Corona-Folgen für den Sport

Wegen Covid-19: Pele verpasst Beerdigung seines Bruders

Fechttrainer nach Corona-Verdacht gestorben. Trump gibt Olympia-Versprechen ab. Box-Champ wegen Prinz Charles in Quarantäne.

Am Donnerstag führt die Taskforce des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) mit den 33 Sommersportverbänden erste Sondierungsgespräche zur Terminfindung der auf das kommende Jahr verschobenen Spiele in Tokio.

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Außerdem wird in der Sportwelt der Verdacht diskutiert, dass das Hinspiel in der Fußball-Champions-League zwischen Atalanta Bergamo und dem FC Valencia (4:1) am 19. Februar die vielen Ansteckungen in Norditalien befördert haben könnte.

Verfolgen Sie hier die aktuellen Entwicklungen für den Sport in Zeiten des Coronavirus:

Fußball: Pele verzichtet auf Beerdigung des Bruders

Brasiliens Fußball-Legende Pele trauert um seinen Bruder Zoca. Jair Arantes do Nascimento erlag am Mittwochabend im Alter von 77 Jahren in einem Krankenhaus in Santos einem Krebsleiden (Prostata). Zoca hatte Anfang der 60er-Jahre einige Spiele für den FC Santos bestritten, sich dann aber ausschließlich um die Geschäfte seines zwei Jahre älteren Bruders gekümmert.

Wegen der Coronavirus-Pandemie hält sich Pele abgeschottet in seiner Villa Guaruja unweit von Santos auf und verzichtete wegen der hohen Ansteckungsgefahr auf die Teilnahme an der Beerdigung, zu der wegen strenger Auflagen der Gesundheitsbehörden nur eine handvoll Personen zugelassen war.

Der dreimalige Weltmeister hat noch eine Schwester, Maria Lucia. Dem bald 80-Jährigen fällt selber nach Hüftoperationen das Gehen schwer, weshalb er sich immer weniger in der Öffentlichkeit zeigt. Gerüchte über eine angebliche Depression verwies er jedoch jüngst ins Reich der Fabeln.

Fußball: Real öffnet Bernabeu für Corona-Hilfe

Spaniens Fußball-Rekordmeister Real Madrid stellt sein Bernabeu-Stadion für den Kampf gegen die Corona-Pandemie zur Verfügung. Im Innenraum der Arena wird ab sofort Hilfsmaterial gesammelt und gelagert, das von dort über die Behörden etwa an Altenheime in der Umgebung verteilt wird.

Ziel sei es, eine "optimale und effiziente Nutzung der Ressourcen" zu gewährleisten, teilte Real am Donnerstag mit. Das Estadio Santiago Bernabeu liegt nördlich des Stadtzentrums und bietet einen von der Umgebung abgeschlossenen Ort.

Die Region rund um Madrid ist besonders stark vom Coronavirus betroffen, auch Real im Speziellen hatte bereits sehr mit den Auswirkungen zu kämpfen. Die gesamte Fußballmannschaft um Weltmeister Toni Kroos musste am 12. März nach einem positiven Coronatest im Lager der Basketballabteilung in Quarantäne. Der ehemalige Präsident Lorenzo Sanz starb am vergangenen Sonnabend an den Folgen einer Corona-Infektion, mit dem 72-jährigen Fernando Martin ist ein weiter Ex-Präsident der Königlichen an COVID-19 erkrankt.

Fußball: St. Paulis Präsident Göttlich frohgemut

Vereinspräsident Oke Göttlich vom Zweitligisten FC St. Pauli glaubt an ein größeres Miteinander im deutschen Fußball nach der Coronakrise. Künftig werde es noch mehr Diskurs und Austausch geben, um "gemeinsam Lösungen“ zu finden, sagte der 44-Jährige bei Sky: "Das wird auf jeden Fall passieren, denn das passiert schon jetzt."

Göttlich, Präsidiumsmitglied bei der Deutschen Fußball Liga (DFL), hob zudem die künftige Bedeutung "gewachsener Partnerschaften“ sowie eines partizipatorischen Miteinanders hervor.

Für seinen eigenen Verein sei ihm "besonders wichtig“, bald wieder Fans willkommen zu heißen und "ein großes Fest des Fußballs im Stadion feiern zu können. Das wird eine neue Qualität und eine neue Dimension."

Olympia: Trump verspricht Besuch in Tokio

US-Präsident Donald Trump hat sich als Besucher der Olympischen Sommerspiele von Tokio im kommenden Jahr angekündigt. "Es werden fantastische Spiele 2021“, sagte Trump am Mittwochabend während seines täglichen Pressebriefings zur Corona-Pandemie, "und ich habe dem japanischen Premierminister Abe gesagt, dass ich da sein werde.“

Die Verschiebung der ursprünglich für diesen Sommer geplanten Spiele durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) sei "die absolut richtige Entscheidung“ gewesen, betonte Trump. Abe werde "einen großartigen Erfolg haben, er hat jetzt noch mehr Zeit, die er gar nicht benötigt hätte. Alles war ja schon perfekt vorbereitet."

Um in offizieller Mission anreisen zu können, muss Trump allerdings im November wiedergewählt werden.

Fußball: Baumgart kontert Prophet Hoeneß

Trainer Steffen Baumgart vom Fußball-Bundesligisten SC Paderborn glaubt nicht an die von Uli Hoeneß prophezeite "neue Fußballwelt“ durch die Coronakrise. "Es wird, auch in Krisen oder nach schlimmen Vorfällen, viel geredet und theoretisiert. Wir dürfen nicht blauäugig sein und glauben, alles wird besser, vernünftiger. Am Ende wird sich wohl vieles auch wieder so zurechtschütteln, wie es war", sagte der 48-Jährige im kicker-Interview.

Der langjährige Bayern-Präsident Hoeneß hatte zuvor im Fachmagazin von einer gewissen Umordnung des Fußballs gesprochen. "Man kann es nicht vorschreiben, aber 100-Millionen-Euro-Transfers kann ich mir in der nächsten Zeit nicht vorstellen. Die Transfersummen werden fallen, die Beträge werden sich in den kommenden zwei, drei Jahren nicht mehr auf dem bisherigen Niveau bewegen können", sagte Hoeneß.

Fußball: Vorerkrankter Klasnic hat Angst

Der frühere Bundesliga-Profi Ivan Klasnic lebt seit Jahren mit einer Spenderniere und traut sich deshalb derzeit nicht aus dem Haus. "Angst habe ich natürlich. Aber ich versuche, diese Angst einzudämmen, indem ich Leute meide“, sagte der 40-Jährige bei t-online.de über seinen Umgang mit der Coronakrise.

Der frühere Stürmer von Werder Bremen und des FC St. Pauli setzt auf feste Abläufe. "Mir kommt es momentan vor wie in dem Film 'Und täglich grüßt das Murmeltier'", sagte er. "Ich habe jeden Tag denselben Rhythmus. Ich gehe nicht mehr einkaufen, wir haben, schon bevor die Pandemie in dem Umfang ausgebrochen ist, einiges eingekauft. Wenn ich rausgehe, bin ich meistens im Garten. Orte, an denen sich viele Menschen treffen, meide ich bewusst."

Mit seiner Vorerkrankung gehört Klasnic zur Corona-Risikogruppe. "Mein Immunsystem ist nicht so gut", berichtete er: "Ich lasse keine fremden Menschen in mein Haus."

2007 war bei Klasnic eine schwere Nierenerkrankung festgestellt worden, er musste sich bis 2018 insgesamt drei Transplantationen unterziehen. Seine Karriere beendete er 2013 in Mainz, später klagte er von den Bremer Vereinsärzten Schmerzensgeld ein. Klasnic lebt in Hamburg.

Fechten: Trainer stirbt nach Corona-Verdacht

Mit Verdacht auf Coronavirus ist der in Brasilien hochgeachtete Fechttrainer Gennadi Miakotnych in Sao Paulo verstorben. Der 79-Jährige begleitete trotz seines Alters seine Schützlinge weltweit zu vielen Weltcup-Turnieren und war erst vor wenigen Tagen vom kurzfristig abgesagten Grand Prix in Anaheim/USA zurückgekehrt.

Laut brasilianischen Medien hatte Miakotnykh am Dienstag über typische Symptome für eine Ansteckung mit dem Virus geklagt, war aber auf Anraten der Ärzte zu Hause geblieben. In nur wenigen Stunden verschlechterte sich jedoch sein Zustand. Miakotnych verstarb am Mittwoch im Notartzwagen auf der Fahrt ins Krankenhaus. Für Freitag war das Ergebnis des Coronavirus-Tests erwartet worden.

Der Russe arbeitete seit über 20 Jahren als Trainer in Brasilien, bildete Athleten in der Fechterhochburg EC Pinheiros in Sao Paulo sowie in der brasilianischen Nationalmannschaft aus. Der nationale Verband CBE nannte Miakotnykh in einer Beileidsbekundung „Mestre D'armas" - Meister der Waffen.

Fußball: Neuer Appell von Uli Hoeneß

Uli Hoeneß hat in der Coronavirus-Krise an die Vernunft der Menschen appelliert. Man müsse die "ganze Kraft des Fußballs einsetzen, um die Leute aufzufordern, dass sie sich diszipliniert verhalten, damit die aktive Ansteckung zurückgeht“, forderte der 68 Jahre alte Ehrenpräsident des FC Bayern München im Kicker.

"Dieser Appell gilt nach wie vor und umso mehr, da es noch immer Unbelehrbare gibt.“ Hoeneß lobte als ein Beispiel die Spendenaktion der Bayern-Profis Leon Goretzka und Joshua Kimmich. "Wir sind alle aufgerufen zu helfen. Jede Initiative ist wertvoll“, sagte der langjährige Macher des deutschen Rekordmeisters.

eSport: Charity-Turnier mit Fußball-Profis

Der DFB lädt in der Coronakrise zum virtuellen Fußball-Turnier. Wie der Verband mitteilte, richtet er am 23. April unter dem Motto #WePlayAtHome online einen Charity-Wettkampf aus. Teilnehmen werden eSportler, Fußball-Profis, andere Prominente und Gelegenheitsspieler. Jene können sich unter www.dfb-efootball.de für eines von vier Qualifikationsturnieren für die Endrunde anmelden.

Die vier Sieger jener „Heimspiel“-Turniere bekommen einen Platz in einem der vier starbesetzten Teams für den 23. April. Gespielt wird die Fußball-Simulation FIFA 20 auf der Playstation. Die Turniererlöse kommen der Initiative Kinderträume der DFB-Stiftung Egidius Braun zugute. Übertragen wird das Endturnier auf den Youtube-und Twitch-Kanälen des DFB.

Reitsport: Leipzig sagt Renntag ab

Obwohl der deutsche Galopprennsport bundesweit aufgrund der Corona-Pandemie zunächst nur bis 18. April pausiert, sagte der Leipziger Rennverein seine für den 1. Mai geplante Veranstaltung schon jetzt ab. "Nach den Entwicklungen der letzten Tage und nach Rücksprache mit den zuständigen Behörden war für uns die Absage des Aufgalopps am 1. Mai, eine der beliebtesten Großveranstaltungen in Leipzig, alternativlos“, sagte Geschäftsführer Alexander Leip.

Der Dachverband Deutscher Galopp hofft derweil den Rennbetrieb nach dem 18. April ohne Zuschauer wieder aufzunehmen.

Fußball: Gewerkschaft gegen generellen Gehaltsverzicht

Jonas Baer-Hoffmann warnt als Generalsekretär der internationalen Spielergewerkschaft Fifpro vor einer pauschalen Forderung nach einem Gehaltsverzicht von Fußballprofis im Zuge der Corona-Krise. "In den Ländern, in denen ein Profi nicht mehr verdient als ein Durchschnittsarbeiter, kann man nicht einfach 'Ja' sagen zum Gehaltsverzicht, sagte Baer-Hoffmann dem Kicker und verwies auf eine Studie vor einigen Jahren, wonach weltweit über 75 Prozent der Spieler 4000 US-Dollar oder weniger im Monat verdienen.

"Selbst wenn man von Deutschland aus über die Grenze nach Tschechien blickt, gibt es da jede Menge Profis, die nur 1500 bis 2000 Euro im Monat erhalten, und in Griechenland sind es in der 2. Liga teilweise sogar nur ein paar Hundert Euro...“, betonte der 31-Jährige. Deshalb wolle man auch nicht eine allgemeine Handlungsempfehlung vorgeben.

Auf nationaler Ebene sehe das anders aus. "Die Spieler verstehen durchaus, dass sie eine Verantwortung haben. Das sieht man auch an den Spenden und Spendenaufrufen, die unter anderen von Kimmich, Goretzka oder Ibrahimovic gemacht wurden“, sagte Baer-Hoffmann.

Sollten die Verbände die Fußball-Saison wegen der Coronavirus-Pandemie über das Ende des gewöhnlichen Vertragsjahres am 30. Juni verlängern wollen, verschließt sich die Fifpro nicht einer Lösung. "Wir glauben, dass es lösbar ist - es benötigt allerdings eine kollektive Bereitschaft.“ Es sollte kein Spieler zwei Wochen vor Saisonende wechseln, falls die Spielzeit bis Mitte Juli geht.

Fußball: Serie A will bis August spielen

Die Spitze des italienischen Fußball-Verbandes FIGC will trotz der alles bestimmenden Coronakrise im Land die Saison der Serie A im Sommer zu Ende bringen. "Wir werden alles dafür tun. Wenn es nötig ist, werden wir um die Unterstützung der Uefa und der Fifa bitten, um im Juli und August noch spielen zu können“, sagte FIGC-Präsident Gabriele Gravina bei Radio Marte.

Wie die Deutsche Fußball Liga (DFL) hofft der italienische Verband auf eine Fortsetzung der unterbrochenen Spielzeit Anfang Mai. Bei einem Treffen mit der Ligaspitze, der Spielergewerkschaft und der Regierung will die FIGC die Möglichkeiten ausloten. Einen Saison-Abbruch möchte Gravina um jeden Preis vermeiden: "So lange es nur irgendwie geht, lehne ich diese Option ab.“

Italien ist weltweit das vom Coronavirus am schlimmsten betroffene Land. Am Mittwoch wurde die Zahl von 7500 Todesfällen übertroffen. Insgesamt sind vorwiegend im Norden des Landes rund 75.000 Menschen an COVID-19 erkrankt.

Boxen: Weltmeister wegen Prinz Charles in Quarantäne

Der britische Box-Weltmeister Anthony Joshua (30) hat sich nach einem Treffen mit Prinz Charles freiwillig in Isolation begeben. Der Schwergewichtler geht mit dem Schritt auf Nummer sicher, da der Thronfolger positiv auf das Coronavirus getestet wurde.

"AJ ist zu Hause und hält sich damit an die Richtlinien der Regierung, es geht ihm gut. Er wünscht den Betroffenen eine schnelle Genesung und dankt allen Hilfskräften“, teilte ein Sprecher des Dreifach-Champions der Daily Mail mit.

Charles (71), ältester Sohn von Königin Elizabeth II., befindet sich in Schottland in Quarantäne. Am 9. März hatte der Prince of Wales im Westminster Abbey die Queen, Premierminister Boris Johnson sowie Stars aus der Unterhaltungs- und Sportbranche getroffen - darunter Joshua.

Der IBF-, WBA- und WBO-Champ soll seine Gürtel am 20. Juni in London gegen Kubrat Pulew (Bulgarien) verteidigen. Dem Fight droht aber die Absage.

Olympia: Fußballverband will U24-Turnier

Der australische Verband FFA hat als Folge der Olympia-Verschiebung ins Jahr 2021 eine höhere Altersgrenze für die Teilnehmer des Fußballturniers ins Gespräch gebracht. "Wir möchten mit dem Weltverband Fifa und dem asiatischen Verband AFC besprechen, ob aus dem U23-Turnier ein U24-Turnier werden kann", sagte FFA-Boss James Johnson.

Für Johnson wäre das die beste Lösung, um die Auswirkungen der Verschiebung aufgrund der Coronakrise abzumildern. "So könnten sich die Spieler, die ihre Länder zu den Spielen in Tokio gebracht haben, ihren Traum von Olympia erfüllen", äußerte der Verbands-Chef.

Tischtennis: Timo Boll akzeptiert Kurzarbeit

Tischtennisprofi Timo Boll spürt die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie am eigenen Leib. "Ich bin auch auf Kurzarbeit, mein Verein Borussia Düsseldorf hat schnell reagiert. Aber das ist vollkommen in Ordnung“, sagte der dreimalige Olympia-Medaillengewinner dem "Tagesspiegel". Wichtig sei für Boll, dass seine Sponsoren in der schwierigen Phase weiterhin zu ihm stünden.

Bei Kurzarbeit übernimmt die Bundesagentur für Arbeit 60 Prozent des ausgefallenen Nettolohns. Bei Arbeitnehmern mit Kind sind es 67 Prozent. Bundesweit gibt es bereits einen Ansturm von Unternehmen auf das erweiterte Kurzarbeitergeld in der Corona-Krise.

Die Verschiebung der Olympischen Spiele ins kommende Jahr ist für Boll folgerichtig. "Ich wäre sogar dafür gewesen, die Spiele um zwei Jahre zu verschieben“, sagte der 39-Jährige. Denn niemand wüsste, wie es in einem Jahr in gesundheitlicher Hinsicht in Sachen Massenveranstaltungen aussehe.

Seit zweieinhalb Wochen habe Boll nun nicht trainieren können. "Es juckt langsam in den Fingern“, gab er zu. Zum Glück habe er in seinem Haus einen kleinen Fitnessraum. Ich mache Krafttraining und bin viel auf dem Ergometer unterwegs“, sagte der Fahnenträger der Olympischen Spiele 2016 in Rio.

Fußball: Für Heiko Herrlich ist es "eigenartig"

Der neue Trainer Heiko Herrlich versucht beim Fußball-Bundesligisten FC Augsburg das Positive aus der Zwangspause wegen der Coronavirus-Pandemie zu ziehen. "Ich sehe es nun als Chance an, die Mannschaft und jeden einzelnen Spieler in einer außergewöhnlichen Situation zu erleben und diese gemeinsam mit ihr zu meistern. Das ist eine Herausforderung für jeden von uns, die wir aber gemeinsam angehen“, sagte Herrlich der "Augsburger Allgemeinen“.

Der 48 Jahre alte Herrlich hatte am 10. März die Nachfolge von Martin Schmidt als FCA-Coach angetreten, war danach aber von der Corona-Krise gestoppt worden. "Es ist eine eigenartige Situation, denn eigentlich möchtest du als Trainer, der neu zu einer Mannschaft kommt, viele Dinge anschieben, Feuer und Leidenschaft im Training und natürlich in den Spielen im Stadion entfachen. Aber das alles geht jetzt nicht, weil der Gesundheitsschutz selbstverständlich an allererster Stelle steht“, betonte Herrlich.

UFC-Star McGregor spendet eine Million Euro für Corona-Schutzausrüstung

Martial Arts: McGregor spendet an Krankenhäuser

Mixed-Martial-Arts-Kämpfer Conor McGregor macht sich in der Coronakrise für Krankenhaus-Mitarbeiter stark. Der „Käfigkämpfer“ spendete eine Million Euro für Schutzausrüstung für Krankenhauspersonal, das Corona-Patienten in Irland behandelt. Das verkündete McGregor via Twitter.

Der Ire forderte die Regierung in seiner Heimat zudem auf, in ihren Bemühungen zur Virus-Bekämpfung strengere Sperrmaßnahmen zu ergreifen. "Zu sehen, was hier in Irland und auf der ganzen Welt geschieht, bricht mir das Herz. Ich bete“, schrieb McGregor dazu.

Fußball: Geisterspiele laut Krösche "nicht zu verhindern"

Im Bestreben, die Saison in der Fußball-Bundesliga noch zu Ende zu spielen, wären für RB Leipzigs Sportdirektor Markus Krösche leere Ränge sekundär. "Geisterspiele sind nicht schön, aber - Stand heute und wohl auch im Mai - nicht zu verhindern“, sagte der 39-Jährige in einem Interview der „Leipziger Volkszeitung“. Alle großen europäischen Ligen eine das Ziel, die Spielzeit zu Ende zu bringen. "Ob mit oder ohne Zuschauer ist in diesem Kontext ausnahmsweise zweitrangig“, betonte Krösche.

Mindestens bis zum 30. April soll in der Bundesliga auf Empfehlung der Deutschen Fußball Liga (DFL) wegen der Coronavirus-Pandemie nicht gespielt werden. Beschlossen werden muss das allerdings erst noch durch die die Mitgliederversammlung der 36 Clubs der 1. und 2. Liga am 31. März. In der Champions League, in der die Leipziger im Viertelfinale stehen, ruht der Ball ebenfalls. Wie es dort weitergeht, ist auch offen.

Frauenfußball: Popp sieht EM-Verschiebung als Chance

Alexandra Popp blickt der sich abzeichnenden Verschiebung der Frauenfußball-EM vom Sommer 2021 ins Jahr 2022 gelassen entgegen. "Wir nehmen es so, wie es kommt. Eine Verlegung um ein Jahr kann sogar ein Vorteil für uns sein. Dann hätten wir noch mehr Zeit, um unsere junge Mannschaft weiterzuentwickeln“, sagte die Kapitänin des deutschen Nationalteams im kicker-Interview.

Die Uefa hat aufgrund der Coronavirus-Pandemie die für diesen Sommer angesetzte Männer-EM um ein Jahr (11. Juni bis 11. Juli 2021) verschoben. Im Zuge der Entscheidung wurde angekündigt, dass für die eigentlich vom 7. Juli bis 1. August 2021 angesetzte Frauen-Endrunde in England "in Kürze“ ein neuer Termin bekannt gegeben werden soll.

Da nun auch die Olympischen Spiele in Tokio auf 2021 verlegt wurden, dürfte auch aus Sicht der Uefa ein Ausweichtermin im darauffolgenden Jahr unumgänglich sein.

Fußball: Cottbus "stolz" auf Kurzarbeiter

Fußball-Regionalligist FC Energie Cottbus hat in der Coronavirus-Krise Kurzarbeit beantragt. Das teilten die Brandenburger am Donnerstag mit. Eine Entscheidung der Bundesagentur für Arbeit stehe bislang noch aus.

"Wir sind mehr als stolz auf unsere Spieler, Trainer und die Mannschaft aus der Geschäftsstelle. Ausnahmslos alle haben ihr Einverständnis zur Kurzarbeit gegeben, was de facto einen Verzicht auf einen Teil ihres Gehaltes bedeuten kann“, sagte Präsident Matthias Auth.

"Diese Bereitschaft mitzuhelfen, kann man gar nicht hoch genug schätzen.“ Die Anmeldung von Kurzarbeit sei "ein wichtiger und notwendiger Schritt“. Die "Sicherstellung des Fortbestehens“ des Vereins sei „die elementare Aufgabe der handelnden Personen“, hieß es in der Mitteilung weiter.

Der Trainingsbetrieb beim früheren Bundesligisten ruht seit dem 14. März, zwei Tage später waren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weitgehend ins Home-Office geschickt worden. Der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) hat den Spielbetrieb aufgrund der Coronavirus-Pandemie zuletzt bis zum 19. April ausgesetzt.