Fußball-Ticker

Harnik bestätigt Werder-Offerte: "Habe mir Gedanken gemacht"

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EL: Stöger muss zwischen zwei Neuzugängen entscheiden

Dortmunds Trainer Peter Stöger muss sich bei der Nominierung seines Kaders für die Europa League zwischen Michy Batshuayi und Manuel Akanji entscheiden. Nur einen der beiden Neuzugänge darf der Österreicher berufen. Die Frist läuft am Donnerstag um 24 Uhr ab, Stöger hat sich nach eigenen Angaben noch nicht entschieden. Nach dem Abgang des Torjägers Pierre-Emerick Aubameyang dürfte aber Batshuayi die besseren Karten haben.

Laut Statuten der Europäischen Fußball-Union (Uefa) darf maximal ein Spieler nachrücken, der bereits im Europacup für einen anderen Verein in dieser Saison im Einsatz war. Stürmer Batshuayi (FC Chelsea) und Abwehrspieler Ankanji (FC Basel) spielten bereits in der Champions League.

Rückt Mehmedi gleich in die Startelf?

Für VfL-Trainer Martin Schmidt ist Neuzugang Admir Mehmedi definitiv ein Kandidat für einen Einsatz am Sonnabend (15.30 Uhr/Sky) gegen den VfB Stuttgart. "Admir ist einer von 20 Spielern, die spielen können und wollen. Und es ist gut, dass er aus dem vollen Trainings- und Spielbetrieb kommt", sagte der Schweizer.

Von der Verpflichtung des bisherigen Leverkuseners verspricht sich der Coach der Niedersachsen mehr taktische Flexibilität innerhalb seiner Mannschaft: "Ich denke, wir sind jetzt variabler und unberechenbarer geworden." Der 26 Jahre Angreifer hatte am Mittwoch bei den Norddeutschen einen Vertrag bis 2022 unterschrieben. Wolfsburg überwies acht Millionen Euro für Mehmedi an Leverkusen. Die Ablöse kann noch auf zehn Millionen Euro anwachsen.

Harnik bestätigt Werder-Offerte

Der gebürtige Hamburger Martin Harnik hat ein Angebot in der Winterpause von seinem Ex-Club Werder Bremen bestätigt. „Natürlich macht man sich seine Gedanken, wenn so eine Anfrage kommt. Jedes Angebot ehrt einen Spieler auch, und bei Werder hat meine Profilaufbahn ja auch begonnen“, sagte Hannovers Torjäger dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.

Das Bremer Angebot lehnte 96-Manager Horst Heldt jedoch ab. „Für mich ist es auch eine Wertschätzung, wenn der Verein von vornherein sagt, dass er mich nicht abgeben will. Dementsprechend bin ich mit der Entscheidung absolut zufrieden und glücklich, hier zu sein“, erklärte Harnik. „Nichtsdestotrotz habe ich immer betont – und das ist auch so geblieben –, dass ich mich in Hannover super wohl fühle.“

Hoffenheim bangt um Uth

1899 Hoffenheim muss bei Hertha BSC voraussichtlich auf Torjäger Mark Uth verzichten. „Er hat Wadenprobleme, es sieht eher nicht so gut aus“, sagte Trainer Julian Nagelsmann. Uth, der im Sommer zu Schalke 04 wechselt, ist mit zehn Saisontreffern erfolgreichster Angreifer der Kraichgauer. Mittelfeldspieler Lukas Rupp fällt zudem mit Knieproblemen aus.

Goretzka muss wohl erneut passen

Der Einsatz von Schalkes Leon Goretzka gegen Werder Bremen ist fraglich. „Leon hat in dieser Woche wenig trainieren können. Er hat Probleme an der Hüfte und leichte Schmerzen“, erläuterte Schalke-Trainer Domenico Tedesco. Es sei aber nichts Dramatisches. „Es könnte sein, dass er für Samstag eine Option ist“, sagte Tedesco über den 22 Jahre alten offensiven Mittelfeldmann.

Stöger freut sich über Auba-Abgang

BVB-Trainer Peter Stöger hat trotz des sportlichen Verlusts erleichtert auf den Abgang von Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang reagiert. "Es ist gut, dass es vorbei ist, weil das Thema so enorm viel öffentlichen Raum eingenommen hat", sagte Stöger der "Bild". Aubameyang war am Mittwoch nach wochenlangem Poker zum FC Arsenal in die Premier League gewechselt. Der BVB kassiert offiziell eine Ablöse in Höhe von 63,75 Millionen Euro.

Die große Berichterstattung habe sich auf alles andere übertragen, was mit der Mannschaft zu tun gehabt habe. "Als Thema, hinter dem man sich vielleicht auch mal verstecken kann, dient es nun nicht mehr", sagte Stöger.

Dass es Spannungen zwischen dem extrovertierten Torjäger, der seinen Wechsel mit Disziplinlosigkeiten und lustlosen Trainingsauftritten provozierte, und der Mannschaft gegeben hat, dementierte Stöger nicht. Zugleich nahm er Aubameyang in Schutz: "In meiner Zeit ist er nie zu spät gekommen. Er hat ein einziges Mal die Teamsitzung geschwänzt und ein einziges Mal schlecht trainiert, weil er offensichtlich ein Zeichen setzen wollte. Aber sonst hat er sich vernünftig verhalten. Was den Jungs so sauer aufgestoßen ist, kann ich nicht sagen."

Eine Verbannung Aubameyangs auf die Tribüne als Sanktion für sein Fehlverhalten war für Stöger derweil keine Option. "Hätten wir ihn auf die Tribüne gesetzt und womöglich noch bis Sommer gehalten, wäre das Thema nie erledigt gewesen. Und es hätte keinen Gewinner gegeben", sagte der Österreicher.

Aubameyangs Nachfolger Michy Batshuayi, den die Dortmunder bis zum Saisonende vom englischen Meister FC Chelsea ausgeliehen haben, stellte Stöger einen Einsatz am Freitag beim 1. FC Köln (20.30 Uhr/Eurosport Player) in Aussicht. "Er steht voll im Saft und hat keinen Trainingsrückstand", sagte Stöger. Es sei auch nicht undenkbar, dass Batshuayi von Beginn an spiele.

Rassismus-Eklat bei West Ham

Die "Hammers" haben den Direktor für Spielertransfers, Tony Henry, aufgrund von Rassismusvorwürfen suspendiert und Ermittlungen eingeleitet. "Der Club kann bestätigen, dass Tony Henry bis zur Beendigung einer vollständigen und gründlichen Untersuchung suspendiert wurde", teilte ein Vereinssprecher mit. Henry hatte laut englischen Medienberichten Spieleragenten mitgeteilt, dass er kein Interesse an der Verpflichtung afrikanischer Spieler hat, weil sie nur "Chaos verursachen würden".

"Die United-Familie ist sehr offen. Jeder ist – unabhängig von Geschlecht, Alter, Fähigkeit, Rasse, Religion oder sexueller Orientierung - willkommen und wird aufgenommen", sagte der Vereinssprecher und ergänzte: "West Ham wird sich bis zum Abschluss der Ermittlungen nicht mehr äußern."

Van Marwijk will ins Achtelfinale

Australiens neuer Nationaltrainer Bert van Marwijk hofft bei der WM in Russland zumindest aufs Achtelfinale. „Das Einzige, was zählt, ist, die erste Runde zu überstehen“, sagte der 65-jährige Niederländer bei seiner ersten Pressekonferenz am Donnerstag in Sydney.

Der Ex-Trainer des HSV hatte bei den Socceroos vergangene Woche die Nachfolge des Australiers Ange Postecoglou angetreten, der sich nach erfolgreicher Qualifikation verabschiedet hatte. Australien trifft in der Gruppe C auf Frankreich, Dänemark und Peru. Die WM beginnt am 14. Juni.

Als größte Herausforderung nannte Van Marwijk, sich in den verbleibenden viereinhalb Monaten mit den Spielern vertraut zu machen. „Wir haben nicht so viel Zeit. Ich muss die Spieler in relativ kurzer Zeit kennenlernen. Das macht die Aufgabe härter.“ Zugleich bezeichnete er seine neue Mannschaft als „körperlich stark“.

Van Marwijk kennt die Socceroos aus seiner Zeit als Nationaltrainer der Niederlande und Saudi-Arabiens aus eigener Erfahrung. „Ich bin ein realistischer Coach“, sagte er. „Ich mag kreativen Fußball. Ich mag es, den Ball zu haben. Aber ich mag es auch, zu gewinnen. Das ist das Wichtigste.“

Der Niederländer hatte zuletzt die Auswahl Saudi-Arabiens zur WM geführt, dann war sein Vertrag jedoch ausgelaufen. Über eine Weiterbeschäftigung konnte er sich mit dem Verband nicht einigen.

Schalke stockt Angebot für Meyer auf

Schalke 04 will sich die angestrebte Vertragsverlängerung von Mittelfeldspieler Max Meyer angeblich einiges kosten lassen. Nach Angaben der Bild hat der Club dem 22-Jährigen ein neues Angebot unterbreitet, das Meyer ein Gehalt von 5,5 Millionen Euro zusichert. Der Kontrakt des U21-Europameisters läuft am Saisonende aus. Schalke will nach dem Verlust von Leon Goretzka (im Sommer zu Bayern München) den Abgang eines weiteren Leistungsträgers unbedingt verhindern.

Sportvorstand Christian Heidel hatte zuletzt eine baldige Entscheidung in der Personalie angekündigt. "Max wird sich in Kürze entscheiden, ob er über den Sommer hinaus auf Schalke bleiben möchte", sagte Heidel im Interview mit Amazon Music: "Max ist hier sehr glücklich, Schalke ist sein Zuhause. Wir versuchen, ihm das wirtschaftlich so schmackhaft zu machen, wie wir es können".

Meyer spiele die beste Saison seines Lebens. "Der Trainer hat für ihn eine Position gefunden, an die Max nicht geglaubt hat. Ich persönlich auch nicht. Ich glaube, niemand hätte das", sagte Heidel. Meyer feierte 2013 mit 17 Jahren im Champions-League-Achtelfinale gegen Galatasaray Istanbul sein Debüt bei den Schalker Profis.

DFB-Gegner Mexiko schlägt Bosnien

Mexiko hat das erste von drei Testspielen auf US-amerikanischem Boden gewonnen. Der deutsche WM-Gruppengegner besiegte am Mittwoch (Ortszeit) im texanischen San Antonio die Nationalelf aus Bosnien-Herzegowina 1:0 (0:0). Nach einer torlosen ersten Halbzeit sorgte Mexikos Verteidiger Hugo Ayala in der 65. Minute für den entscheidenden Treffer beim Spiel im Alamodome. Kurz vor dem Ende der Partie kassierte der bosnische Mittelfeldakteur Almir Bekić (84.) wegen eines groben Foulspiels die Rote Karte.

Im nächsten Freundschaftsspiel treffen die Mexikaner am 23. März im kalifornischen Santa Clara auf Island. Das dritte und abschließende Spiel in den USA findet am 27. März im texanischen Arlington statt. Der Gegner steht hierbei noch nicht fest. Die DFB-Auswahl bekommt es im ersten WM-Gruppenspiel am 17. Juni in Moskau mit Mexiko zu tun.

Kind prangert Anspruchsdenken an

Hannovers Präsident Martin Kind zeigt sich besorgt über das Anspruchsdenken in Deutschland. "Es gibt hierzulande viele Leute, die alles haben möchten, aber nicht bereit sind, dafür auch etwas zu geben. Das ist etwas sehr Spezielles, was man so in vielen anderen Ländern nicht kennt", sagte der 73-Jährige der "Rheinischen Post". "Wir müssen uns da manchmal schon in unserer Mentalität hinterfragen. Im Fußball zum Beispiel wollen alle, dass die Clubs auch international erfolgreich sind, aber dafür muss man auch Dinge verändern können."

Kind hat bei der DFL den Antrag zur Übernahme der Mehrheitsanteile an Hannover 96 gestellt. Er habe offiziell noch keinen Termin für die Entscheidung erfahren, angeblich will die DFL am Montag über ihren Beschluss informieren. "Es kann am Ende nur eine Entscheidung geben - nämlich zu unseren Gunsten. Sollte es aus welchen Gründen auch immer anders kommen, sind die kommenden juristischen Schritte natürlich schon vorbereitet. Aber ich gehe nicht davon aus, dass es dazu kommen muss", sagte Kind.

Transferschwund in der Dritten Liga

Die Drittligisten haben in diesem Winter so wenige Transfers wie noch nie seit Einführung der eingleisigen Spielklasse in der Saison 2008/09 vorgenommen. Bis zum Transferschluss am Mittwoch bestätigten die 20 Vereine nur 62 Wechsel (35 Zu- und 27 Abgänge). Vor vier Jahren waren es mit 128 noch mehr als doppelt so viele Transfers.

Auch am letzten Transfertag wurden die Klubs nur fünf Mal aktiv. Der abstiegsbedrohte SV Werder Bremen II verpflichtete mit dem erfahrenen Marc-André Kruska von Tabellenführer SC Paderborn sowie dem vereinslosen Damir Bektic noch zwei Spieler. Derweil wartet Schlusslicht FC Rot-Weiß Erfurt noch auf die Bestätigung von drei möglichen Zugängen durch den Deutschen Fußball-Bund - über eine Sonderlösung mit Amateurverträgen bis Saisonende.

Gleich drei Drittligisten blieben den gesamten Winter über ohne Transfers: der Hallesche FC, Preußen Münster und die SpVgg Unterhaching. Am meisten zu tun hatte ausgerechnet Paderborn. Weil Topangreifer Dennis Srbeny nach einem überragenden halben Jahr vom englischen Zweitligisten Norwich City für beachtliche 1,5 Millionen Euro verpflichtet wurde, musste der Tabellenführer reagieren und holte unter anderem Philipp Klement (1. FSV Mainz 05) und leihweise Kwame Yeboah (Bor. Mönchengladbach) als Ersatz.