Hamburg

Die Hamburgiade soll 2020 noch größer werden

Sportsenator Andy Grote probierte Disc-Golf aus.

Sportsenator Andy Grote probierte Disc-Golf aus.

Foto: ValeriaWitters / WITTERS

Rund 8000 Teilnehmer machten in diesem Jahr mit. Organisatoren des Betriebssportevents sind zufrieden.

Hamburg. Die Zuschauer staunten nicht schlecht, als sie sahen, was in der Tennishalle des Betriebssportverbandes Hamburg e. V. (BSV) geboten wurde. Sie schauten Spielern zu, die sonderbare Brillen trugen, mit rasselnden Schaumstoffbällen spielten und während des Ballwechsels auch mal daneben schlugen. Blindentennis wurde gespielt. Jeder Interessierte hatte mittels Simulationsbrillen die Möglichkeit, in die Rolle eines Spielers mit eingeschränktem Sehvermögen zu schlüpfen. Für die meisten eine echte Herausforderung und eine neue Sporterfahrung. Manch einer will den Sport nun näher kennenlernen.

Blindentennis war ein Teil der vierten Hamburgiade, die am Sonntag zu Ende ging. In der City Süd wurden zum Abschluss neben Tennis auch Basketball, Stand-up-Paddling, Indoor-Golf oder Teppich-Curling von zahlreichen Besuchern betrieben. Alle Teilnehmer starteten für ihren Arbeitgeber, dennoch konnte jeder mitmachen – egal ob arbeitssuchend, Rentner oder Schüler.

Breites Sportangebot

So kamen am Ende rund 8000 Teilnehmer in mehr als 50 Sportarten zusammen. Die Initiatoren zeigten sich sehr zufrieden mit Ablauf und Organisation der Veranstaltung. „Das Fazit der zwei Wochen ist durchweg positiv“, sagte BSV-Präsident Bernd Meyer. „Wir haben dieses Jahr unser Angebot vergrößern können, was uns sehr freut“. Sportstaatsrat Christoph Holstein ergänzte: „Wir sind froh, dass wir die Sportangebote breit aufstellen konnten, da ist der BSV der ideale Partner.“

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Das Thema Inklusion stand weit oben auf der Agenda. Darüber freuten sich nicht nur die Organisatoren der Veranstaltungen. Auch die aktiven Sportlerinnen und Sportler waren begeistert über den so entstehenden Spirit. „Ich finde es toll, dass die Leute auf unsere Sportart aufmerksam gemacht werden durch dieses Event“, freute sich Blindentennisspielerin Lena Albrecht. Die 32-Jährige hat ein Sehvermögen von rund zwölf Prozent. Sie spielt selbst erst seit zwei Monaten einmal wöchentlich Tennis beim BSV. „Da ich selbst lange nichts von diesem Sport mitbekommen habe, ist es umso schöner, für dieses Thema Aufmerksamkeit zu generieren.“

Die fünfte Hamburgiade im kommenden Jahr wird vom 5. bis 21. Juni steigen – dann sind noch mehr Sportarten geplant.