Fußball

Ex-HSV-Trainer van Marwijk fährt plötzlich zur WM

Und Holland fährt doch zur WM: Fußball-Trainer Bert van Marwijk

Und Holland fährt doch zur WM: Fußball-Trainer Bert van Marwijk

Foto: Imago/VI Images

Niederländer übernimmt die australische Nationalmannschaft. Und der 65-Jährige macht direkt eine Ansage.

Sydney. Der frühere Bundesliga-Trainer und ehemalige Oranje-Coach Bert van Marwijk ist neuer Trainer der australischen Fußball-Nationalmannschaft und wird die Socceroos bei der WM in Russland betreuen. Das teilte der australische Verband am Donnerstag mit. „Wir fahren nicht nach Russland, um dabei zu sein. Ich möchte unsere Spiele gewinnen“, wurde van Marwijk zitiert. Australien spielt bei der WM in der Vorrunde gegen Frankreich, Peru und Dänemark.

Van Marwijk hatte zuletzt die Auswahl Saudi-Arabiens zur Weltmeisterschaft geführt. Nach der erfolgreichen WM-Qualifikation war sein Vertrag ausgelaufen. Der ehemalige Coach von Borussia Dortmund und des Hamburger SV (drei Siege, drei Unentschieden und neun Niederlagen in der Saison 2013/14) hatte sich mit dem Verband Saudi-Arabiens nicht auf eine Weiterbeschäftigung einigen können.

"Bert van Marwijk verkörpert Weltklasse"

„Das ist ein großartiges Ergebnis für den australischen Fußball“, sagte der australische Verbandschef Steven Lowy. Die Erfahrung des Niederländers sei die ideale Voraussetzung für die WM im Sommer. „Bert van Marwijk verkörpert Weltklasse“, sagte Lowy und verwies unter anderem darauf, dass der 65-Jährige die Niederlande bei der WM 2010 ins Finale geführt hatte. Er kenne zudem das Team gut, weil Australien und Saudi-Arabien in der WM-Quali Gruppengegner waren.

Bei den Socceroos war Ange Postecoglou Ende November von seinem Posten zurückgetreten, obwohl sich die Mannschaft in den Playoffs gegen Honduras für die WM qualifiziert hatte. Als Nachfolger des Deutschen Holger Osieck hatte Postecoglou die Elf seit 2013 betreut. Ob van Marwijk auch nach der WM auf dem Posten bleibe oder es eine andere Lösung gebe, werde in naher Zukunft mitgeteilt, hieß es.