Fussball-Ticker

Schielt Zidane auf Mourinhos Job bei Manchester United?

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Real Madrid verliert beim UEFA Supercup gegen Atlético

Real Madrid hat das erste Pflichtspiel nach dem Abschied von Weltfußballer Cristiano Ronaldo verloren. Im Finale um den europäischen Supercup gab es gegen Atlético Madrid eine 2:4 (2:2, 1:1)-Niederlage in der Verlängerung. Im estnischen Tallinn setzte sich Atlético am Mittwochabend verdient gegen den Champions-League-Sieger mit dem deutschen Nationalspieler Toni Kroos durch.

Bereits nach 49 Sekunden brachte Diego Costa Atlético erstmals in Führung. Der Franzose Karim Benzema köpfte nach einer Hereingabe von Gareth Bale den Ausgleich (27. Minute). Kapitän Sergio Ramos (63./Handelfmeter) gelang das 2:1 für den Champions-League-Sieger. Der überragende Costa (79.) sorgte für neue Hoffnung beim Europa-League-Gewinner. In der Verlängerung trafen Saúl Ñíguez (98.) und Koke (104.) für Atlético, für das es nach 2010 und 2012 der dritte Erfolg in diesem Wettbewerb war.

Schielt Zidane auf Mourinhos Job?

Real Madrids langjähriger Erfolgscoach Zinedine Zidane soll Interesse haben, Trainer von Manchester United zu werden. Das berichtet die französische Sportzeitung "L'Equipe". Offenbar soll es um ein Engagement ab dem kommenden Sommer gehen. Zidane würde dann Nachfolger von José Mourinho werden, der aktuell wegen seiner anhaltenden Kritik an der Transferpolitik und seiner uninspirierenden Spielweise einen schweren bei den Club-Verantwortlichen und den Fans hat. Ab der Saison 2019/20 könnte Zidane den Red Devils wieder mehr Glanz verleihen.

Früherer Profi überlebt Brückeneinsturz in Genua

Der ehemalige Fußballprofi Davide Capello hat wie durch ein Wunder den Brückeneinsturz von Genua überlebt. Der 33-jährige Italiener stürzte am Dienstag mit seinem Auto in die Tiefe und stieg ohne gröbere Verletzungen aus. "Es war wie eine Szene aus einem Film, es war die Apokalypse", sagte der frühere Torhüter des italienischen Erstligisten Cagliari Calcio dem Fernsehsender Sky TG24.

"Ich weiß nicht, warum mein Auto nicht zerquetscht wurde", sagte Capello. "Ich bin auf der Brücke gefahren, plötzlich gab die Straße vor mir nach." Er habe nach der Landung aus eigener Kraft aussteigen und über die Trümmer zu den Rettungskräften gehen können. Capello beendete 2005 seine Karriere und wurde Feuerwehrmann.

Ramos stichelt gegen Klopp nach Kritik

Die beiden werden wohl keine Freunde mehr: Real Madrids Kapitän Sergio Ramos hat im öffentlichen Disput mit Liverpool-Coach Jürgen Klopp nachgelegt und dessen Kritik an seiner Spielweise im Champions-League-Finale gekontert. „Er versucht, die Niederlage zu erklären. Aber es ist nicht das erste Endspiel, das er verloren hat“, sagte Ramos vor dem europäischen Supercup gegen den Stadtrivalen Atletico Madrid in Tallinn an diesem Mittwoch (21 Uhr/Sky).

Die Königlichen hatten das Finale 3:1 gewonnen. Abwehrspieler Ramos war dabei mit einer überharten Spielweise aufgefallen. Nach einem Sturz durch eine Ringkampf-Einlage des Spaniers hatte zunächst Liverpools Offensivstar Mohamed Salah ausgewechselt werden müssen, der deutsche Keeper Loris Karius erlitt später durch einen Ellbogenschlag von Ramos eine Gehirnerschütterung.

„Ich habe nicht die Absicht, einen Spieler vorsätzlich zu verletzen“, sagte Ramos und ergänzte in Richtung Klopp: „Einige von uns arbeiten seit vielen Jahren auf einem sehr hohen Level. Ich bin nicht sicher, ob er das von sich sagen kann.“ Zugleich zeigte sich Ramos versöhnlich: „Bei der Wahl des besten Trainers habe ich für ihn gestimmt. Er kann sich entspannen.“ Klopp hatte Ramos’ Finalauftritt zuletzt unter anderem als „rücksichtslos und brutal“ bezeichnet.

Werner wünscht sich Özil-Comeback

Angreifer Timo Werner wünscht sich ein Comeback von Mesut Özil in der Nationalmannschaft. „Ich glaube, dass viele in der Mannschaft glücklich wären, wenn Mesut sagen würde, ich mach’s nochmal. Er ist ein Spieler, der den Unterschied ausmachen kann und ist im Team hoch angesehen“, sagte der Leipziger der „Sport Bild“.

Weiter bedauerte Werner die Umstände von Özils Rücktritt aus der Nationalelf. „Ich finde es schade, dass es so endete. Er hat viel für Deutschland geleistet, beim WM-Titelgewinn in Brasilien war er Stammspieler. Man wünscht sich, dass sich beide Parteien nochmals zusammensetzen und nicht auf diese Weise auseinandergehen“, sagte der 22-Jährige.

Pogba-Bruder fällt bei Uerdingen durch

Mathias Pogba, Bruder von Frankreichs Weltmeister Paul Pogba, ist beim Probetraining des Drittligisten KFC Uerdingen durchgefallen. „Mathias hat für einen Neuner einen guten Körper, ist groß. Aber er hat noch zu viele Kilos auf den Hüften“, sagte KFC-Trainer Stefan Krämer der „Bild“. Der 27 Jahre alte und derzeit vertragslose Angreifer hatte zu Wochenbeginn versucht, sich beim ambitionierten Aufsteiger zu empfehlen. Er spielte zuletzt für Sparta Rotterdam. „Mathias hätte der Mannschaft nicht weiterhelfen können. Er ist schon wieder weg“, sagte Krämer.

Chandler am Knie verletzt – Fabian vor Wechsel

Eintracht Frankfurts Abwehrspieler Timothy Chandler droht wegen einer erneuten Knieverletzung eine längere Zwangspause. „Er ist jetzt bei einem Spezialisten. Wir wollen ein Update, um abzuschätzen, was gemacht wird“, sagte Eintracht-Trainer Adi Hütter. Chandler hatte bereits in der Vorsaison Knieprobleme, die ihn in der Rückrunde seinen Stammplatz in der Viererkette kosteten.

Der US-Nationalspieler musste zuletzt wegen der Schmerzen das Training abbrechen und steht für das Erstrundenspiel im DFB-Pokal am Samstag beim Regionalliga-Spitzenreiter SSV Ulm definitiv nicht zur Verfügung. Äußerst fraglich ist der Einsatz von Kroatiens Nationalspieler Ante Rebic, der mit Adduktorenproblemen auszufallen droht.

Keine Zukunft mehr beim DFB-Pokalsieger hat Marco Fabian. Der Mexikaner wurde wie Simon Falette, Marijan Cavar und zuvor schon Marc Stendera, Branimir Hrgota, Daichi Kamada sowie Nelson Mandela in die Trainingsgruppe 2 verbannt. Alle diese Spieler sollen sich einen neuen Verein suchen. Fabian hat in Frankfurt noch einen Vertrag bis 2019. „Er ist ein toller Spieler, aber es gibt noch die Möglichkeit, ihn zu verkaufen“, sagte Hütter.

Effenberg: „Bundesliga wird immer schlechter“

Stefan Effenberg macht sich große Sorgen um das Leistungsvermögen der Bundesliga. „Die Qualität wird immer schlechter“, schreibt der 50-Jährige in seiner Kolumne für t-online und begründet seine These mit der deutschen Transferpolitik.

„Wenn ich mir die Transfers der Bundesligisten anschaue, fällt auf: Der namhafteste Spieler, der von außen dazu gekommen ist, ist Axel Witsel beim BVB. Das ist zweifellos ein richtig guter Spieler, aber er kommt von Tianjin Quanjian aus China und hat noch nie in einer europäischen Topliga gespielt“, so der frühere Bayern-Kapitän, der ergänzte: „Wenn das einer der namhaftesten neuen Spieler ist, dann ist klar: Die Bundesliga ist aktuell nicht attraktiv für Topspieler. Und deshalb bin ich mir auch sicher, dass der Rückstand der Bundesliga zur Premier League und zu den anderen Topligen erheblich größer wird.“

Deshalb würde es den Champions-League-Sieger von 2001 auch nicht wundern, wenn die deutschen Vertreter im Europacup wie in der vergangenen Saison enttäuschen: „Natürlich müssen wir uns darauf einstellen, dass es wieder in einem Desaster endet und dass nur der FC Bayern uns würdig vertreten wird. Das ist ja auch der einzige Verein mit dem Anspruch, das zu tun.“

Effenberg sieht für die Königsklasse schwarz: „Was haben denn Schalke, Dortmund oder Hoffenheim für Ansprüche? Die werden durchweg die Aussage tätigen, dass sie in Europa überwintern wollen. Und das wird eng.“

Auch Schalke an Rudy interessiert

Nach RB Leipzig ist offenbar auch Vizemeister Schalke 04 an einer Verpflichtung von Bayerns Sebastian Rudy interessiert. Nach Informationen der „Bild“ hat sich Schalkes Trainer Domenico Tedesco mit Rudy in München getroffen. Der 28 Jahre alte WM-Teilnehmer besitzt in München noch einen Vertrag bis 2020. Im Mittelfeld der Bayern herrscht aber ein Überangebot. Am Dienstag hatte der SWR vermeldet, dass Rudy für 15 Millionen Euro nach Leipzig wechseln werde. RB bestätigte die Meldung allerdings nicht.

Eto’o wechselt nach Katar

Der Kameruner Samuel Eto’o wechselt vom türkischen Erstligisten Konyaspor zum Qatar Sports Club. Der 37 Jahre alte Torjäger wechselt ohne Ablösesumme nach Katar, nachdem er seinen Vertrag mit seinem bisherigen Club vor gut einer Woche in gegenseitigem Einvernehmen aufgelöst hatte.

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