HSV-News

HSV-Profis sollen der U21 zum Klassenerhalt verhelfen

Beim Regionalligaspiel gegen den VfL Wolfsburg II halfen die HSV-Profis Jonas David (l.), Ewerton (M.) und Bakery Jatta der U21 aus.

Beim Regionalligaspiel gegen den VfL Wolfsburg II halfen die HSV-Profis Jonas David (l.), Ewerton (M.) und Bakery Jatta der U21 aus.

Foto: Valeria Witters / WITTERS

Aussortierter Papadopoulos schlug Angebote aus. Dudziak steht bereit, Jairo im Wartestand. "Euro-Eddy" rechnet mit Gegner KSC ab.

Die HSV-News am Freitag, den 7. Februar 2020:

HSV-Profis sollen zweiter Mannschaft zum Klassenerhalt verhelfen

Während es für den HSV gegen den Karlsruher SC am Sonnabend (13 Uhr, Volksparkstadion/Sky und Onefootball) um Punkte für den Aufstieg in die Bundesliga geht, steht für die zweite Mannschaft im Regionalligaspiel beim Tabellenletzten Hannoverscher SC (14 Uhr) der Klassenerhalt auf dem Spiel. Nach 20 von 34 Spielen beträgt der Vorsprung auf die Abstiegsplätze zwar noch sieben Punkte, doch der Trend zeigt nach einer Serie von sechs Spielen ohne Sieg nach unten.

Profitrainer Dieter Hecking hat den Klassenerhalt der zweiten Mannschaft deshalb zur Chefsache erklärt. "Wir sehen, dass die U21 noch ein paar Punkte braucht, und werden sie, wo wir es können, unterstützen", sagte er am Freitag bei der Pressekonferenz. Es nutze aber nichts, Spieler gegen ihren Willen abzustellen: "Die innere Bereitschaft muss da sein, diese Aufgabe so anzunehmen, wie wir es erwarten. Mit Zwang kommt meistens nichts dabei heraus."

Die Transferleistungen von der Profi- zur Amateurmannschaft seien so zu Saisonbeginn nicht geplant gewesen. Allerdings sei das Regionalligateam von Trainer Hannes Drews da auch noch wesentlich besser aufgestellt gewesen. Abgänge von Spielern wie Matti Steinmann und Tatsuya Ito hätten Qualität gekostet. "Deswegen müssen wir gucken, dass wir die Mannschaft unterstützen."

Pressekonferenz vor dem HSV-Spiel gegen Karlsruhe:

Hecking: "Wir dürfen uns keine unnötigen Ausfälle erlauben"
Hecking: "Wir dürfen uns keine unnötigen Ausfälle erlauben"

Das Spiel in Hannover will Hecking aber wohl keinem seiner Profis zumuten. Die Platzverhältnisse dort seien "um diese Jahreszeit nicht die besten".

HSV-Topverdiener Papadopoulos schlug mehrere Angebote aus

Kyriakos Papadopoulos hat beim HSV keine Perspektive. Im Oktober ließ sich der Innenverteidiger mangels Einsatzchance selbst zur U21 versetzen und wollte sich nach einem neuen Verein umsehen. Doch ein Abnehmer, so hieß es bislang, habe sich nicht gefunden.

Das ist offenbar nur die halbe Wahrheit. Wie die "Hamburger Morgenpost" berichtet, hat Papadopoulos (27) mehrere Angebote ausgeschlagen. Nach einem Probetraining bei Shanghai Shenhua soll der chinesische Club bereit gewesen sein, den Griechen zu Konditionen zu übernehmen, die an die in Hamburg heranreichen – seit dem Abstieg in die 2. Bundesliga beträgt das Gehalt immer noch gut 2,5 Millionen Euro. Doch Papadopoulos sollen Zweifel gekommen sein, ob er mit der Mentalität in China zurechtkommen würde.

Auch zwei russische Erstligisten, Krylja Sowetow Samara und Rubin Kasan, hätten Papadopoulos demnach gern genommen. Hier allerdings hätte er finanzielle Einbußen in Kauf nehmen müssen, wozu er offenbar nicht bereit sei. Auch einen Wechsel in die Türkei zu Trabzonspor habe "Papa" abgelehnt.

Die Option, zum 1. FC Köln und damit zu Trainer Markus Gisdol zu wechseln, der ihn beim HSV gefördert hatte, habe sich ebenfalls zerschlagen. Dem Bundesliga-Aufsteiger sei Papadopoulos' Gehalt zu hoch gewesen. Das muss jetzt weiter der HSV zahlen. Bis zum Ablauf seines Vertrages im Sommer stehen Papadopoulos noch etwa eine Million Euro zu.

HSV-Trainer Hecking redet Dudziak ins Gewissen

Gesagt, getan: Dieter Hecking hat das am Dienstag angekündigte Gespräch mit Jeremy Dudziak geführt. Der HSV-Trainer hatte sich darüber geärgert, dass sich sein Mittelfeldspieler am Montag beim 3:1-Sieg in Bochum trotz Muskelbeschwerden nicht sofort hatte auswechseln lassen.

"Ich habe ihm gesagt: Jerry, das ist genau das, was wir nicht wollen. Stell dir vor, du hättest noch einen Sprint gemacht und wärst dann drei oder vier Wochen ausgefallen", berichtete Hecking bei der Pressekonferenz am Freitag. "Wir dürfen uns in dieser Phase keine unnötigen Ausfälle erlauben."

Schon gar nicht den von Dudziak. Hecking: "Jerry hat in den vergangenen Wochen gezeigt, dass er für unser Spiel eine enorme Wichtigkeit erlangt hat. Deshalb sollte man das Risiko minimieren. Die Saison ist noch lang genug, und wir brauchen jeden auf Toplevel."

HSV-Spiel gegen Karlsruhe: Dudziak steht bereit, Jairo im Wartestand

Glücklicherweise war Jeremy Dudziaks Muskelverletzung harmloser als befürchtet. Der Mittelfeldspieler konnte bereits am Donnerstag wieder am Mannschaftstraining des HSV teilnehmen und steht für das Heimspiel gegen den Karlsruher SC am Sonnabend (13 Uhr, Volksparkstadion/Sky und Onefootball) bereit.

"Der Muskel ist schmerzfrei. Wenn Jerry das Abschlusstraining gut übersteht, gehe ich davon aus, dass er morgen zur Verfügung steht", sagte Trainer Dieter Hecking bei der Pressekonferenz am Freitagmittag. Dudziak musste beim 3:1-Sieg am Montag in Bochum ausgewechselt werden. Es sei wohl nur eine Muskelverhärtung und keine Zerrung gewesen.

Die Bilder des HSV-Spiels in Bochum:

Innenverteidiger Ewerton, der am Donnerstag wegen eines Magen-Darm-Infekts das Training auslassen musste, soll am Freitagnachmittag beim Abschlusstraining wieder einsteigen.

Für Stürmer Jairo Samperio kommt das Spiel gegen den KSC nach seinem Muskelfaserriss aber noch zu früh. Hecking: "Es ist erfreulich, dass Jairo jetzt zweimal voll mittrainieren konnte, aber er wird eher nicht im Kader stehen."

Polizeigewerkschaft warnt vor Pyrotechnik-Test des HSV

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat das geplante kontrollierte Abbrennen von Pyrotechnik im Volksparkstadion scharf kritisiert. Der stellvertretende Bundesvorsitzende Jörg Radek hält das Entgegenkommen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) „nicht nur für blauäugig, sondern auch für sehr riskant“, wie er am Freitag in Hannover sagte. Nach Auffassung der GdP könne die Aktion Ultragruppierungen „eher provozieren als sie zur Einsicht führen“.

Die zuständigen Behörden der Hansestadt und die Kommission für Prävention, Sicherheit und Fußballkultur des DFB hatten am Dienstag einen entsprechenden Antrag des HSV auf eine Ausnahmegenehmigung bewilligt. Die Hamburger dürfen am Sonnabend vor dem Anpfiff der Partie gegen den Karlsruher SC im Volksparkstadion unter Beteiligung von zehn Fans „zehn Rauchtöpfe außerhalb der Zuschauerbereiche unter Aufsicht einer Fachfirma kontrolliert abbrennen“, wie es in einer DFB-Mitteilung hieß.

Der HSV und die Pyrostrafen:

  • In der Strafentabelle belegt der HSV regelmäßig einen der traurigen Spitzenplätze
  • 2019 verteidigten die HSV-Fans sogar den fragwürdigen Titel des deutschen "Randalemeisters"
  • In der Saison 2017/18 wurden insgesamt 235.000 Euro Strafe an den DFB fällig
  • In der Saison 2018/19 überboten die Anhänger diese Summe mit ihrem Fehlverhalten auf 294.150 Euro
  • Die höchste Einzelstrafe gegen den HSV wurde für Pyrotechnik im Stadtderby beim FC St. Pauli verhängt: 150.000 Euro (10.03.2019)
  • In der ewigen Strafentabelle seit der Saison 2011/12 liegt der HSV mit 1,131 Millionen Euro auf Rang drei (Stand: Februar 2020)

Wie beim ersten Mal: Dankert leitet HSV-Spiel gegen Karlsruhe

Erstklassig ist am Sonnabend in jedem Fall die Spielleitung: Schiedsrichter Bastian Dankert (3) bringt Erfahrung aus 101 Bundesligaspielen mit. Für den Sportwissenschaftler aus Rostock ist es der zwölfte Einsatz bei einem HSV-Spiel.

In seinem allerersten ging es 2012 ebenfalls gegen den Karlsruher SC: Der HSV scheiterte damals in der ersten Runde des DFB-Pokals auswärts mit 2:4 – trotz zweimaliger Führung durch Tore von Marcus Berg und Maximilian Beister. Auch beim schmachvollen 0:8 bei Bayern München im Februar 2017 war Dankert an der Pfeife.

Die aktuellen HSV-Profis dürften gemischte Erinnerungen haben. Dankert leitete in dieser Saison das Punktspiel gegen Hannover (3:0) ebenso wie das Pokalspiel gegen den VfB Stuttgart (1:2 nach Verlängerung).

Vor Spiel beim HSV: "Euro-Eddy" Schmitt zerlegt KSC

Vor dem Spiel beim Tabellenzweiten HSV rechnet KSC-Idol Edgar Schmitt mit seinem Club ab. "Der Verein hat zu wenig Fachkompetenz 'Fußball'. Hier müsste ein neues Konzept erstellt werden, denn in den letzten Jahren wurden einfach zu viele strategische Fehler gemacht", schreibt "Euro-Eddy" in seiner Kolumne auf "MeinKA": "Fußballvereine sind Unternehmen und müssen auch wie ein solches geführt werden. Der KSC ist zu groß, als dass er es sich leisten kann, dass sich hier Einzelne auf Kosten des KSC persönlich austoben und profilieren dürfen."

Auch an der Mannschaft des Tabellen-17. lässt Schmitt (56) kein gutes Haar: Sie sei zu alt und zu langsam. "Der Altersdurchschnitt von 29,4 Jahren reicht im modernen Fußball einfach nicht aus, um zu bestehen. Man braucht modern ausgebildete, junge und mental starke Spieler mit Power." Interimstrainer Christian Eichner sei für das Ausscheiden im DFB-Pokal beim 1. FC Saarbrücken aber kein Vorwurf zu machen.

Für das Spiel beim HSV hat Schmitt wenig Hoffnung: "Hier kann man wieder defensiv spielen. Was dem KSC fehlt, ist der Mut und vielleicht auch das Können. Die Mannschaft hat zu wenig Kraft – die Energie fehlt … Daran wird sich auch gegen den HSV nicht viel ändern." Schmitt schoss sich 1993 beim 7:0-Sensationssieg des KSC im Uefa-Pokal gegen den FC Valencia mit vier Toren in die Herzen der Fans.

Ex-HSV-Trainer Hollerbach braucht nach Krankheit noch Zeit

Gut fühlte sich Bernd Hollerbach schon länger nicht mehr, trotzdem wollte der frühere HSV-Trainer am Zweiten Weihnachtstag des vergangenen Jahres beim Meisterschaftsspiel gegen Mechelen noch auf der Bank von Royal Excel Mouscron sitzen. Doch der Mannschaftsarzt des belgischen Erstligaclubs überwies ihn direkt ins Krankenhaus – wo er erst einmal eine Woche lang bleiben musste.

"Ende Dezember hat mich eine Virusinfektion mit anschließender Lungenentzündung umgehauen. Deshalb konnte ich meine Traineraufgabe seitdem nicht mehr wahrnehmen", sagte Hollerbach (50) der "Bild"-Zeitung. Nach einer Antibiotika-Behandlung gehe es ihm schon viel besser, aber: "Gesundheit ist das Wichtigste im Leben. Deshalb mache ich in Absprache mit den Verantwortlichen im Verein jetzt ganz bewusst einen Break, um mich komplett zu erholen."

Einstweilen wird die Mannschaft von U-21-Coach Philippe Saint-Jean betreut. Hollerbach hatte Mouscron im Mai vergangenen Jahres übernommen. Seit seinem Ausfall gab es vier Niederlagen. Zuvor hatte die Mannschaft aus 20 Spielen 27 Punkte geholt.

Hollerbach spielte von 1996 bis 2004 für den HSV und trainierte die Hamburger von Januar bis März 2018.

Früherer HSV-Scout Hengen wird Sportdirektor in Aachen

Der frühere HSV-Scout Thomas Hengen wird zum 1. März Sportdirektor des Regionalligisten Alemannia Aachen. Der 45-Jährige war bereits als Spieler (2004 bis 2006), Leiter des Nachwuchsleistungszentrums (2006 bis 2008) und Trainer der U23 (2007/08) beim früheren Bundesligisten tätig.

Hengen wirkte von 2012 bis 2015 als Scout für den HSV. In gleicher Funktion arbeitete der gebürtige Pfälzer auch für die englischen Erstligaclubs FC Everton und West Ham United sowie aktuell noch für die PSV Eindhoven.

Außer bei der Alemannia, für die er in seinen zwei Profijahren verletzungsbedingt nicht zum Einsatz kam, war Hengen als Profi auch beim Karlsruher SC, Borussia Dortmund, Besiktas Istanbul, dem VfL Wolfsburg und zweimal dem 1. FC Kaiserslautern aktiv. Mit dem FCK gewann er 1996 den DFB-Pokal.

E-Sportler des HSV fertigen Schalke ab

Im Oktober 1980 hat der HSV den FC Schalke in der Bundesliga einmal mit 7:1 abgefertigt. Fast 40 Jahre später gab es dieses Ergebnis wieder – an der Konsole. Am 18. Spieltag der Virtual Bundesliga setzten sich die "eRothosen" im Verfolgerduell klar durch und hielten mit jetzt 85 Punkten als Tabellensiebter Kontakt zur Spitzengruppe. Schalke (73) ist jetzt 13. Die Partie wurde live bei ProSieben Maxx übertragen.

Nächster Gegner des HSV ist am kommenden Mittwoch (20.30 Uhr) der Tabellenfünfte Hannover 96. Die besten sechs Teams der Tabelle qualifizieren sich für das "Grand Finale".