Stadt Hamburg

Hamburg: 100.000 Euro für sechs Hockey-Länderspiele

Sportsenator Andy Grote sowie Hockey-Spieler Anne Schröder und Tobi Hauke sind glücklich: Die Stadt gibt 100.000 Euro für sechs Hockey-Länderspiele.

Sportsenator Andy Grote sowie Hockey-Spieler Anne Schröder und Tobi Hauke sind glücklich: Die Stadt gibt 100.000 Euro für sechs Hockey-Länderspiele.

Foto: LeonieHorky / WITTERS

Förderung der Schwerpunktsportart: Mit der Finanzierung der Pro-League-Heimspiele setzt die Hansestadt ein Signal.

Hamburg. „Die stärkste Liga der Welt kommt nach Hamburg“, so wirbt der Deutsche Hockey-Bund (DHB) für die Heimspiele seiner Nationalmannschaften in der Pro League, die im ersten Halbjahr 2020 in Mönchengladbach, Berlin und Hamburg ausgetragen werden. Man kann wenig einwenden gegen diesen Claim, denn dass der im vergangenen Jahr neu eingeführte Nationenwettstreit, der in Ligenform die besten neun Auswahlteams der Welt gegeneinander antreten lässt, die stärkste Hockeyliga der Welt ist, ergibt sich schon daraus, dass sie die einzige Hockeyliga der Welt ist.

Der sportliche Wert indes bleibt auch im zweiten Jahr des Bestehens fraglich. In der Premierensaison wurden die 16 Duelle auch von den deutschen Mannschaften vorrangig dafür genutzt, sich für die Europameisterschaft Ende August in Belgien einzuspielen, bei der es um die Tickets für die Olympischen Spiele ging. Diese finden vom 24. Juli bis 9. August in Japans Hauptstadt Tokio statt. Und weil Olympia 2020 der unbestrittene Saisonhöhepunkt ist, steht der Gewinn der Pro League auch in diesem Jahr nicht oben auf der Agenda der DHB-Teams, wie Anne Schröder und Tobias Hauke am Montagvormittag im Phönixsaal des Rathauses bekannten.

Sechs Länderspiele im Hockey geplant

Die Spielgestalterin vom Club an der Alster und der neue Kapitän der DHB-Herren vom Harvestehuder THC waren der Einladung von Sportsenator Andy Grote gefolgt, um an prominenter Stelle für das letzte März-Wochenende zu werben. Am 26. März, einem Donnerstag, spielen die Damen (14 Uhr) und die Herren (16.30 Uhr) jeweils gegen Belgien. Am Sonnabend, 28. März (13.30 und 16.30 Uhr), und Sonntag, 29. März (12.30 und 15.30 Uhr), ist jeweils Neuseeland der Gegner. Insbesondere das Herrenspiel gegen den amtierenden Welt- und Europameister Belgien dürfte für sportlich hochwertige Unterhaltung sorgen. „Aber auch bei den Damen ist Belgien eine aufstrebende Hockeynation. Und gegen Neuseeland waren es immer harte, spannende Spiele, bei Damen und Herren“, sagte Anne Schröder (25).

Routinier Hauke (32), der wegen einer Knieverletzung in der vergangenen Saison im Nationalteam pausiert hatte, hält die Pro League für ein Modell, das sich noch entwickeln müsse. „Aber ich bin sicher, dass es in den kommenden Jahren immer wichtiger werden wird, die Pro League zu gewinnen“, sagte er. In dieser Saison ginge es vor allem darum, sich unter dem neuen Bundestrainer Kais al Saadi als Mannschaft für Tokio einzuspielen. „Dafür sind Spiele auf höchstem Niveau wichtig“, sagte er. Am Montag reisen beide DHB-Teams zunächst in zweiwöchige Trainingslager, die Damen nach Spanien, die Herren nach Südafrika.

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Stadt setzt mit Finanzierung Signal: Hockey ist Schwerpunktsportart

Senator Grote unterstrich, welchen Stellenwert Hockey als Schwerpunktsportart für Hamburg habe. „Wir wollen mit der Austragung der Pro-League-Spiele ein Signal dafür setzen, dass wir uns weiterhin um internationale Top-Events im Hockey bewerben werden“, sagte er. Die Austragung der Spiele, die auf der Anlage des Uhlenhorster HC am Wesselblek bis zu 3000 Zuschauer (2500 Sitzplätze) verfolgen können, finanziert die Stadt mit rund 100.000 Euro. Mittelfristig wolle man sich, so Grote, auch erneut um Großereignisse wie EM oder WM bewerben. Die Bewerbung für die Damen-WM 2022 hatte Hamburg im vergangenen Herbst gegen die Co-Gastgeber Niederlande/Spanien verloren.

Tickets für alle Spiele (15 bis 50 Euro) gibt es ausschließlich im Internet unter www.hockeyproleague.de. Im Vorverkauf sind sie bis zu 20 Prozent günstiger als an der Tageskasse.