeben, weil er es zuletzt aus beruflichen Gründen nur noch selten zu den Spielen schaffte. Sollte Holstein Kiel der Aufstieg gelingen, wäre dem Club aus dem Norden jedoch Milbergs Unterstützung für den Auftritt in München gewiss: „Dann wäre ich ganz klar für den Neuling in der Bundesliga.“

Neuhaus bremst Bielefelder Euphorie

Arminia Bielefelds Trainer Uwe Neuhaus versucht, die Euphorie nach dem 3:0-Sieg gegen den Mitaufsteiger VfB Stuttgart zu bremsen. „Ich würde es nicht total überbewerten und es als bestes Spiel bezeichnen“, sagte der 61-Jährige nach der Partie.

Der Zweitligameister der vergangenen Saison liegt nach der Hinrunde zehn Zähler vor Platz 17 und beendete die Hinrunde auf einem Nichtabstiegsplatz. „Abstände interessieren mich nicht“, sagte Neuhaus. „Wir müssen uns weiter auf unsere Arbeit konzentrieren und unseren Weg weiter gehen. Es werden auch wieder Rückschläge kommen.“ Dann müsse man trotzdem „klar im Kopf bleiben, das ist mir viel wichtiger.“

Für Torschütze Fabian Klos hingegen war es das „beste Spiel der Saison, was die Chancenverwertung angeht“, sagte Bielefelds Kapitän bei Sky. „Wir sind den halben Weg gegangen, stehen auf einem Nichtabstiegsplatz. Was die Konkurrenz macht, können wir nicht beeinflussen. Wir müssen jedes Spiel hart arbeiten.“ Am Sonnabend empfängt Bielefeld Eintracht Frankfurt.

Mulder lobt Huntelaar: "Sah aus wie Ibrahimovic"

Der ehemalige Schalker Profi Youri Mulder lobt den niederländischen Torjäger Klaas-Jan Huntelaar für den Wechsel von Amsterdam nach Gelsenkirchen. „Für ihn wäre es einfacher gewesen, bei Ajax zu bleiben. Dort spielt er in einer tollen Mannschaft, schießt gemessen an seiner Einsatzzeit viele Tore, kann noch einmal Meister werden und auch international spielen“, sagte Mulder im Spox-Interview.

Der Niederländer weiter: „Doch das stellt er alles hinten an, um Schalke zu helfen. Das ist eine noble Geste von ihm – aber ich kann es verstehen und würde es genauso machen.“ Er habe Huntelaar im letzten Jahr häufiger gesehen, und der 37-Jährige habe sehr gut getroffen. „Sieben Tore in 383 Minuten sprechen für sich. Natürlich ist es eine schwächere Liga, aber er kennt die Bundesliga ja bestens und seine Torgefahr ist nach wie vor unumstritten“, äußerte der 51-Jährige.

Abgesehen von seiner kleinen Wadenverletzung, die Huntelaar geplagt habe, „sah er in letzter Zeit sehr fit aus. Er sah fast aus wie Zlatan Ibrahimovic“, so Mulder, „sehr austrainiert, äußerst ehrgeizig, ist in den Spielen mit einem unglaublichen Willen aufgetreten, und vor allem sah er fit wie ein Turnschuh aus. Physisch sehe ich bei ihm keine Probleme.“

Union: "Klassenerhalt" weiter Fischers Ziel

Auch am Ende einer herausragenden Hinrunde rückte Union Berlins Trainer Urs Fischer nicht von seinem Mantra ab. „Wir sind noch nicht durch. Die Zielsetzung bleibt gleich, das heißt: Klassenerhalt“, sagte der Schweizer nach dem 0:1 (0:0) bei RB Leipzig: „Für das braucht es noch einige Punkte. Daran müssen wir arbeiten.“

Ein weiteres Jahr in der Bundesliga ist zwar rechnerisch noch nicht gesichert, längst klingen Fischers Aussagen aber nach Tiefstapelei. 28 Punkte holte Union in 17 Spielen, der Underdog entwickelte sich zum Überraschungsteam und Favoritenschreck. Rang sechs und die Aussicht auf einen Europapokalplatz sind der Nachweis guter Arbeit. Das Fazit falle „natürlich positiv“ aus, gestand Fischer immerhin.

Auf dem guten Abschneiden ausruhen will sich Fischer auf keinen Fall. „Es gibt einige Dinge zu verbessern“, sagte er und sprach dabei beispielhaft die schlechtere Passquote im Vergleich zu Leipzig an: „Es gilt aber auch vieles beizubehalten, was wir in dieser Hinrunde gezeigt haben.“