Hallenhockey

Club an der Alster und Polo Club im Viertelfinale

Der frühere Nationalspieler Sebastian Biederlack ist seit Sommer Cheftrainer der Bundesliga-Hockeyherren des Club an der Alster.

Der frühere Nationalspieler Sebastian Biederlack ist seit Sommer Cheftrainer der Bundesliga-Hockeyherren des Club an der Alster.

Foto: Marcelo Hernandez / MARCELO HERNANDEZ / FUNKE Foto Services

Der Kampf um die Spitzenplätze in der Hallenhockey-Bundesliga der Herren ist entschieden.

Hamburg. In ihren rot-weißen Trainingsanzügen wären sie glatt als Fans des Club an der Alster durchgegangen. Und am Ende eines intensiven Lokalderbys in der Hallenbundesliga Nord, das Alsters Hockeyherren am Sonnabendnachmittag mit 10:4 gegen den Uhlenhorster HC gewannen, waren Kroatiens Nationalspieler zumindest tief beeindruckt von dem, was sie gesehen hatten.

Das Team bereitet sich in diesen Tagen in Hamburg auf die Hallen-EM der B-Division vor, die am kommenden Wochenende in Luzern (Schweiz) stattfindet. Ein Bundesliga-Topspiel bietet für Mannschaften der Güteklasse Kroatiens Anschauungsunterricht auf höchstem Niveau, deshalb hatte der Trainerstab die Partie in der überfüllten Alster-Halle am Rothenbaum ausgewählt.

Tatsächlich lief der Motor des Titelverteidigers gegen einen in Abwehrverhalten und Torchancenverwertung ungenügend agierenden UHC fast wieder auf Meistertemperatur, auch wenn Cheftrainer Sebastian Biederlack vor solchen Vergleichen warnte. „Es entwickelt sich vieles in die richtige Richtung, aber wir spielen nicht konstant auf dem Niveau, das wir brauchen, um die Endrunde zu erreichen“, sagte er.

Auch der Hamburger Polo Club steht als Viertelfinalteilnehmer fest

Zumindest die Teilnahme am Viertelfinale, für das sich die beiden Bestplatzierten der Nordstaffel qualifizieren, hat Alster nach einem 8:5-Sieg am Sonntag beim Großflottbeker THGC sicher. Der Tabellenletzte hatte am Sonnabend im Abstiegskampf eine 6:9-Schlappe bei DTV Hannover erlitten und steht mit drei Punkten Rückstand auf das einzige außerhalb Hamburgs verortete Nordteam vor dem Abstieg.

Entschieden ist auch der Kampf um Platz zwei, nachdem der UHC am Sonntag beim 7:8 gegen den Harvestehuder THC erneut verlor. Damit steht auch der Hamburger Polo Club, der 8:7 beim HTHC und 15:3 gegen Hannover siegte, als Viertelfinalteilnehmer fest. „Das ist der größte Erfolg der Vereinsgeschichte“, freute sich Polo-Chefcoach Matthias Witthaus. Im Fernduell mit dem einen Punkt besseren Tabellenführer um das Heimrecht gegen den Ostzweiten muss Polo am 26. Januar den UHC besiegen und auf einen Ausrutscher Alsters gegen Hannover hoffen.

Nur noch theoretischer Natur ist die Hoffnung der UHC-Damen aufs Viertelfinale. Zwar gewannen sie nach einem 1:5 bei Alster 6:5 gegen den HTHC, der allerdings bei nur noch einem ausstehenden Spiel drei Punkte und 17 Tore Vorsprung aufweist. Ein Punkt gegen Großflottbek würde dem HTHC am kommenden Sonntag also reichen, um den zweiten Platz zu sichern. Alster hat nach einem 5:5 in Großflottbek mit drei Punkten und 15 Toren vor dem HTHC und einem Heimspiel gegen den Fünften Eintracht Braunschweig zum Hauptrundenabschluss beste Chancen auf Platz eins.