Fußball-Ticker

Klopp holt den nächsten Titel – und eine Frau pfeift

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Klopps FC Liverpool gewinnt Uefa-Supercup

Trainer und Champions-League-Sieger Jürgen Klopp hat mit dem FC Liverpool den nächsten Pokal errungen. Der FC Liverpool gewann in Istanbul im europäischen Supercup im Elfmeterschießen 5:4 gegen den FC Chelsea, der in der Vorsaison in der Europa League triumphiert hatte. Torhüter Adrián hielt den letzten Strafstoß von Tammy Abraham. Nach regulärer Spielzeit und Verlängerung hatte es 2:2 (1:1, 0:1) gestanden. Sadio Mané sorgte nach Chelseas Führung durch Olivier Giroud (36.) mit seinen Toren in der 48. und 95. Minute für die Wende. Jorginho glich per Foulelfmeter (101.) für die Blues aus. Am Ende erlebte Chelsea-Coach Frank Lampard, der mit einem 0:4 bei Manchester United in die neue Saison gestartet war, aber doch die nächste Enttäuschung seiner jungen Trainer-Karriere.

Schiedsrichterin Stéphanie Frappart lieferte im Besiktas Park eine unaufgeregte Premiere als erste Frau in einem bedeutenden Uefa-Wettbewerbsspiel im Männerfußball ab. Die 35-jährige Französin lag mit ihren Entscheidungen meist richtig und ließ sich auch nicht aus der Ruhe bringen, als ein Flitzer in der ersten Halbzeit zum Sprintduell gegen mehrere Ordnern ansetzte.

Friedl über Toprak-Transfer: "Musste nachdenken"

Werder Bremens Abwehrspieler Marco Friedl hat sich ungewöhnlich offen über die Verpflichtung seines Verteidiger-Kollegen Ömer Toprak geäußert. „Ich musste schon einen Moment darüber nachdenken. Für mich war es erst im zweiten Moment so richtig in Ordnung“, sagte der 21 Jahre alte Österreicher am Mittwoch in Bremen gegenüber Journalisten. „Ich wusste aber, dass wir Verstärkung brauchen. Und er kann uns sofort weiterhelfen.“

Mit der Verpflichtung des erfahrenen Toprak von Borussia Dortmund hatten die Bremer am vergangenen Wochenende auf ihre Verletzungsprobleme in der Abwehr reagiert. Eigentlich sollte Friedl am nächsten Sonnabend beim ersten Bundesliga-Spiel gegen Fortuna Düsseldorf in der Innenverteidigung spielen. Jetzt muss der U21-Nationalspieler Österreichs aber wahrscheinlich wieder auf die linke Abwehrseite ausweichen. Nach anderthalb Jahren als Leihspieler bei Werder hat ihn der Verein in diesem Sommer für rund 3,5 Millionen Euro fest vom deutschen Meister FC Bayern München verpflichtet.

Rauball will weiter BVB-Präsident bleiben

Reinhard Rauball wird nach seinem Abschied bei der Deutschen Fußball Liga in der kommenden Woche sehr wahrscheinlich noch eine Amtszeit als Präsident von Borussia Dortmund dranhängen. „Ich habe am Donnerstag ein Gespräch mit dem Vorsitzenden des Wahlausschusses“, sagte der 72-Jährige bei einem Pressegespräch am Mittwoch in Dortmund und kündigte an: „Er wird nicht sehr überrascht sein, wenn ich ihm sage, dass ich noch mal drei Jahre weitermachen werde, wenn die Mitgliederversammlung mich wählt.“

Bei der DFL wird Rauball – wie schon im September 2018 angekündigt – in der kommenden Woche nach zwölf Jahren an der Spitze aufhören. Dem BVB steht er seit 2004 zum dritten Mal vor.

Chemnitz-Drama: Notvorstand in Haft?

Der Streit zwischen Insolvenzverwalter und Notvorstand beim Drittligisten spitzt sich dramatisch zu. Wenige Tage vor der Mitgliederversammlung am Montag hat Insolvenzverwalter Klaus Siemon beim Chemnitzer Insolvenzgericht beantragt, die drei Mitglieder des Notvorstands für die Dauer der Veranstaltung inhaftieren zu lassen. Das bestätigte ein Sprecher des Amtsgerichts der Deutschen Presse-Agentur (dpa) am Mittwoch. Zuerst hatten „Tag24“ und die „Freie Presse“ darüber berichtet.

Der Notvorstand des Clubs besteht aus Andreas Georgi, Annette Neuerburg und Frank Sorge. Eine Entscheidung über den Antrag ist nach Sprecher-Angaben noch nicht gefallen. Allerdings sind die Erfolgsaussichten eher gering.

Die Mitgliederversammlung des CFC findet am kommenden Montag von 18.30 Uhr an in der Messe statt. Dort soll ein neuer Aufsichtsrat gewählt werden, woran sich der neuerlich Streit entzündet hat. Auf der aktuell vorliegenden Liste stehen zwei Kandidaten, gegen die sich Siemon ausspricht. Der Insolvenzverwalter will erreichen, dass nur Personen gewählt werden dürfen, zu denen er seine Zustimmung gegeben hat. Ob dies rechtens ist, muss noch geklärt werden.

Chemnitz war am Sonntag dem HSV in der ersten Runde des DFB-Pokals erst im Elfmeterschießen unterlegen. Im Rahmen dieses Spiel hatten CFC-Fans ihren Unmut gegenüber Insolvenzverwalter Siemon unter anderem über Transparente geäußert.

Kovac fordert nach Perisic weitere Neue

Mit dem Transfer von Ivan Perisic hat Bayern München seine Suche nach Verstärkungen noch nicht abgeschlossen. „Fakt ist, dass wir noch etwas brauchen. Wir müssen noch zulegen“, sagte Trainer Niko Kovac vor dem Bundesliga-Auftakt des Rekordmeisters am Freitag gegen Hertha BSC (20.30 Uhr/ZDF und DAZN).

Er freue sich, „dass Ivan der Erste ist. Wir wissen aber auch, dass es zu Verletzungen kommen kann. Darauf müssen wir vorbereitet sein. Wir brauchen Spieler, die den Kader auffüllen und besser machen. Wir sind dabei, den Kader bis 2. September noch zu verstärken“, ergänzte Kovac.

Der FC Bayern hatte Perisic am Dienstag zunächst für ein Jahr von Inter Mailand für fünf Millionen Euro ausgeliehen. Die Münchner besitzen danach eine Kaufoption in Höhe von 20 Millionen.

Der 30 Jahre alte Mittelfeldspieler absolvierte am Mittwoch sein erstes Training mit der Mannschaft. Für das Hertha-Spiel ist Perisic aber gesperrt, da er in der letzten Partie für Inter in der vergangenen Spielzeit der Serie A seine fünfte Gelbe Karte gesehen hatte.

Kovac ist von seinem Landsmann überzeugt. „Er ist einer der Top-3-Spieler in der Nationalmannschaft. Er ist beidbeinig sehr stark, aggressiv im Anlaufen, ein Mannschaftsspieler und super im Kopfball. Ich bin sicher, dass er uns das gibt, was wir brauchen“, sagte Kovac, der gegen Hertha neben Perisic noch auf den angeschlagenen Javi Martinez (Knieprobleme) verzichten muss.

Fall Tönnies: Fan-Forscher kritisiert Schalke

Der Fan-Forscher Gunter A. Pilz hat den Umgang des Ehrenrates von Schalke 04 mit Aufsichtsratsboss Clemens Tönnies scharf kritisiert. „Es erschüttert mich, wie der sogenannte Ehrenrat des Vereins mit Clemens Tönnies umgegangenen ist“, sagte der 74-Jährige im Interview dem Reutlinger General-Anzeiger. „Ich kann und darf nach Aussagen, wie sie Clemens Tönnies getätigt hat, nicht zur Tagesordnung übergehen.“

Tönnies hatte als Festredner beim „Tag des Handwerks“ in Paderborn Steuererhöhungen im Kampf gegen den Klimawandel kritisiert. Stattdessen solle man lieber jährlich 20 Kraftwerke in Afrika finanzieren. „Dann würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn’s dunkel ist, Kinder zu produzieren.“

Rassismus-Vorwürfe gegen Tönnies stufte der Ehrenrat anschließend als „unbegründet“ ein. Allerdings habe der Unternehmer „gegen das in der Vereinssatzung und im Leitbild verankerte Diskriminierungsverbot verstoßen.“ Der Fleischfabrikant lässt sein Amt im Aufsichtsrat des Revierclubs nun für drei Monate ruhen. Für seinen Aussagen hatte er sich entschuldigt. Am Donnerstag beschäftigt sich die Ethik-Kommission des DFB mit dem Fall.

Union-Boss unterstützt Protest gegen RB Leipzig

Der von der Fan-Gruppe Wuhlesyndikat initiierte Protest bei der Bundesliga-Premiere von Union Berlin stößt bei Union-Präsident Dirk Zingler auf Unterstützung. „Die Fans haben den Verein auf ihrer Seite“, sagte der 54-Jährige dem Radiosender Radioeins vom rbb und protegierte den Stimmungsboykott bei der Heimpremiere gegen RB Leipzig am Sonntag im Stadion an der Alten Försterei (18 Uhr/Sky).

Zuvor hatte Union-Torhüter Rafal Gikiewicz die Fans aufgefordert, das 15-minütige Schweigen zu Beginn des Spiels zu unterlassen, um dem Gegner zu zeigen, wer Herr im Haus sei. Neuzugang Neven Subotic zeigte dagegen Verständnis. „Denn auch ich finde die Kapital-Entwicklung im Fußball nicht positiv“, sagte der Verteidiger.

Unterdessen haben die Ultra-Fans vom Wuhlesyndikat ihre Aktion gegen den Verein aus Leipzig begründet. „Genau die Tatsache, dass wir nun unser erstes Bundesligaheimspiel begehen werden und gleichzeitig gegen einen der größten Feinde unserer Werte protestieren, unterstreicht noch einmal die Dringlichkeit dieser Angelegenheit, die beim besten Willen nicht irgendeiner „Ultrà-Laune“ entwachsen ist!“, schreiben die Fans auf ihrer Webseite.

Dabei schwingt sogar ein wenig Wehmut mit: „Es schmerzt, das erste Bundesligaspiel unseres Vereins in einem solchen Rahmen begehen zu müssen und doch liegt hier die große Chance, zu beweisen, dass wir genau deshalb ein Gewinn für die Bundesliga sind – weil wir bereit sind, für unsere Werte und unsere Art der Vereinskultur zu kämpfen und Opfer zu bringen.“

Rode feiert Frankfurter Saisonpremiere

Eintracht Frankfurts Trainer Adi Hütter wird im Rückspiel der 3. Qualifikationsrunde zur Europa League am Donnerstag gegen den FC Vaduz (20.30 Uhr/Nitro) seiner zweiten Reihe eine Chance geben. „Wir werden sicherlich mehr rotieren als sonst“, sagte der Österreicher am Mittwoch angesichts des klaren Erfolgs (5:0) im Hinspiel.

Der Halbfinalist der Vorsaison, der wie immer im Europacup vor ausverkauftem Haus auflaufen wird, steht schon so gut wie sicher in den Play-offs. Dort werden die Hessen auf Racing Straßburg oder Lokomotive Plowdiw/Bulgarien treffen. Am Sonntag steht für die Eintracht der Ligastart gegen die TSG Hoffenheim (15.30 Uhr/Sky) auf dem Programm.

Mittelfeldspieler Sebastian Rode wird gegen die Liechtensteiner aus Vaduz seine Saisonpremiere feiern. Der 28-Jährige war in der Rückrunde der vergangenen Saison bereits von Borussia Dortmund an Frankfurt ausgeliehen. Am Saisonende erlitt Rode einen Knorpelschaden im rechten Knie, dennoch verpflichtete die Eintracht den Profi für vier Millionen Euro.

Hansa Rostock droht hohe Choreo-Strafe

Das Aus im DFB-Pokal hat für den Drittligisten FC Hansa Rostock sehr wahrscheinlich auch ein teures finanzielles Nachspiel. Die Vereinsführung geht nach dem Abbrennen von Pyrotechnik und einer kontrovers diskutierten Fan-Choreographie auf der Südtribüne von einer empfindlichen Strafe aus. "Ich rechne mit einer Geldstrafe in Höhe von 15.000 bis 20.000 Euro“, sagte Vorstandschef Robert Marien der Ostsee-Zeitung.

Ein Hansa-Fanclub hatte am Montagabend am Rande der Partie gegen den VfB Stuttgart (0:1) aus Anlass seines 20-jährigen Bestehens eine Choreographie gezeigt. Dabei wurde auch ein großflächiges Werbeband in Frakturschrift „Außer Rand und Band, für Verein und Vaterland“ gezeigt. „Ich fand das sehr deplatziert. Es war ein hässlicher Punkt in diesem schönen Rahmen“, sagte Hansas Aufsichtsratsvorsitzender Günter Fett der Zeitung.

Die vorab informierte Clubführung hatte die Choreographie zur Prüfung beim Staatsschutz eingereicht. „Verboten werden Dinge, die nicht rechtskonform sind oder Sicherheitsbedenken hervorrufen. Die Prüfung durch den Staatsschutz hat keine Auffälligkeiten ergeben“, sagte Marien.

Hansa Rostock ist wegen Verfehlungen seiner Anhänger immer wieder zur Kasse gebeten worden. Allein in der vergangenen Saison musste der einstige Bundesligist weit über 100.000 Euro an Strafen bezahlen.

Große Personalsorgen bei RB Leipzig

RB Leipzig hat wenige Tage vor dem Bundesliga-Start große Personalsorgen. Beim Training am Mittwoch fehlten gleich sieben Stammspieler. Noch ist nicht völlig absehbar, wer von den angeschlagenen Spielern es für das Spiel bei Neuling 1. FC Union Berlin am Sonntag (18.00 Uhr/Sky) in den Kader schafft.

Nationalspieler Marcel Halstenberg und der französische Innenverteidiger Dayot Upamecano fehlten mit Knieproblemen. Marcel Sabitzer, beim 3:2 im DFB-Pokal in Osnabrück noch zweifacher Torschütze, musste wegen eines überstreckten Knies passen. Emil Forsberg (Achillessehne) und Kevin Kampl (Sprunggelenk) verzichteten aus Belastungsgründen ebenso wie Vize-Kapitän Diego Demme (muskuläre Probleme) auf das Mannschaftstraining. Der französische Stürmer Jean-Kévin Augustin wird wegen einer Bänderdehnung im rechten Sprunggelenk am Sonntag sehr wahrscheinlich nicht im Kader stehen.

Offiziell: ARD angelt sich Metzelder und Broich

Die Ex-Profis Christoph Metzelder und Thomas Broich sind die neuen TV-Experten in der ARD. Beide sollen abwechselnd bei Live-Übertragungen zum Einsatz kommen und das Geschehen auf dem Platz analysieren und einordnen, teilte die ARD am Mittwoch mit. Das Duo soll auch die EM-Spiele im nächsten Jahr analysieren. ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky bezeichnete beide als „sympathische, kluge und unterhaltsame Fußball-Experten“.

Metzelder war bis zur vergangenen Saison für den Pay-TV-Sender Sky tätig. Bei der ARD werden der ehemalige Nationalspieler und Broich nun Nachfolger von Thomas Hitzlsperger. Er musste seine Tätigkeit als TV-Experte beenden, da er beim VfB Stuttgart seit Februar als Sportvorstand arbeitet.

Ein Gastspiel im Ersten hatte Metzelder bereits im April gegeben. Bei der Live-Übertragung des Ruhr-Derbys zwischen Dortmund und Schalke hatte er, damals noch bei Sky unter Vertrag, als Co-Kommentator von ARD-Kommentator Steffen Simon gearbeitet. Broich war bereits am vergangenen Montag als Experte beim DFB-Pokalspiel zwischen Energie Cottbus und Bayern München im ARD-Einsatz.

„Die neue Aufgabe lässt sich sehr gut mit meinem Engagement beim TuS Haltern am See und dem Fußballlehrer-Lehrgang, den ich gerade absolviere, verbinden“, sagte Metzelder. Der 38 Jahre alte frühere Innenverteidiger spielt am Sonntag bei der Auslosung der zweiten DFB-Pokalrunde Losfee.

Gladbach holt Afrika-Champion Bensebaini

Borussia Mönchengladbach hat drei Tage vor dem Saisonstart gegen Schalke 04 noch einmal auf dem Transfermarkt zugeschlagen. Der fünfmalige deutsche Meister verpflichtete Defensivspieler Ramy Bensebaini vom französischen Pokalsieger Stade Rennes. Der 24-Jährige erhält einen Vierjahresvertrag bis Juni 2023.

„Ramy ist der Spieler, den wir für unseren Kader noch gesucht haben. Er ist als linker Verteidiger oder Innenverteidiger einsetzbar und bringt viel Erfahrung aus drei erfolgreichen Jahren bei einem sehr guten Club aus der französischen Ligue 1 mit“, sagte Sportdirektor Max Eberl. Mit der algerischen Nationalmannschaft gewann Bensebaini in diesem Jahr den Afrika Cup.

Stadionmüll: Umwelthilfe schlägt Alarm

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert von der DFL einen Beschluss zum Einsatz von Mehrwegbechern von der Bundesliga bis zur 3. Liga. Laut Mitteilung rechnet die DUH für die Saison 2019/2020 mit einem Müllberg aus über sieben Millionen Einweg-Plastikbechern.

"Die DFL muss endlich ein Abfallvermeidungsziel festlegen, eine klare Empfehlung für Mehrwegbecher aussprechen und die Vereine bei der Implementierung von Mehrwegsystemen durch Handlungsleitfäden sowie ein Beratungsangebot unterstützen“, sagte Thomas Fischer, Leiter Kreislaufwirtschaft bei der DUH.

Laut DUH-Umfrage setzen in dieser Spielzeit insgesamt 35 von 56 Vereinen beim Getränke-Ausschank auf wiederbefüllbare Mehrwegbecher. Einweg-Plastikbecher kommen demnach in der Eliteklasse noch bei Schalke 04, dem FC Augsburg, FSV Mainz 05 und der TSG Hoffenheim zum Einsatz.

Balotelli offenbar zurück nach Italien

Mario Balotelli kehrt offenbar nach Italien zurück. Wie italienische Medien berichten, soll der 29-Jährige in seiner Heimat beim Aufsteiger Brescia Calcio einen Dreijahresvertrag unterschrieben haben.

Das Gehalt des als Skandalnudel bekannten 36-maligen Nationalspielers, dessen Vertrag bei Olympique Marseille zum Saisonende ausgelaufen war, liege demnach bei 2,5 Millionen Euro plus Boni in Höhe von 500.000 Euro. Am Donnerstag soll der Transfer des Deutschland-Schrecks, der beim 2:1 im EM-Halbfinale 2012 beide Tore der Squadra Azzurra erzielte hatte, offiziell vermeldet werden.

Hübner: Weiter Hoffenheim statt England

1899 Hoffenheim hat den Vertrag mit Abwehrspieler Benjamin Hübner vorzeitig um ein Jahr bis zum Sommer 2022 verlängert. Der 30-Jährige war 2016 vom FC Ingolstadt zur TSG gewechselt, für die er seither 62 Bundesligaspiele bestritt.

"Benni ist einer der Führungsspieler in unserem Team und war in den vergangenen Jahren Leistungsträger und Garant für unseren Erfolg“, begründete TSG-Profichef Alexander Rosen die Vertragsverlängerung. Hübner hatte zuletzt ein lukratives Angebot aus England ausgeschlagen und sich für einen Verbleib im Kraichgau entschieden.

DFB: EM-Vorbereitung in Seefeld?

Die deutsche Nationalmannschaft könnte sich in Seefeld/Tirol auf die EM 2020 vorbereiten. Nach Informationen der Sport Bild hat der DFB das Hotel Nidum in der Woche nach dem Pokalfinale (23. Mai) für sich reservieren lassen. „Es stimmt, dass wir auch mit Seefeld Gespräche führen und die Region dort eine gute Option ist. Unterschrieben ist aber noch nichts“, teilte DFB-Pressesprecher Jens Grittner dem SID am Mittwoch mit.

Ihr Quartier für die EM (12. Juni bis 12. Juli) wird die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw in Herzogenaurach aufschlagen. Die DFB-Auswahl wird in der „World of Sports“ von Partner adidas wohnen und trainieren.

Die fränkische Kleinstadt liegt rund 190 km und damit knapp zwei Busstunden von der Münchner Allianz Arena entfernt, wo das DFB-Team im Falle der Qualifikation bei der EURO mindestens zwei Gruppenspiele bestreiten wird. Der Nürnberger Flughafen, auf dem kein Nachtflugverbot herrscht, ist in weniger als einer halben Stunde erreichbar.

Düsseldorfs Barkok fällt länger aus

Fortuna Düsseldorf muss längere Zeit auf Aymen Barkok (21) verzichten. Der Mittelfeldspieler hat im Testspiel beim Kreisligisten TSV Krefeld-Bockum (7:0) am Dienstag eine Schultereckgelenksprengung und Muskelverletzung erlitten und muss nach Vereinsangaben an der rechten Schulter operiert werden. Am Sonnabend (15.30 Uhr/Sky) starten die Düsseldorfer bei Werder Bremen in die neue Bundesliga-Saison.

Champions League: Leipzig droht Hammergruppe

RB Leipzig wird bei der Auslosung zur Gruppenphase der Champions League mit den am schwächsten eingestuften Mannschaften in einem Topf sein. Bereits vor den Playoffs ist klar, dass RB mit einem Club-Koeffizienten von 22,000 neben Teams wie Atalanta Bergamo und OSC Lille aus Topf vier gezogen wird. Damit droht Leipzig im schlimmsten Fall eine Gruppe mit Titelverteidiger FC Liverpool, Real Madrid und Inter Mailand.

Der Club-Koeffizient der Uefa spiegelt die Leistungen der Vereine der vergangenen fünf Spielzeiten wider. Da Leipzig erst zweimal international vertreten war, ist der Wert vergleichsweise niedrig. Die weiteren Bundesligisten Bayern München (Topf 1), Borussia Dortmund (Topf 2) und Bayer Leverkusen (Topf 3) sind auf die anderen Töpfe verteilt.

Die vollständige Zusammensetzung der Lostöpfe steht erst nach der Playoff-Runde am 28. August fest. Die Auslosung der Gruppenphase erfolgt am 29. August in Monaco.

Designer Michalsky lästert über Trikots

Laut Modemacher Michael Michalsky brauchen einige der Bundesligisten dringend Nachhilfe in Sachen Trikotdesign. Schlusslicht seines Rankings beim Nachrichtenportal t-online.de bildet das Outfit von Bayer Leverkusen, welches laut Michalsky „aussieht, als sei es von einer an den Schultern geknöpften Folklorebluse inspiriert.“

Auch Borussia Mönchengladbach auf Rang 17 kommt nicht gut weg. Michalskys Urteil über das Heimtrikot der Fohlen: „Irgendwie scheint es so, als sei es aus Versehen mit grüner und schwarzer Wäsche gewaschen worden und hat sich dabei unglücklich verfärbt.“

Beim Jersey des VfL Wolfsburg fragte der 52-Jährige: „Ist das ein neues Fußball-Trikot oder ein übrig gebliebenes Fan-Shirt von einem Rave aus den späten 90ern?“

Eine Jury der Mediadesign Hochschule in Düsseldorf hatte das Heimtrikot der Niedersachsen mit dem markanten X in einem anderen Ranking auf Rang zwei hinter den 1. FC Köln gesetzt. Trikot-Meister ist für Michalsky Eintracht Frankfurt. „Es hebt sich durch das Streifendesign von allen anderen Trikots ab und bleibt dem Zuschauer im Gedächtnis. Das wird auch in zehn Jahren noch so sein“, sagte der Designer.

Buchmacher legt sich auf Favoriten fest

Für den Sportwettenanbieter bwin ist Bayern München vor dem Bundesliga-Start wieder der Top-Favorit auf den Titel. Mit einer Quote von 1,25 ist der deutsche Fußball-Rekordchampion notiert, es folgen Vizemeister Borussia Dortmund (4,50) und RB Leipzig (15,00).

Auch beim Eröffnungsspiel am Freitag (20.30 Uhr/ZDF und DAZN) gegen Hertha BSC sind die Bayern (1,20) klarer Favorit gegen die Gäste aus der Hauptstadt (12,00). Als Torschützenkönig ist Bayern-Stürmer Robert Lewandowski (1,75) deutlich vor Leipzigs Timo Werner (9,00) und BVB-Kapitän Marco Reus (15,00) notiert. Erster Anwärter auf den direkten Abstieg ist laut Quoten der Aufsteiger SC Paderborn (1,53).

Schalke-Coach Wagner hinterfragt 50+1-Regel

Der neue Schalke-Coach David Wagner sieht die 50+1-Regel als einen Grund für die seiner Ansicht nach wachsenden Unterschiede zwischen den Clubs im deutschen Fußball. „Im Moment ist es in Deutschland so, dass die Kluft zwischen den Vereinen, die ganz vorne stehen, die ständig in der Champions League spielen und allen anderen immer größer wird“, sagte Wagner der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. "Wenn wir einen engeren Wettbewerb haben wollen, dann ist die 50+1-Regel sicher ein Schlüssel dazu.“

Diese in Deutschland bestehende Regelung besagt, dass Stammvereine die Mehrheit an ausgegliederten Profi-Kapitalgesellschaften behalten müssen. Nach Ansicht von Wagner ist die Angst vor Investoren im deutschen Fußball unberechtigt. „Ich glaube, dass hier ein großes Ungeheuer skizziert wird. Wenn Investoren kommen dürfen, muss das nicht gleich bedeuten, dass irgendwelche Oligarchen anfangen, Clubs auseinander zu nehmen“, sagte der Coach des FC Schalke.

Der 47-Jährige, der bis zum Januar den damaligen Premier-League-Club Huddersfield Town trainiert hatte, sieht die bisherige Entwicklung seiner neuen Mannschaft sehr positiv. „Wir sind zwar noch fernab von perfekt, aber ich spüre, dass es Schritte gibt, sowohl auf dem Platz als auch generell in allen Abteilungen des Vereins. Wir wachsen langsam zusammen“, sagte er. Bei seiner Ankunft habe er eine sehr große Vorsicht gespürt. „Es gab hier permanent Veränderungen und nur ganz wenig Kontinuität“, sagte Wagner zu den vergangenen Jahren auf Schalke. „Das ist kein guter Nährboden für Leistung.“

BVB: Watzke kündigt Guerreiro-Entscheidung an

BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat eine Entscheidung über die Zukunft von Raphaël Guerreiro innerhalb der kommenden zwei Wochen angekündigt. „Wir würden gerne mit Rapha verlängern, das ist kein Geheimnis, aber es gehören immer mehrere Parteien dazu“, sagte Watzke den „Ruhr Nachrichten“ und Radio 91.2. „Es wäre ganz gut, wenn wir in den nächsten 14 Tagen Klarheit hätten.“ Der Vertrag des Portugiesen läuft 2020 aus, auch ein Wechsel galt zuletzt als mögliche Option.

Im Fall des 2014er-Weltmeisters Mario Götze hat Watzke dagegen keine Eile. Er wünsche sich „dass wir Mario mehr Zeit lassen“, sagte der Geschäftsführer von Borussia Dortmund. Götze wolle sicherlich erst einmal herausfinden, „wie sein sportlicher Wert in der neuen Saison ist und wie viele Spielanteile er bekommt“. Auch der Vertrag des Offensivspielers bei den Westfalen läuft im kommenden Jahr aus.

Für die neue Bundesliga-Saison, in der der Vizemeister offensiv den Titel als Ziel ausgegeben hat, ist Watzke optimistisch. „Ich glaube, dass wir bereit sind“, sagte er. „Die Basis ist erarbeitet, alle lechzen nach mehr. Und jetzt probieren wir’s halt mal.“