Fußball-Ticker

Zwei Kostic-Tore bei Frankfurts Sieg über Augsburg

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Der Frankfurter Andre Silva (l) jubelt nach dem 3:0 mit Filip Kostic.

Der Frankfurter Andre Silva (l) jubelt nach dem 3:0 mit Filip Kostic.

Foto: dpa

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Der Fußball-Ticker am Freitag, den 7. Februar 2020:

Zwei Chandler-Tore bei Frankfurter 5:0-Sieg über Augsburg

Die Frankfurter Eintracht hat ihre Aufholjagd in der Fußball-Bundesliga mit einem 5:0 (1:0)-Erfolg über den FC Augsburg fortgesetzt. Drei Tage nach dem Pokalerfolg über RB Leipzig setzten sich die Hessen am Freitag dank zweier Tore von Timothy Chandler (37./48.) und Filip Kostic (89./90.) sowie des Treffers von André Silva (56.) souverän durch und sind nun in der Bundesliga seit vier Spielen unbesiegt. Es waren bereits die Treffer drei und vier von Abwehrspieler Chandler in der Rückrunde.

In der Tabelle zog die Eintracht an den Augsburgern vorbei und ist nun Neunter. Frankfurt musste auf den Einsatz von Bas Dost (Magen-Darm-Infekt) und Sebastian Rode (Kopfverletzung) verzichten, dafür stand der von RB Leipzig gekommene Österreicher Stefan Ilsanker erstmals in der Startformation.

Darmstadts Knoten platzt bei Schlusslicht Dresden

Der SV Darmstadt 98 hat in der 2. Fußball-Bundesliga seine Durststrecke beendet und die Aufholjagd von Dynamo Dresden gestoppt. Nach zuletzt sechs Spielen ohne Sieg setzten sich die Lilien bei den Sachsen 3:2 (3:1) durch und vergrößerten ihr Polster auf einen Anstiegsplatz vorerst auf sechs Punkte. Bei einem Sieg hätte Schlusslicht Dresden nach Punkten mit dem Tabellenvorletzten Karlsruhe gleichgezogen.Seung-ho Paik (8.), Tobias Kempe (13.) und Serdar Dursun (43.) trafen für Darmstadt. Josef Husbauer (5.) hatte Dresden in Führung gebracht, Patrick Schmidt (57.) brachte den Gastgeber noch einmal heran. Dresdens Simon Makienok sah sechs Minuten nach seiner Einwechslung die Rote Karte wegen groben Foulspiels (76.).

In einer turbulenten Anfangsphase vor 26.243 Zuschauern erzielte der tschechische Winterzugang Husbauer mit einem satten Volleyschuss das frühe 1:0, Paik mit seinem ersten Tor in der 2. Bundesliga und Kempe nach einem Fehler von Dynamo-Torwart Kevin Broll konterten aber schnell. Kurz vor der Pause sorgte Dursun mit seinem zehnten Saisontor, dem fünften in den vergangenen vier Spielen, für vermeintlich klare Verhältnisse.Nach der Pause ließ die ebenfalls im Winter geholte Heidenheimer Leihgabe Schmidt noch einmal Hoffnung aufkommen, Sascha Horvath hatte sogar das 3:3 auf dem Fuß (59.). Auf der Gegenseite traf Fabian Holland die Latte (66.). Schmidts vermeintlicher Ausgleichstreffer fand wegen vermeintlicher Abseitsstellung keine Anerkennung (72.).

Kleindienst schießt Heidenheim zum Sieg in Sandhausen

Der 1. FC Heidenheim hat sich im Kampf um Relegationsplatz drei in der 2. Fußball-Bundesliga zurückgemeldet. Die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt gewann am 21. Spieltag beim SV Sandhausen 1:0 (1:0) und verkürzte als Tabellenvierter den Rückstand auf den drittplatzierten VfB Stuttgart vorerst auf einen Zähler.Tim Kleindienst (16.) sorgte mit seinem achten Saisontreffer für Heidenheims ersten Sieg nach der Winterpause und für Sandhausens erste Heimniederlage seit dem zweiten Spieltag. Der SVS, der in der laufenden Saison zuvor nur gegen Osnabrück am 2. August (0:1) am heimischen Hardtwald verloren hatte, hat aber noch ein Polster von sieben Punkten auf Relegationsrang 16.

Vor 4726 Zuschauern schloss Kleindienst einen starken Konter der Gäste zur Führung ab. Es war das erste Tor der Heidenheimer nach dem Jahreswechsel, zuvor hatte es ein 0:3 beim VfB Stuttgart und ein 0:0 gegen Schlusslicht Dresden gegeben. Sandhausen wehrte sich nach Kräften gegen die drohende Heimpleite, ließ aber in einem Spiel mit nur wenigen sehenswerten Szenen die nötige Durchschlagskraft vermissen.

Umfrage: Schiedsrichter sollen bei Meckern durchgreifen

Die große Mehrheit der Bundesbürger spricht sich für ein konsequentes Vorgehen der Schiedsrichter bei Reklamieren und Unsportlichkeiten aus. Dies geht aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa hervor, die der Deutsche Fußball-Bund (DFB) in Auftrag gegeben hatte.

Demnach wünschen sich 83 Prozent der Befragten über 14 Jahre, dass Spieler, die vehement reklamieren oder sich respektlos verhalten, mit einer Gelben Karte oder sogar einem Platzverweis bestraft werden sollen. Nur zehn Prozent befürworten das konsequente Vorgehen der Referees nicht. Die Zustimmung bei den Fußballinteressierten ist noch höher, dort liegt sie bei 86 Prozent.

Vor der Rückrunde hatten sich die Schiedsrichter der deutschen Topligen sowie ihre sportliche Leitung für ein strikteres Vorgehen gegen Unsportlichkeiten geeinigt. Dies hatte zu kontrovers diskutierten Entscheidungen wie bei der Gelb-Roten Karte gegen den Gladbacher Alassane Plea beim 2:2 in Leipzig geführt.

Bei Ribéry sind die Schrauben raus

Der frühere Bayern-Star Franck Ribéry vom italienischen Erstligisten AC Florenz hat sich knapp zwei Monate nach seiner Knöcheloperation einem weiteren Eingriff unterzogen. In Murnau (Bayern) wurden dem Franzosen mehrere Schrauben entfernt, die bei der ersten Operation an der Syndesmose eingesetzt worden waren. Wie die Fiorentina mitteilte, soll Ribéry am Montag mit dem individuellen Training beginnen.

Die Verletzung hatte sich Ribéry Ende November im Spiel gegen Aufsteiger US Lecce zugezogen. Ribéry war im vergangenen Sommer nach zwölf Jahren bei den Bayern nach Florenz gewechselt. In elf Serie-A-Spielen traf er zweimal.

Guardiola macht Sané wenig Hoffnung auf schnelles Comeback

Trainer Pep Guardiola glaubt nicht an ein baldiges Comeback des deutschen Nationalspielers Leroy Sané für den englischen Meister Manchester City. „Das braucht Zeit“, sagte Guardiola am Freitag. „Es wird Wochen dauern, bevor er bereit ist.“ Sané hatte sich im vergangenen August das rechte Kreuzband gerissen und musste operiert werden. Mittlerweile trainiert der 24-Jährige schon wieder mit der ersten Mannschaft von Man City.

Wenn es so weit ist, könnte Sanés Rückkehr beim Tabellenzweiten der Premier League allerdings kurz ausfallen. Der Angreifer wird weiter mit dem FC Bayern in Verbindung gebracht. Die „Sport Bild“ berichtete in dieser Woche, Sané strebe nach wie vor einen Wechsel zum deutschen Rekordmeister an. Das Magazin nannte allerdings keine Quellen dafür.

Sanés Vertrag bei Man City läuft bis zum Sommer 2021. Die Münchner wollten ihn eigentlich schon im vergangenen Sommer verpflichten, doch dann verletzte sich Sané. Offizielle Angaben lagen zu dem möglichen Transfer nicht vor. Der „Sport Bild“ zufolge soll ein Beraterwechsel von Sané mögliche Verhandlungen beeinträchtigt haben.

Sané? Hamann empfiehlt den Bayern einen Bremer

Sky-Experte Dietmar Hamann hat einen möglichen Transfer von Leroy Sané zum FC Bayern München allerdings infrage gestellt und seinem Ex-Verein stattdessen den Bremer Milot Rashica empfohlen. Sollte der deutsche Meister für die kommende Saison einen Außenstürmer verpflichten wollen, würde der frühere Nationalspieler „nach Bremen schauen. Der Rashica wäre mit Sicherheit eine sehr viel günstigere Option, und der würde es auch tun“, sagte Hamann bei einem Medientermin. Demnach hoffen die Bremer bei einem möglichen Abgang des Kosovaren auf eine Ablöse von rund 40 Millionen Euro.

Nationalspieler Sané von Manchester City gilt als Wunschspieler des Bundesliga-Tabellenführers. Doch für einen Wechsel müssten die Münchner viel Geld für den 24-Jährigen zahlen. „Einen Spieler für 100 Millionen zu holen, wo ich nicht weiß, benimmt er sich oder nicht – da kann ich den Havertz haben, wo ich weiß, der wird alles tun, um erfolgreich zu sein“, sagte der 46 Jahre alte Hamann und brachte neben Rashica auch Leverkusens Jungstar Kai Havertz ins Spiel.

Sané scheine in Manchester sein eigenes Ding zu machen, so Hamann. „Wenn ein Trainer wie Pep Guardiola, der als der beste gilt, wenn der einen Spieler mit so einem Talent nicht mehr in seinen Reihen haben will, dann würden bei mir schon mal die Alarmglocken schrillen“, meinte der frühere Nationalspieler.

Nach Herzoperation: Blind zurück im Ajax-Training

Der niederländische Nationalspieler Daley Blind hat seine Herzmuskelentzündung überstanden und kehrt in den Kader von Ajax Amsterdam zurück. Dies teilte der Rekordmeister am Freitag mit, der 29-Jährige könnte sein Comeback somit am Sonntag beim FC Utrecht geben. Dem Abwehrspieler war am 22. Dezember ein Defibrillator eingesetzt worden, der den Herzrhythmus regulieren soll.

Blind war in der vergangenen Woche wieder ins Training eingestiegen, nach medizinischen Tests gaben die Ärzte grünes Licht. Der Nationalspieler könnte Oranje somit auch bei der EM 2020 zur Verfügung stehen.

Blind hatte beim Champions-League-Spiel von Ajax gegen den FC Valencia am 10. Dezember über Schwindelgefühle geklagt. Eine umfassende medizinische Untersuchung ergab die schwerwiegende Diagnose.

Bologna-Trainer Mihajlovic erholt sich zu Hause von Leukämie-Therapie

Der an Leukämie erkrankte Trainer Sinisa Mihajlovic ist nach einer erfolgreichen Behandlung aus dem Krankenhaus entlassen worden. Das teilte sein Verein, der italienische Erstligist FC Bologna, am Freitag mit. Der Kampf des 50-Jährigen, der im kroatischen Vukovar geboren wurde, bewegt in seiner Wahlheimat Italien viele Fans.

Nach der Bekanntgabe seiner Erkrankung im vergangenen Juli unterzog sich der frühere Nationalspieler von Jugoslawien und Serbien-Montenegro im Herbst 2019 einer Knochenmarktransplantation. Er sei in guter Verfassung, schrieben die behandelnden Ärzte jetzt.

Mihajlovic war während seiner Therapie mehrfach bei Spielen seines Clubs im Stadion gewesen, so auch Anfang Februar gegen Brescia, als Bologna 2:1 gewann. Als geheilt gilt ein Krebspatient wie Mihajlovic meist erst nach mehreren Jahren ohne Rückfall.

Freigesprochener Schalke-Trainer Wagner kritisiert Videobeweis

Nach seinem Freispruch nach der Rot-Farce im DFB-Pokal machte David Wagner seinem Ärger Luft und ließ kein gutes Haar am Videobeweis. „Wir müssen dahin kommen, dass der Schiedsrichter die Hoheit behält“, forderte der Trainer des FC Schalke 04, „es wird viel zu häufig eingegriffen. So verunsichern wir unsere Schiedsrichter und stärken sie nicht.“

Wagners Platzverweis im Achtelfinale gegen Bundesliga-Konkurrent Hertha BSC am vergangenen Dienstag wertete das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes am Freitag als Fehlentscheidung. Der Coach wurde nicht gesperrt, das Verfahren eingestellt. Ihm sei „kein unsportliches Verhalten vorzuwerfen“, sagte Hans E. Lorenz, der Vorsitzende des Sportgerichts, und nannte die Rote Karte von Schiedsrichter Harm Osmers einen „offensichtlichen Interpretationsirrtum“.

Wagner hatte in der Verlängerung den gefoulten Berliner Verteidiger Jordan Torunarigha leicht berührt. Osmers zeigte nach Videobeweis Rot, auf dem Videowürfel wurde als Grund „Tätlichkeit“ angegeben. Einen Tag später begründete der Schiedsrichter den Platzverweis mit Spielverzögerung. Wagner habe weder das eine noch das andere begangen, sagte Lorenz, sein Verhalten sei „vielmehr von Hilfestellung und beruhigender Fürsorge geprägt“ gewesen. Das habe Torunarigha, der aus Wut eine Getränkekiste auf den Boden geworfen und dafür die Gelb-Rote Karte bekommen hatte, in seiner Stellungnahme auch bestätigt.

Zum Topspiel: Coman zurück im Bayern-Kader

Flügelspieler Kingsley Coman kehrt für das Bundesliga-Topspiel des FC Bayern am Sonntag (18.00 Uhr/Sky) gegen RB Leipzig in den Kader der Münchner zurück. „Da freuen wir uns natürlich alle darauf“, sagte Trainer Hansi Flick am Freitag. Der Franzose war seit Mitte Dezember wegen eines Kapseleinrisses im linken Knie ausgefallen.

Zu einem möglichen Einsatz von Verteidiger Lucas Hernández äußerte sich Flick zurückhaltend. Er sei „auf einem guten Weg. Er ist motiviert“, sagte der Bayern-Coach. Nur die verletzten Niklas Süle, Ivan Perisic und Javi Martínez werden fehlen.

Die späten Gegentore beim 4:3-Sieg im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen 1899 Hoffenheim am Mittwoch wertet Flick als Warnung. „Das ist abgehakt, wir haben alles angesprochen“, erzählte er. „Wir haben ohne Wenn und Aber die richtigen Schlüsse daraus gezogen. Deswegen werden wir am Sonntag das ganz anders, aber auch über 90 Minuten, so erwarten.“

Früherer Bremer Almeida macht Schluss

Der frühere Bundesliga-Stürmer Hugo Almeida hat seine Karriere als Spieler mit sofortiger Wirkung beendet. Das gab der 35-jährige Portugiese bei Instagram bekannt. Almeida, der von 2006 bis 2011 bei Werder Bremen in 177 Einsätzen 63 Tore erzielte, spielte zuletzt beim Zweitligisten Academica de Coimbra in seinem Heimatland.

„Ich glaube, dies ist der richtige Zeitpunkt, meine Karriere als Fußballer zu beenden und mich voll und ganz meiner jungen Karriere als Trainer zu widmen“, so Almeida, der bei Coimbra Coach im Nachwuchsbereich wird.

Historischer Doppel-K.-o. im Pokal: Real und Barcelona raus

Zinédine Zidane war einfach nur „traurig“, sein Kollege Quique Setién verstand die Fußball-Welt nicht mehr: Der historische Doppel-K.-o. von Real Madrid und des FC Barcelona im Viertelfinale des spanischen Königspokals hat nicht nur die Trainer schockiert. Das Real-Hausblatt "Marca" schimpfte auf den „verfluchten Wettbewerb“, "AS" berichtete von einer „tragischen Nacht“. „Grausam“, titelte "Sport" in Barcelona, „Schande“ schrieb "L'Esportiu".

Es ereignete sich in der Tat Historisches. Erstmals seit dem 29. Mai 1955, als Real im Halbfinale am FC Sevilla und Barça an Athletic Bilbao scheiterten, schieden beide Clubs an einem Tag aus. Erstmals seit 2010 fehlen in der Vorschlussrunde gleich beide Platzhirsche. Stattdessen spielen dort Real Sociedad San Sebastián, das 4:3 in Madrid gewann, Bilbao (1:0 gegen Barcelona), Granada und Zweitligist Mirandés.

„Ich bin traurig, es tut weh“, sagte Zidane, aber: „Die Botschaft lautet: weitermachen. Wir werden nichts von dem ändern, was wir tun wollen.“ Marca gab dem Coach die „Schuld“, weil er in seinem auf sieben Positionen veränderten Team neben Toni Kroos auf Edelreservisten wie James oder Marcelo setzte. Das Resultat: Erstmals musste Real unter Zidane vier Gegentore hinnehmen, drei davon durch die Dortmund-Flops Alexander Isak (2) und Mikel Merino.

Real Madrid scheitert in der Copa an San Sebastián

Barças Aus dagegen war Pech – zumindest laut Coach Setién. „Alles war gut außer dem Ergebnis“, sagte er, Nationaltorhüter Marc-André ter Stegen habe „keine einzige Parade zeigen“ müssen.

Das Pokal-Aus war für die Katalanen der Tiefpunkt einer turbulenten Woche, in der sich Superstar Lionel Messi ein öffentliches Verbalduell mit Sportdirektor Eric Abidal geliefert hatte. Schon wird wieder mal spekuliert, dass Messi (Vertrag bis 2021) Barca verlassen könnte. Manchester City mit Ex-Barcelona-Coach Pep Guardiola will angeblich all seine finanziellen Möglichkeiten ausschöpfen, um den Argentinier nach England zu locken, was Guardiola allerdings dementierte.

Athletic Bilbao schockt den FC Barcelona in der Copa del Rey

Rassistische Beleidigungen: Torunarigha stellt Strafanzeige

Jordan Torunarigha von Hertha BSC stellt nach den rassistisch motivierten Beschimpfungen im Pokalspiel bei Schalke 04 (2:3 n.V.) Strafanzeige gegen Unbekannt. Hertha bestätigte auf Anfrage einen entsprechenden Bericht der "Bild"-Zeitung. Der Club unterstützt den 22 Jahre alten Abwehrspieler bei seinem Vorgehen anwaltlich.

Am Donnerstag hatte sich der gebürtige Chemnitzer mit afrikanischen Wurzeln mit emotionalen Worten zu dem Vorfall geäußert. „Ich bin in Chemnitz geboren, habe das alles schon in der Jugendzeit durchlebt. Meine Eltern wurden beleidigt. Deshalb wühlt mich so eine Situation wie auf Schalke so auf“, schrieb Torunarigha bei Instagram: „Man kann sich seine Hautfarbe bei der Geburt nicht aussuchen, und sie sollte auch völlig egal sein.“

Die Polizei und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) haben bereits Ermittlungen eingeleitet. Laut einer Stellungnahme von Hertha an den DFB-Kontrollausschuss hat sich der Vorfall in der 84. Minute vor der Schalker Südkurve rund um den Block S5 ereignet. Schalke bat die Fans um Mithilfe bei der Suche nach den Schuldigen, denen Stadionverbote und sogar der Vereinsausschluss droht, sollten sie Mitglieder sein.

Argentinien löst Olympiaticket, Brasilien bangt

Erstmals ohne Treffer seiner Bundesliga-Talente muss Brasiliens Fußball-Nachwuchs nach einem 1:1 (1:1) gegen Uruguay um die Teilnahme an den Olympischen Sommerspielen in Tokio bangen. Während sich Argentinien durch ein 2:1 (0:0) gegen Turniergastgeber Kolumbien vorzeitig eines der beiden südamerikanischen Olympiatickets sicherte, ist für die U-23-Seleçao das abschließende Duell am Sonntag ausgerechnet gegen die Olympiasieger von 2004 und 2008 ein wahres Endspiel.

Denn nach dem zweiten Unentschieden in der Finalrunde der besten Vier liegt Brasilien, das vor vier Jahren in Rio de Janeiro in einem Elfmeterdrama gegen Deutschland erstmals Fußballgold geholt hatte, mit jetzt zwei Zählern auf der Habenseite noch in Reichweite von Uruguay und Kolumbien (beide je ein Punkt), die den letzten Spieltag am Sonntag einleiten. Argentinien steht dagegen nach zwei Siegen bereits als Turniersieger fest.

Nach den ersten fünf Spielen mit Bundesligatoren stachen gegen die „Urus“ weder der Neu-Herthaner Matheus Cunha (3 Treffer) noch Leverkusens Paulinho (2) zu. Unfreiwillige Hauptdarsteller waren sogar die Torhüter, weil zunächst Brasiliens Ivan einen harmlosen Schuss von Manuel Ugarte (35.) passieren ließ, ehe auf der anderen Seite Ignacio Arruabarrena (40.) einen schon gehaltenen Kopfball von Pedrinho in Slapstick-Manier sich selber über die Linie boxte.

( SID/dpa )

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