Fußball-Ticker

Warum Ex-HSV-Star Uli Stein an Manuel Neuer zweifelt

| Lesedauer: 15 Minuten

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Podolski marschiert im japanischen Pokal

Lukas Podolski (32) ist mit Vissel Kobe ins Halbfinale des japanischen Pokals eingezogen. Im Viertelfinale setzte sich Podolskis Team mit 5:4 im Elfmeterschießen gegen Kashima Antlers durch. Kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit hatte der eingewechselte Mike Havenaar (90.+4 Minute) Kobe mit seinem Treffer zum 1:1 in die Verlängerung gerettet.

Podolski stand erneut die gesamte Spielzeit auf dem Platz und sah in der 43. Minute die Gelbe Karte. Um den Einzug ins Endspiel geht es für Kobe im Halbfinale gegen Osaka.

Matthäus schließt Traineramt im Kosovo aus

Rekordnationalspieler Lothar Matthäus hat Medienspekulationen, wonach er als Nationaltrainer des Kosovo gehandelt wird, dementiert. "Teamchef des Kosovo? Keine Chance! Ich schließe die Möglichkeit aus, dass ich die Nationalmannschaft des Kosovo übernehme könnte", sagte der Kapitän der deutschen Weltmeistermannschaft von 1990 der serbischen Website b92.net.

Zuletzt war der 150-malige Internationale und fünfmalige WM-Teilnehmer vor sechs Jahren als Trainer in Bulgarien tätig gewesen. Zurzeit amtiert der 56-Jährige als Experte beim Pay-TV-Sender Sky.

PSG-Scheich von der Fifa befragt

Die Schweizer Bundesanwaltschaft hat den Präsidenten von Paris Saint-Germain (PSG), Nasser al-Khelaifi, zum Fifa-Korruptionsskandal befragt. Der katarische Geschäftsmann traf am Mittwoch in Bern bei der Bundesanwaltschaft ein. Wie lange die Befragung dauern würde, war zunächst unklar. André Marty, Sprecher der Bundesanwaltschaft, sagte: „Die Welt des Fußballs muss sich mit den Ergebnissen dieser ersten Befragung gedulden.“

Die Justiz ermittelt wegen des Verdachts auf Bestechung. Dabei geht es darum, ob der für zehn Jahre gesperrte Ex-Fifa-Generalsekretär Jérôme Valcke im Zusammenhang mit der Vergabe von Medienrechten für die Weltmeisterschaften von 2026 und 2030 „nicht gebührende Vorteile“ vom PSG-Chef angenommen hat.

Al-Khelaifi ist Geschäftsführer der Sportrechtefirma BeIN Media Group. Er und das Unternehmen weisen alle Anschuldigungen zurück.

Frankfurt plant nicht mehr mit Meier als Profi

Eintracht Frankfurt plant ab der kommenden Saison offensichtlich nicht mehr mit Kapitän Alexander Meier im Kader. "Er hat einen Anschlussvertrag und wird eine Rolle im Verein übernehmen", sagte Eintracht-Manager Fredi Bobic der "Sport Bild" auf die Frage, wie es im Sommer mit dem seit Monaten verletzten Offensivspieler Meier weitergehe.

Der 34 Jahre alte Publikumsliebling ("Alex Meier - Fußballgott"), nach ersten Profi-Schritten beim HSV und FC St. Pauli seit 2004 bei den Hessen und in der Saison 2014/15 Bundesliga-Torschützenkönig, wurde jüngst zum wiederholten Mal an der Ferse operiert und konnte in dieser Saison noch nicht spielen.

"Seine Leidenszeit läuft seit Februar. Es geht ihm nach wie vor nicht gut, auch nach der zweiten OP nicht", sagte Bobic (45), der ein Meier-Comeback in der laufenden Runde aber nicht ausschließt: "Der erste Schritt ist, schmerzfrei das Reha-Training zu absolvieren und dann auf den Platz zurückzukommen."

Brych für Club-WM nominiert

Die Fifa hat den deutschen Schiedsrichter Felix Brych für die Club-WM vom 6. bis 16. Dezember in Abu Dhabi nominiert. Der 42 Jahre alte Jurist aus München vertritt gemeinsam mit seinen Assistenten Mark Borsch (Mönchengladbach) und Stefan Lupp (Zossen) als Referee-Team die Uefa, teilte der DFB am Mittwoch mit.

„Wir freuen uns sehr über die Nominierung“, sagte Brych. „Wir waren noch nie bei diesem Turnier und sind natürlich stolz, weil wir das erste deutsche Schiedsrichtergespann sind, dass Spiele bei der Club-WM leiten darf.“ Darüber hinaus ist Felix Zwayer aus Berlin einer von acht Video-Schiedsrichtern, die in Abu Dhabi zum Einsatz kommen.

Uli Stein zweifelt an Manuel Neuer

Der verletzte Nationaltorwart Manuel Neuer (31) postete ein Foto von sich auf einer Holzbank mit einem klobigen Spezialschuh um den verletzten linken Fuß: "Ein schöner Herbsttag. Für eine Wanderung hatte ich nicht die passenden Schuhe an", schrieb er dazu. Ironisch. Aber leider real ist die Frage nach Manuel Neuers Gesundheitszustand nach einer Operation am Mittelfuß. Zuletzt sagte er dem vereinseigenen fcb.tv: "Wir haben erst mal den Januar ins Auge gefasst mit dem Comeback." Mit Blick auf die Weltmeisterschaft 2018 in Russland will Neuer kein Risiko eingehen. Zuletzt waren schon Zweifel aufgekommen, "ob er so stark zurückkommt wie er war", wie Ex-Nationaltorhüter Uli Stein (früher HSV) dem "Münchner Merkur" sagte. "Zweimal die gleiche Verletzung an derselben Stelle – das schüttelt man nicht so locker ab." Bundestrainer Joachim Löw sagte: "Man sollte den Teufel jetzt nicht an die Wand malen. Ich mache mir aktuell keine Sorgen."

Holen die Bayern doch Thomas Tuchel?

Neues von der offenen Bayern-Flanke: Nun soll doch Thomas Tuchel als Nachfolger des Interimstrainers Jupp Heynckes bei den Münchenern feststehen. Das berichtet die "Sport Bild". Als Heynckes zum FC Bayern kam, hatte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge betont, dies sei keine Entscheidung gegen Tuchel gewesen. Laut "Sport Bild" ist Heynckes anders als 2013 bei der Verpflichtung von Pep Guardiola diesmal in die Suche nach seinem Nachfolger eingebunden. Heynckes (72) lobte bei Amtsantritt die Arbeit junger deutscher Trainer. Bei Bayern wird aber offenbar auch Julian Nagelsmann von 1899 Hofffenheim noch als Trainer gehandelt.

Guardiola schimpft auf den Spielball

Teammanager Pep Guardiola hat eine ungewöhnliche Erklärung für die Probleme von Manchester City im Ligapokal-Achtelfinale gegen Zweitligist Wolverhampton Wanderers (4:1 i.E.) geliefert. Schuld sei der Ball gewesen, sagte der frühere Bayern-Trainer. "Das war kein vernünftiger Ball für einen vernünftigen Wettbewerb. Da geht es nur um Marketing, um Geld, das ist inakzeptabel. Er hatte kein Gewicht, nichts", schimpfte Guardiola.

Der Ball des ältesten Sportartikel-Herstellers der Welt aus London-Finchley (Mitre) kommt neben dem Ligapokal in allen englischen Profiligen mit Ausnahme der Premier League zum Einsatz. In der höchsten Spielklasse wird seit 2000 mit einem Ball eines amerikanischen Herstellers (Nike) gespielt.

City, in der Premier League derzeit die Nummer eins, rettete sich mit Nationalspieler Ilkay Gündogan in der Startelf gegen den Tabellenführer der Championship nur dank mehrerer Paraden von Ersatztorhüter Claudio Bravo in den Shootout. Dort hielt Bravo zwei Elfmeter der Wolves, Nationalspieler Leroy Sane und der ehemalige Wolfsburger Kevin de Bruyne verwandelten für Manchester. Nach 120 Minuten hatte es 0:0 gestanden.

"Mit so einem Ball ist es unmöglich, ein Tor zu erzielen", sagte Guardiola, "das war inakzeptabel für einen Wettbewerb auf Top-Niveau. Er ist kaum zu kontrollieren." Die City-Profis hätten zuvor "ein, zwei Tage" damit trainiert. "Alle meine Spieler haben gesagt: Was ist das? Alle haben sich beschwert."

Ballack spricht von Spannungen mit DFB

Das Verhältnis zwischen dem früheren Nationalmannschafts-Kapitän Michael Ballack und dem DFB ist nach wie vor belastet. „Es gab ein paar Spannungen. Die haben sich bis heute nicht gelockert“, sagte der 98-malige Nationalspieler am Dienstagabend beim „Sportbuzzer Fantalk 3.0“ in Leipzig.

Der dreimalige Fußballer des Jahres hatte seine Karriere 2012 beendet. Eine richtige und würdige Verabschiedung des gebürtigen Görlitzers durch den DFB gab es nicht. „Da gibt es kein böses Blut, aber ein bisschen Eiszeit“, sagte der per Skype in die Talkrunde zugeschaltete Ballack.

Nach seiner Erfolgskarriere hat sich der dreifache Familienvater ins Privatleben zurückgezogen. Ob er irgendwann ins Fußball-Geschäft zurückkehrt, ließ er offen. „Ich kann mir da vieles vorstellen. Aber es ist noch niemand auf mich zugekommen“, sagte der 41-Jährige.

BVB-Coach Bosz lobt Debütant Isak

Borussia Dortmunds Trainer Peter Bosz atmete nach dem Achtelfinal-Einzug im DFB-Pokal tief durch. Durch den 5:0-(1:0)-Sieg beim Drittligisten 1. FC Magdeburg beendete seine Mannschaft die Durststrecke von drei Spielen ohne Sieg. Doch auch für seinen Youngster Alexander Isak freute sich der Niederländer. Das 18 Jahre alte Sturm-Juwel hatte bei seiner Startelf-Premiere gleich getroffen und den wichtigen Führungstreffer vorbereitet.

"Wenn er die Chance bekommt, dann muss er sie auch nutzen. Ich glaube, das hat er heute getan", sagte Bosz über den hochveranlagten Angreifer, der in Magdeburg überraschend den verletzten Pierre-Emerick Aubameyang ersetzte. Isak, der in seiner schwedischen Heimat schon als Nachfolger von Superstar Zlatan Ibrahimovic gehandelt wurde, bedankte sich auf seine Weise für das Vertrauen des Trainers und traf in der 47. Minute zum 2:0.

"Er arbeitet hart, auch im Training", lobte Bosz seinen Nachwuchsmann, der in der letzten Winterpause für 8,6 Millionen Euro zum BVB gewechselt war. Damals war halb Europa hinter dem Schweden mit afrikanischen Wurzeln her. Im letzten halben Jahr war es dann um das Super-Talent ruhiger geworden. Doch vielleicht kommt jetzt neuer Schwung in die Karriere des Teenagers, auch wenn Bosz klarmachte: "Es ist nicht leicht für ihn, weil er Aubameyang vor sich hat."

Drei "deutsche" Aussies in den Play-offs

Drei deutsche Legionäre gehören zum Aufgebot Australiens für die Play-offs zur Weltmeisterschaft 2018 in Russland. Für die beiden Partien gegen Honduras am 10. und 15. November berief Nationaltrainer Ange Postecoglou Matthew Leckie von Hertha BSC sowie die beiden Zweitligaprofis Robbie Kruse vom VfL Bochum und Jamie Maclaren von Darmstadt 98 ins vorläufige Aufgebot der Socceroos.

Der Kader um Altstar Tim Cahill und Kapitän Mile Jedinak von Aston Villa umfasst 30 Spieler, darunter auch der ehemalige Stuttgarter Torhüter Mitch Langerak. In der kommenden Woche sollen sieben Akteure gestrichen werden. Leckie ist im ersten Spiel in Honduras gesperrt.

Leipzigs Keita: "Sind da, wo wir hingehören"

RB Leipzig hat seine anfänglichen Probleme in dieser Saison nach Ansicht von Mittelfeldspieler Naby Keita überwunden. Inzwischen sei der deutsche Vizemeister in seiner zweiten Bundesliga-Saison wieder da, wo er auch hingehöre, sagte Keita in einem Interview der „Süddeutschen Zeitung“ vor dem DFB-Pokal-Hit der zweiten Runde gegen Bayern München.

Das Team habe zuletzt gar nicht viel geändert, berichtete Keita. „Es war jetzt vor allem anders, dass die Gegner gegen uns von Beginn an supermotiviert waren und relativ tief standen. Somit konnten wir sie nicht mehr so überraschen wie letztes Jahr“, erklärte der 22-Jährige aus Guinea. Trainer Ralph Hasenhüttl habe viel mit den Spielern gesprochen. „Wir sind, was ganz wichtig war, nicht von unserer Route abgewichen“, sagte Keita. In der Bundesliga belegt RB Leipzig nach neun Spielen Platz drei mit einem Punkt Rückstand auf das Führungs-Duo Borussia Dortmund und Bayern München.

Keita unterstrich, bis zu seinem schon feststehenden Wechsel zum FC Liverpool im kommenden Sommer alles für RB Leipzig geben zu wollen. „Ich kann das komplett ausblenden. Natürlich freue ich mich, nächstes Jahr nach Liverpool zu gehen. Aber ich weiß auch, dass ich als Fußballer und auch als Persönlichkeit nur dann weiterkomme, wenn ich mich nicht ein Jahr hängen lasse“, sagte Keita.

Eintracht-Trainer Kovac zufrieden

Eintracht Frankfurts Trainer Niko Kovac hat der lange Zeit schwachen Leistung seiner Mannschaft in der 2. Runde des DFB-Pokals keine größere Bedeutung beigemessen. "Wir wussten, dass es ein ganz anderes Spiel als gegen den BVB wird. Es ging darum, in das Achtelfinale zu kommen. Jetzt müssen wir uns den Mund abputzen und weiter arbeiten", sagte Kovac nach dem 4:0 (1:0) beim Regionalligisten 1. FC Schweinfurt 05.

Mit einem beeindruckenden Auftritt hatten die Hessen Borussia Dortmund am Wochenende noch ein 2:2 abgetrotzt, am Dienstagabend fehlte dem Bundesligasiebten in Unterfranken aber lange das Durchsetzungsvermögen. "Wir haben keine Ruhe reinbekommen, hatten viele Ballerverluste", monierte Kovac.

Für das Punktspiel am Freitag beim FSV Mainz 05 (20.30 Uhr/Eurosport), das bekräftigte auch Sportvorstand Fredi Bobic, könne das Duell aber keine wirklich hilfreichen Erkenntnisse liefern. "Das wird wieder ganz anders. Das Niveau, die Rahmenbedingungen und damit der Charakter des Spiels werden nicht sein wie in Schweinfurt", sagte Bobic, dessen Team bei den Rheinhessen eine schwache Bilanz aufweist: "Es wird Zeit, dass wir endlich was holen."

ManCity und Gündogan mit Mühe

Der englische Erstliga-Spitzenreiter Manchester City hat nur mit Mühe das Achtelfinale des Ligapokals überstanden. Mit Nationalspieler Ilkay Gündogan in der Startelf besiegte die Mannschaft von Teammanager Pep Guardiola den Zweitligaspitzenreiter Wolverhampton Wanderers nach Elfmeterschießen 4:1 (0:0). Nationalspieler Leroy Sane wurde ebenso wie der ehemalige Wolfsburger Kevin de Bruyne erst in der Verlängerung eingewechselt. Beide verwandelten ihre Elfmeter.

Der FC Arsenal gewann gegen Zweitligist Norwich City 2:1 (0:1) mit einer B-Elf nach Verlängerung. Der erst 18 Jahre alte Edward Nketiah (85.) rettete den Londonern mit der ersten Ballberührung nach seiner Einwechslung erst den Sieg, und sorgte in der Verlängerung für den erlösenden Siegtreffer (96.). Joshua Murphy (34.) hatte die Gäste vor der Pause in Führung gebracht. Die Weltmeister Mesut Özil und Per Mertesacker standen nicht im Kader.

Manchester United war bei Swansea City durch einen Doppelpack von Jesse Lingard 2:0 (1:0) erfolgreich. Leicester City besiegte Zweitligist Leeds United 3:1 (1:0). Kelechi Iheanacho (30.), Islam Slimani (71.) und Riyad Mahrez (88.) erzielten die Tore für den Meister von 2016. Pablo Hernandez (26.) hatte Leeds zuvor in Führung gebracht. Zweitligist Bristol City warf Premier-League-Schlusslicht Crystal Palace mit 4:1 (2:1) aus dem Wettbewerb. AFC Bournemouth schlug Zweitligist FC Middlesbrough 3:1 (0:0).

( HA/sid/dpa )

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