Amateurfußball

Pechvogel Mert Kepceoglu leidet unter Sasel-Fluch

Lesedauer: 5 Minuten
Mirko Schneider und André Matz
Es tut so weh! Meiendorfs Mert Kepceoglu (Mitte) kann das Feld gestützt von seinen Mannschaftskameraden nur unter großen Schmerzen verlassen.

Es tut so weh! Meiendorfs Mert Kepceoglu (Mitte) kann das Feld gestützt von seinen Mannschaftskameraden nur unter großen Schmerzen verlassen.

Foto: Andre Matz

Schwere Verletzung für MSV-Spieler, HEBC verspeist ETV, Falkes Crowdfunding läuft erfolgreich.

Pechvogel Kepceoglu Der TSV Sasel ist im Moment das Maß aller Dinge in der Oberliga. Im Nachbarschaftsduell setzte sich das Team von Trainer Danny Zankl beim Meiendorfer SV ungefährdet mit einem klaren 3:0 durch. Es war der erste Saseler Erfolg in Meiendorf seit 60 Jahren und der fünfte Sieg im fünften Punktspiel. Macht Platz eins. Bitter für den unterlegenen MSV war zudem die Verletzung von Mert Kepceoglu, der mit Verdacht auf Kreuzbandriss ins Krankenhaus gebracht wurde. In der vergangenen Saison hatte sich Kepceoglu exakt diese schwere Verletzung ebenfalls gegen den TSV zugezogen. Nun stand er erst das zweite Mal seitdem wieder von Beginn an auf dem Platz – und es erwischte ihn erneut. „Die Ärzte hatten gesagt, dass Mert fit ist. Dass seine Muskulatur stark ist und dass nichts passieren kann“, sagte Meiendorfs Trainer Baris Saglam deprimiert. „Die Niederlage interessiert mich gar nicht so sehr. Die Verletzung von Mert ist viel schlimmer.“


Falke kurz vor dem Ziel. Das Crowdfunding des HFC Falke steht kurz vor dem Erreichen des ersten Ziels. 50.00o Euro wollte der Nord-Bezirksligist im Zeitraum zwischen 11. Juli und 31. August einsammeln. Langfristiges Ziel ist ein eigener Sportplatz für den von früheren HSV-Fans gegründeten Amateurclub. Sechs Tage vor dem Ende der Kampagne hat Falke von circa 650 Unterstützern knapp 44.000 Euro an Spenden erhalten. „Wir sind begeistert, dass so viele Leute ihr Scherflein beigetragen haben. Besonders vor dem Hintergrund, dass kein Großsponsor dabei ist“, sagte Falke-Präsidentin Tamara Dwenger. „Unser Ziel ist es, Sensibilität für die Sportplatzproblematik in Hamburg zu schaffen. Falke wird bei diesem Thema laut und kreativ bleiben. Wer Karmapunkte sammeln will, kann gerne noch spenden“, so Dwenger. Gespendet werden kann unter www.startnext.com/falkenfieber


Stier hält Wort.
Seinen Worten Taten folgen ließ Trainer Marco Stier von Oberligist Barmbek-Uhlenhorst gegen den FC Süderelbe. Nach dem 3:3 bei Hamm United hatte der Coach wütend sechs Wechsel in der Startformation angekündigt. Stier legte einen drauf, tauschte sieben Spieler aus. Der Erfolg: BU siegte 3:1. „In der ersten Halbzeit lief spielerisch nicht besonders viel, aber das war mir egal“, gab Stier nach der Partie offenherzig zu. „Ich musste so handeln. Als Trainer hat man ein Gespür für so etwas. Und das Ergebnis gibt mir recht.“

Kein Frühstück auf HEBC-Nacken. Das erste Eimsbütteler Derby seit fast fünf Jahren heizten die Gäste im Vorhinein an. Ein „Frühstück auf eurem Nacken“ wollte der Eimsbütteler TV beim Erzrivalen einnehmen, wie es auf der eigenen Homepage hieß. Eine Anspielung auf die Anstoßzeit auf dem Reinmüller-Platz des HEBC an der Tornquiststraße um 10.45 Uhr. Vor 400 Fans verspeiste der HEBC dann allerdings im Spitzenspiel der Landesliga Hammonia zumindest vom Ergebnis her den ETV. Die Gäste führten nach einem starken Auftritt zwar verdient dank Mert Erdal (25.), ein Platzverweis gegen den ETVer Samuel Olayisoye wegen einer Notbremse (43.) und der Ausgleich für den HEBC durch Jorma Eggers im Anschluss an den fälligen Freistoß (44.) verschoben aber die Kräfteverhältnisse. Trotz Unterzahl schlug sich der ETV auch in Hälfte zwei sehr gut, doch Tjroven Köhler (62.) und Janosch Rinckens (90.+4) trafen zum 3:1-Endstand für den HEBC. Das Tor von Rinckens sicherte den Gastgebern zudem die Tabellenführung vor TuRa Harksheide und Trainer Özden Kocadal freute sich: „Meine Mannschaft hat viel Willen gezeigt.“ ETV-Coach Dennis Mitteregger war hingegen geknickt: „Heute hat hier die bessere Mannschaft verloren.“


Ebbers auf Titeljagd. Die Senioren des SC Victoria haben die norddeutsche Meisterschaft errungen. In Melbeck (Landkreis Lüneburg) schlug der SCV unter der Regie von Trainer Ronald Lotz, der bei Vicky auch als Vereinspräsident fungiert, im Finale Eintracht Nordhorn 2:1. Victorias Trainer und Ex-St.-Pauli-Stürmer Marius Ebbers (41) erzielte zwei der insgesamt sieben Turniertreffer seines Teams. Das Wochenende machte für Ebbers das 7:0 seines SC Victoria bei Rugenbergen perfekt. Und Lotz sagte am Rande der Partie selbstbewusst: „Wir sind mit Victorias Senioren Hamburger Pokalsieger, Hamburger Meister und norddeutscher Meister. Zur deutschen Meisterschaft in Berlin in drei Wochen fahren wir nicht, um einen Ausflug zu machen. 2018 waren wir Vierter, in diesem Jahr wollen wir den Titel holen.“


HFV-Empfang. Der 12. Jahresempfang des Hamburger Fußballs findet am heutigen Montagabend im Grand Elysée Hotel (Rothenbaumchaussee 10, 18.30 Uhr) in Hamburg statt. Unter anderem werden der Spieler, der Trainer und der Schiedsrichter des Jahres im Hamburger Amateurfußball feierlich geehrt.

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