Fußball-Ticker

Champions League: Bayern-Gruppe mit zwei Unbekannten

Lesedauer: 21 Minuten
Gewannen die Champions League 2020: der FC Bayern München mit Trainer Hansi Flick.

Gewannen die Champions League 2020: der FC Bayern München mit Trainer Hansi Flick.

Foto: Witters/Poolfoto

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Der Fußball-Ticker am Donnerstag, den 1. Oktober 2020:

Lewandowski Europas Fußballer des Jahres

Robert Lewandowski (Bayern München) ist zum besten Fußballer Europas gewählt worden und setzte sich gegen Manuel Neuer und den Belgier Kevin De Bruyne (Manchester City). Ihm fehlt jetzt noch der Titel des Weltfußballers des Jahres. Hansi Flick wurde als Trainer des Jahres geehrt. „Das ist eine große Ehre, aber ohne mein Team herum hätte ich das nie geschafft“, sagte der 55-Jährige. Zur besten Spielerin Europas wurde Pernille Harder gewählt. Nationalspielerin Dzsenifer Marozsán von Champions-League-Sieger Olympique Lyon wurde als beste Mittelfeldspielerin ausgezeichnet.

Champions League: Bayern gegen Atletico

Titelverteidiger FC Bayern München trifft in der Gruppenphase der Champions League auf Atletico Madrid, RB Salzburg und Lokomotive Moskau. Eine Gruppenphase mit zwei Unbekannten. Thomas Müller versicherte, gegen RB und Lok Moskau noch nie gespielt zu haben. Vizemeister Borussia Dortmund bekommt es mit dem russischen Meister Zenit St. Petersburg zu tun sowie mit Lazio Rom und dem FC Brügge.

RB Leipzig spielt gegen den französischen Meister Paris Saint-Germain (Duel der "Erneuerer" Julian Nagelsmann gegen Thomas Tuchel), Englands Rekordchampion Manchester United und Istanbul Basaksehir. Borussia Mönchengladbach trifft auf Rekordsieger Real Madrid, den ukrainischen Meister Schachtjor Donezk und Inter Mailand. Das ergab die Auslosung der Europäischen Fußball-Union am Donnerstag in Genf. Die Gruppenphase beginnt am 20. Oktober.

Kritischer Wert überschritten – keine Fans in Bremen

Geisterspiel an der Weser: Statt der erhofften 8500 Zuschauer muss Fußball-Bundesligist Werder Bremen in der Partie gegen Arminia Bielefeld (Sonnabend, 15.30 Uhr/Sky) ohne Fans auskommen. Das teilte der Senat der Hansestadt am Donnerstag offiziell mit.

„Da der kritische Wert überschritten ist, muss das Spiel ohne Besucher stattfinden. Das hat nichts mit schlechten Erfahrungen zu tun. Aber der Fußball hat sich diese Regeln gegeben“, sagte Bürgermeister Andreas Bovenschulte.

Die sogenannte Inzidenz (Durchschnitt der Covid-19-Fälle der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner) hat in Bremen laut Robert Koch-Institut (RKI) den kritischen Wert von 35,0 überstiegen. Demnach hatten sich zum Stand Donnerstag 0.00 Uhr 36,4 Menschen pro 100.000 Einwohner in der Stadt mit Corona infiziert. Und die Zahl geht weiter nach oben, wie Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard mitteilte: „Mittlerweile liegt die Inzidenz um die 40.“

Auch Bayern weiter ohne Fans

Bayern München muss seine Heimspiele weiterhin ohne Fans austragen. Auch die Bundesligapartie des deutschen Rekordmeisters am Sonntag (18.00 Uhr/Sky) gegen Hertha BSC findet vor leeren Rängen in der Allianz-Arena statt. Bereits bei der Saisoneröffnung gegen Schalke (8:0) und beim Supercup am Mittwoch gegen Dortmund (3:2) waren keine Zuschauer zugelassen.

Das Münchner Referat für Gesundheit und Umwelt traf die Entscheidung aufgrund der aktuellen Entwicklungen der Corona-Pandemie. Die sogenannte Inzidenz lag am Donnerstag in der bayerischen Landeshauptstadt bei 36.

15 Corona-Fälle – Erstligaspiel in Italien abgesagt

Nach einem Coronavirus-Ausbruch beim CFC Genua wird das für Sonnabend geplante Spiel der Serie A gegen den FC Turin verlegt. Das gaben die beteiligten Vereine nach einer Entscheidung des Ligarats am Donnerstag bekannt. Genua hatte zuvor bekannt gegeben, dass insgesamt 15 Spieler und Teambetreuer positiv auf das Coronavirus getestet worden waren. Auch in anderen Vereinen des Landes gab es Fälle. In Italien wurde aus diesem Grund auch eine Pause bei den gesamten Spielen der Serie A diskutiert.

Die Fußball-Liga hatte diese Woche bei Krisengesprächen laut „Gazzetta dello Sport“ mehrfach über das weitere Vorgehen insgesamt beraten. Die Liga habe entschieden, dass sie für die Saison die von der UEFA verwendete Regel anwenden wolle, nach der mit 13 verfügbaren Sportlern gespielt werden soll. Wer sie nicht hat, verliert. Ausnahmen gebe es, wenn innerhalb einer Woche mehr als zehn infizierte Spieler registriert würden, wie die „Gazzetta dello Sport“ erläuterte. Dann dürfe der Verein einmal pro Saison die Verschiebung des Spiels beantragen. Genua hatte auf eine Verlegung seiner Partie gegen den FC Turin gehofft.

Kramaric zu Bayern? Hoffenheims Trainer zurückhaltend

Trainer Sebastian Hoeneß vom Bundesliga-Tabellenführer TSG Hoffenheim will ein mögliches Interesse von Rekordmeister Bayern München an Stürmer Andrej Kramaric nicht kommentieren. „Es gibt Spekulationen, und an denen werde ich mich nicht beteiligen“, sagte Hoeneß auf der Pressekonferenz vor dem Punktspiel bei Eintracht Frankfurt am Sonnabend (15.30 Uhr/Sky). Die „Bild“-Zeitung hatte berichtet, Bayerns Sportvorstand Hasan Salihamidzic habe mit der Agentur Kontakt aufgenommen, die Kramaric vertritt.

„Ich kann nur sagen, dass Andrej in dieser Woche sehr fokussiert war. Dieses Thema ist hier nicht so präsent wie in den Medien“, sagte der TSG-Coach, der den enormen Wert des kroatischen Vizeweltmeisters für die Kraichgauer hervorhob. Hoeneß beschrieb Kramaric als „absoluten Unterschiedsspieler“, der auf dem Weg sei, in Hoffenheim „Legendenstatus einzunehmen“. Der 29 Jahre alte Kramaric, der in Hoffenheim noch einen Vertrag bis 2022 besitzt, hatte beim 4:1-Coup der TSG gegen die Bayern am Sonntag zwei Treffer erzielt und steht in dieser Saison nach drei Pflichtspielen schon bei sieben Toren.

Bayern-Trainer Hansi Flick wollte am Mittwochabend nach dem Sieg im Supercup über Borussia Dortmund das angebliche Interesse nicht bestätigen, lobte den Angreifer aber in höchsten Tönen: „Ich kenne ihn sehr gut. Er ist einer der besten Stürmer in der Bundesliga, hat enorme Qualitäten“, sagte Flick.

Steinmeier überreicht Hitzlsperger Bundesverdienstkreuz

Thomas Hitzlsperger ist in Berlin mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden. Die Ehrung des früheren Nationalspielers und heutigen Vorstandschefs von Bundesligist VfB Stuttgart nahm Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier vor.

„Wir ehren einen ehemaligen Fußballnationalspieler, deutscher Meister mit dem VfB Stuttgart, der mit seinem Coming-out ein Tabu gebrochen hat und seit vielen Jahren gegen Homophobie, Sexismus und Rassismus in Stadien und Vereinen kämpft“, sagte Steinmeier bei seiner Rede in Schloss Bellevue.

Insgesamt wurden in Berlin 15 Personen von Steinmeier ausgezeichnet, darunter auch der Virologe Christian Drosten. Hitzlsperger, 52-maliger Nationalspieler, hatte nach seinem Karriereende 2013 seine Homosexualität öffentlich gemacht.

Pech für Bayern: Dest gibt Barcelona Vorzug

Champions-League-Sieger FC Bayern München hat im Werben um Sergiño Dest wie erwartet gegenüber dem FC Barcelona das Nachsehen gehabt. Wie die Katalanen am Donnerstag mitteilten, wechselt der 19 Jahre alte US-Nationalspieler von Ajax Amsterdam zum Club von Weltfußballer Lionel Messi. Der Defensivspieler unterschrieb in Barcelona einen Fünfjahresvertrag bis 2025. Nach Angaben des Vereins beträgt die Ablösesumme 21 Millionen Euro, die sich durch Boni um weitere fünf Millionen erhöhen kann. Für Dest ist eine Ablösesumme von 400 Millionen Euro festgeschrieben.

Sergiño Dest soll am Freitag vorgestellt werden. Barcelonas Trainer Ronald Koeman hatte bereits am Vortag verkündet, dass der 19-Jährige seinen obligatorischen Medizintest bei Barça absolviert hatte. „Er wird mit ziemlicher Sicherheit bei uns sein“, sagte der Niederländer. Der in den Niederlanden geborene Dest hat auch die US-Staatsbürgerschaft und bislang drei Länderspiele für die US-Nationalmannschaft bestritten.

Ex-Schiedsrichterin Steinhaus macht als Videoassistentin weiter

Deutschlands Top-Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus arbeitet nach ihrem Karriereende weiter als Videoassistentin für den Deutschen Fußball-Bund. Sie habe diesem Vorschlag von DFB-Schiedsrichter-Chef Lutz Michael Fröhlich mit Freude zugestimmt, teilte die 41-Jährige aus Hannover am Donnerstag in einer Erklärung an mehrere Medien mit. „So kann ich meine sportlichen Ambitionen unter anderen Vorzeichen weiterhin unter Beweis stellen“, sagte sie. „Ich finde das auch insofern eine sehr gute Lösung für mich, weil ich dadurch weiterhin den persönlichen Kontakt zu den Schiedsrichterkolleginnen und -kollegen halten und im fachlichen Gedankenaustausch mit ihnen stehen kann“, betonte Steinhaus.

Hansi Flick hatte die Unparteiische nach ihrem letzten Spiel für ihre vielen Auftritte gewürdigt. „Sie hat den deutschen Fußball lange geprägt. Sie hat ihre Sache sensationell gut gemacht“, sagte der Trainer des FC Bayern am Mittwoch nach dem 3:2 gegen Borussia Dortmund. „Man kann ihr nur alles, alles Gute wünschen für die Zukunft.“

Die Polizistin war seit 2017 als bislang einzige Frau in der Bundesliga aktiv. Zehn Jahre zuvor hatte sie in der 2. Bundesliga debütiert. Sechsmal wurde Steinhaus „Schiedsrichterin des Jahres“, jeweils dreimal vertrat sie Deutschland bei der WM und EM der Frauen. Am Mittwoch verkündete sie das Ende ihrer Karriere. Das Spiel in München war ihr letzter Einsatz in einem Stadion.

Eintracht Frankfurt verhandelt mit Younes

Bundesligist Eintracht Frankfurt beschäftigt sich nach Berichten der „Bild-Zeitung“ und des „Kicker“ (Donnerstag) mit einer Leihe von Amin Younes. Der 27 Jahre alte Offensivspieler vom SSC Neapel könnte die Hessen auf den Flügelpositionen verstärken.

Trainer Adi Hütter hielt sich zu den Gerüchten in der Pressekonferenz bedeckt. „Guter Spieler, der jetzt in Napoli ist, was ich weiß. Ich beteilige mich nicht gerne an Spekulationen, deshalb würde ich das auch gerne so beibehalten“, sagte der Österreicher. Frankfurt bemüht sich bis zum Transferschluss am kommenden Montag noch um eine Verstärkung des Kaders.

DFB-Team muss nach Ukraine-Spiel nicht in Quarantäne

Joachim Löw und die deutsche Nationalmannschaft müssen nach der Rückkehr vom nächsten Nations-League-Spiel in der Ukraine keine Quarantäne befürchten. Das haben die zuständigen Behörden dem Deutschen Fußball-Bund bestätigt. Zwar zählt der Spielort Kiew zu den Corona-Risikogebieten. Doch die Corona-Schutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen sieht vor, dass bei beruflich unaufschiebbaren Reisen unter fünf Tagen in die Ukraine bei Nachweis einer Corona-Testreihe die Quarantänepflicht entfällt. Das Löw-Team hält sich ab kommenden Montag in Köln auf, wird von dort nach Kiew reisen und am 10. Oktober gegen die Ukraine spielen.

Für das Testspiel am kommenden Mittwoch in Köln gegen die Türkei und das Nations-League-Heimspiel am 13. Oktober an selber Stätte gegen die Schweiz ist mit der Rückkehr von Fans ins Stadion zu rechnen. Der DFB hat ein Konzept für je 9200 Zuschauer eingereicht. Am Donnerstag verdichteten sich die Zeichen, dass der europäische Verband UEFA für alle kontinentalen Spiele eine Besucherkapazität von 30 Prozent zulässt. Die letzte Entscheidung trifft allerdings das zuständige Gesundheitsamt in Köln je nach der Entwicklung der Corona-Pandemie.

Löw will am Freitag sein Aufgebot für die drei anstehenden Länderspiele bekannt geben. Der 60-jährige will einen großen Kader benennen, um die Belastung für die Spieler zu verteilen. Die Bayern-Stars Manuel Neuer, Joshua Kimmich, Serge Gnabry und Leon Goretzka sowie die Leipziger Lukas Klostermann und Marcel Halstenberg, auf die der Bundestrainer bei den jüngsten Nations-League-Partien gegen Spanien (1:1) und die Schweiz (1:1) noch verzichtet hatte, sollen zurückkehren.

Homophobie: Donovan-Team verlässt Platz

Skandal in der zweiten nordamerikanischen Profiliga: Teammanager Landon Donovan von San Diego Loyal hat in der Begegnung mit Phoenix Rising nach angeblich homophoben Äußerungen eines gegnerischen Profis für einen Spielabbruch gesorgt. Wie der frühere Angreifer von Bayern München berichtete, soll sein offen homosexueller Spieler Collin Martin kurz vor der Halbzeitpause beleidigt worden sein.

Donovan forderte seinen Trainerkollegen Rick Schantz auf, den vermeintlichen Übeltäter Junior Flemmings auszuwechseln – vergeblich. Daraufhin verließen die Loyal-Akteure beim Stand von 3:1 unmittelbar nach dem Seitenwechsel den Platz. Damit vergab San Diego seine letzte Chance auf das Erreichen der Play-offs, doch das war für Donovan Nebensache.

„Wir haben uns, unserer Gemeinde, den Spielern, dem Club und der USL geschworen, dass wir nicht für Intoleranz, homophobe Beleidigungen und andere Dinge stehen wollen, die nicht zu unserem Spiel gehören“, sagte Donovan, der auch Vizepräsident des Clubs ist. Die USL leitete eine Untersuchung ein. Flemmings beteuerte seine Unschuld und gab eine Solidaritätserklärung für die Bewegung LGBTQ+ ab, die sich unter anderem für die Rechte Homosexueller einsetzt.

Aus Sicht von Donovan hatte der Vorfall eine Vorgeschichte: In der vergangenen Woche wurde San Diegos Profi Elijah Martin im Duell mit LA Galaxy II (1:1) von Gegenspieler Omar Ontiveros rassistisch beleidigt (N-Wort). Ontiveros wurde mit einer Geldstrafe und einer Sperre für sechs Spiele belegt, Galaxy trennte sich von ihm.

Podolski begleitet Länderspiel als TV-Experte

Lukas Podolski kehrt für ein Spiel als TV-Experte in den Dunstkreis seiner Ex-Kollegen zurück. Podolski begleitet das Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen die Türkei (7. Oktober, 20.15 Uhr) in seiner Heimat Köln für den Privatsender RTL an der Seite des Moderators Florian König. Anfang 2017 beendete Podolski seine Nationalmannschaftskarriere mit 130 Länderspielen, derzeit spielt er in der Türkei für Antalyaspor.

„Ein Länderspiel in meiner Stadt Köln gegen die Türkei, wo ich derzeit bei Antalyaspor Vertrag habe. Im Fernsehen übertragen von dem Sender, mit dem ich mich seit vielen Jahren besonders verbunden fühle. Das ist ganz klar ein Fall für Poldi“, wird der 35-Jährige in der RTL-Pressemitteilung zitiert: „Ich freue mich, dass ich am 7. Oktober als TV-Experte meine Erfahrungen mit dem deutschen und türkischen Fußball einbringen und bei der Gelegenheit auch Jogi und die Jungs mal wiedersehen kann.“

Pläne für neues Kieler Holstein-Stadion werden konkret

Beim Zweitligisten Holstein Kiel nehmen die Pläne für den Bau eines neuen Holstein-Stadions mit Platz für 22.000 Zuschauer konkrete Formen an. Verein und Stadt haben Anwohner und Kleingärtner, die von der Neugestaltung zu einer modernen Arena direkt betroffen wären, informiert und dabei weitgehend Verständnis für das Gesamtprojekt erhalten. „Wir werden zu einer guten Einigung kommen“, sagte der Vorsitzende des größten Kieler Kleingartenvereins, Axel Zabe, den „Kieler Nachrichten“. Niemand wolle das Projekt stoppen, hieß es in dem Zusammenhang weiter.

Die Pläne sehen vor, dass Ende 2021 mit vorbereitenden Arbeiten begonnen werden soll. Zum 1. Juli 2022 ist der Abriss der Gegengerade vorgesehen. Dort soll die neue Haupttribüne entstehen, die in einem fünfstöckigen Gebäude integriert wird, das auch einen großzügigen Veranstaltungsbereich umfasst. Die Arena könnte 2026 fertiggestellt sein.

Wirtz vor Debüt als jüngster U-21-Nationalspieler

Ausnahmetalent Florian Wirtz wird wohl zum jüngsten U21-Nationalspieler der deutschen Verbandsgeschichte aufsteigen. DFB-Trainer Stefan Kuntz berief den 17 Jahre alten Offensivspieler von Bayer Leverkusen als einen von insgesamt vier Neulingen für die anstehenden EM-Qualifikationsspiele in Moldau am 9. Oktober und gegen Bosnien-Herzegowina am 13. Oktober in Fürth (jeweils 18.15 Uhr/ProSieben Maxx).

Der am 3. Mai 2003 geborene Wirtz würde bei einem Einsatz die Marke des bisherigen Rekordhalters Julian Draxler (17 Jahre, 323 Tage beim Debüt im Mai 2012) um ein gutes halbes Jahr unterbieten. Ursprünglich stand Wirtz bereits im Aufgebot für die Länderspiele im September. Kuntz nahm ihn aber wieder aus dem Kader, weil der Youngster nach der Leverkusener Teilnahme am Europa-League-Finalturnier noch keine Vorbereitung absolviert hatte.

Neben Wirtz berief Kuntz erstmals die Zweitligaspieler Linton Maina (Hannover 96), Lars Lukas Mai (Darmstadt 98) und David Raum (Greuther Fürth) in sein 23-köpfiges Aufgebot.

Wolfsburg verpflichtet Mainzer Baku

Der Transfer von Ridle Baku vom FSV Mainz 05 zum Bundesliga-Konkurrenten VfL Wolfsburg ist perfekt. Der 22 Jahre alte Defensivspieler unterschrieb laut VfL-Angaben vom Donnerstag einen Fünfjahresvertrag in Wolfsburg. Über die Ablösemodalitäten machten beide Vereine keine Angaben. Laut Medienberichten soll der vielseitige Deutschkongolese unter zehn Millionen Euro kosten.

„Ridle hat uns aufgrund seiner sportlichen Entwicklung und in den Gesprächen überzeugt. Er ist jung, erfolgshungrig und kann sich mit dem von uns eingeschlagenen Weg komplett identifizieren“, sagte VfL-Sportdirektor Marcel Schäfer. Baku spielte seit der Jugend für den FSV und kam bislang auf 50 Bundesliga-Einsätze für die Mainzer. Sein Debüt könnte er bereits am Sonntag (15.30 Uhr/Sky) gegen den FC Augsburg geben.

Rühl-Hamers soll Peters-Nachfolge auf Schalke übernehmen

Knapp vier Monate nach der Trennung von Peter Peters ist Schalke auf der Suche nach einem neuen Finanz-Vorstand offenbar fündig geworden. Finanzdirektorin Christina Rühl-Hamers, die den Posten bereits kommissarisch übernommen hatte, soll nach einem "Kicker"-Bericht die Nachfolge von Peters antreten und in den Vorstand aufrücken.

Die gelernte Steuerberaterin wird dort zusammen mit Jochen Schneider (Sport und Kommunikation) und Alexander Jobst (Marketing, Vertrieb und Organisation) künftig das operative Geschäft der hochverschuldeten Knappen übernehmen.

Mehr als acht Millionen sehen Bayerns Supercup-Sieg

Das ZDF verzeichnete am Mittwochabend bei der Liveübertragung des DFL-Supercups zwischen Bayern München und Borussia Dortmund (3:2) 8,07 Millionen Zuschauer. Der Marktanteil betrug 27,2 Prozent. Es war die am meisten gesehene Sendung am Mittwoch im Zweiten. Der FC Bayern errang den fünften Titel in diesem Jahr.

Guardiola mit Man City im Ligapokal erfolgreich

Im englischen Ligapokal ist Startrainer Pep Guardiola mit Manchester City weiter auf Erfolgskurs. Der Tabellen-13. der Premier League gewann am Mittwochabend beim FC Burnley mit 3:0 (1:0) und zog ins Viertelfinale ein. Raheem Sterling mit einem Doppelpack (35., 49.) und Ferran Torres (65.) sorgten mit ihren Treffern für den souveränen Erfolg. Mittelfeldspieler Kevin De Bruyne, der wie Torhüter Manuel Neuer und Stürmer Robert Lewandowski vom FC Bayern München an diesem Donnerstag zur Wahl als Europas Fußballer des Jahres steht, wurde in der 64. Minute ausgewechselt.

Stadtrivale Manchester United feierte beim Ligakonkurrenten Brighton & Hove Albion ebenfalls einen 3:0 (1:0)-Erfolg. Scott McTominay (44.), Juan Mata (73.) und Paul Pogba (80.) schossen die Tore für den Tabellen-14. Zuvor hatte sich Newcastle United glücklich in die nächste Runde gerettet. Der Premier-League-Zehnte gewann beim Zweitligisten Newport County mit 5:4 im Elfmeterschießen. Nach regulärer Spielzeit hatte es 1:1 gestanden. Der FC Everton hatte keine Probleme beim 4:1 (1:0)-Sieg gegen West Ham United. Mit drei Treffern war Dominic Calvert-Lewin (11., 78., 84.) der überragende Mann beim Tabellendritten.

Real Madrid siegt knapp – Atlético torlos

Der spanische Meister Real Madrid hat seinen zweiten Sieg in der Primera División geholt und gegen Real Valladolid knapp gewonnen. Beim 1:0 (0:0) am Mittwochabend mussten die Königlichen aber bis zum Schluss um die drei Punkte zittern. Ohne den verletzten Nationalspieler Toni Kroos und den ebenfalls nicht spielfähigen Offensivmann Eden Hazard reichte Madrid bei der Partie auf dem eigenen Trainingsgelände am Ende aber der Treffer von Vinicius Junior aus der 65. Minute. Mit nun sieben Zählern hat das Team von Trainer Zinédine Zidane damit ebenso viele wie Tabellenführer FC Getafe und steht nur wegen der schlechteren Tordifferenz nicht an der Spitze der Liga.

Am 4. Spieltag war Lokalrivale Atlético Madrid zuvor nicht über ein 0:0 gegen Aufsteiger SD Huesca hinausgekommen. Auch Neuzugang Luis Suárez kam bei seinem Startelfdebüt nicht zu einem Treffer für Atlético. Der FC Villarreal gewann auch dank zweier Tore von Ex-BVB-Profi Paco Alcácer 3:1 (2:1) gegen Deportivo Alavás, im Tabellenkeller gewann Aufsteiger FC Elche beim SD Eibar 1:0 (0:0).

( sid/dpa/HA )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Sport