Fußball-Ticker

Benítez schon ab Mittwoch Trainer bei Real Madrid?

Rafael Benítez soll am kommenden Mittwoch als neuer Trainer des spanischen Fußball-Rekordmeisters Real Madrid vorgestellt werden

Rafael Benítez soll am kommenden Mittwoch als neuer Trainer des spanischen Fußball-Rekordmeisters Real Madrid vorgestellt werden

Foto: Cesare Abbate / dpa

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

FC Santos verklagt Barcelona und Neymar

21.14 Uhr: Der brasilianische Fußball-Klub FC Santos hat beim Weltverband Fifa eine Klage gegen Nationalstürmer Neymar, dessen Vater, die Beraterfirma und dem Champions-League-Finalisten FC Barcelona eingereicht. Grund sind die Unregelmäßigkeiten beim Transfer Neymars zu den Katalanen.

"Santos glaubt, dass Barcelona, Neymar und seine Firma den Vertrag gebrochen haben und verlangt Ersatzzahlungen, plus Zinsen", erklärte Klub-Präsident Modesto Roma Junior auf einer Pressekonferenz. Roma bezog sich darauf, dass Ermittlungen der spanischen Steuerbehörden ergeben hätten, dass Barca für Neymar statt der offiziell 57 Millionen Euro 86,2 Millionen Euro gezahlt habe.

Ein Gericht in Madrid ermittelt derzeit gegen Barca-Boss Josep Maria Bartomeu, dessen Vorgänger Sandro Rosell sowie den Klub selbst. Sollte die Fifa nicht vermitteln könne, will Santos vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS ziehen.

Fan-Boykott bei Paderborn?

16:56 Uhr: Nach Bekanntgabe der Dauerkarten-Preise für die neue Saison in der 2. Fußball-Bundesliga droht Absteiger SC Paderborn ein Fan-Boykott. "Sollte es kein Einlenken in der Preispolitik seitens der Vereinsführung geben, wird die aktive Fanszene bis auf Weiteres kein Heimspiel des SC Paderborn besuchen und auf den Kauf von Dauerkarten verzichten", hieß es in einem offenen Brief der "aktiven Fanszene" an Geschäftsführer Martin Hornberger.

Der SCP verkaufe "schon wieder die mit Abstand teuersten Dauerkarten der Liga", hieß es in dem Schreiben. "Zahlreiche Fanclubs haben bereits signalisiert, dass sie sich unserem Weg anschließen werden", schrieb die Fanszene: "Sie gefährden den Imagegewinn und die hervorragende Entwicklung des Vereins und seines Umfelds!"

Der SCP hatte sich bei der Bekanntgabe der Preise damit rechtfertigt, dass die Karten billiger seien als im Bundesliga-Jahr: "Die bekannten Vorteile wie beste Sicht von allen Plätzen, erweiterte kostenfreie Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Parken ohne Gebühren und gratis Stadionzeitung bleiben auch in der kommenden Saison erhalten." Zudem sei der Besuch des Paderborner Stadions "auf Grund des günstigen Verhältnisses zwischen Sitzplätzen (5800) und Stehplätzen (9200) besonders attraktiv".

Ingolstadt verlängert auch mit Hasenhüttl

16.48 Uhr: Der FC Ingolstadt hat auch den Vertrag mit Trainer Ralph Hasenhüttl verlängert. Nach dem Aufstieg in die Fußball-Bundesliga bleibt der 47-Jährige bis zum Sommer 2017 und hat damit nun alle Fragen nach seiner Zukunft beantwortet. Hasenhüttls bisheriger Kontrakt war bis 2016 gültig.

„Die Vorfreude auf das, was auf uns zukommt, ist riesig. Ich möchte dazu beitragen, dass sich der FC Ingolstadt in der ersten Liga etabliert“, sagte der Österreicher, der die Oberbayern zur Meisterschaft in der zweiten Liga geführt hatte.

Auch die sportliche Leitung zeigte sich zufrieden mit diesem Schritt. „Wir haben mit Ralph in den vergangenen eineinhalb Jahren erfolgreich und mit viel Freude gearbeitet. Was die Mannschaft unter seiner Leitung geschafft hat, verdient größten Respekt“, sagte Sportdirektor Thomas Linke. Am 28. Juni starten die Oberbayern in die neue Saison. Zuvor war der Vertrag mit Defensivspieler Tobias Levels verlängert worden.

Medien: Benítez ab Mittwoch Real-Coach

14.18 Uhr: Rafael Benítez soll am kommenden Mittwoch als neuer Trainer des spanischen Fußball-Rekordmeisters Real Madrid vorgestellt werden. Das berichtete die spanische Sportzeitung Marca am Freitag. Demnach wird der scheidende Coach des italienischen Erstligisten SSC Neapel nach dem abschließenden Saisonspiel mit Napoli gegen Lazio Rom (Sonntag) einen Vertrag bei den Königlichen unterschreiben.

Zwar seien letzten Details der Zusammenarbeit noch zu klären, der erwarteten Verpflichtung des gebürtigen Madrilenen und früheren Real-Spielers sowie -Nachwuchstrainers als Nachfolger von Carlo Ancelotti stehe aber nichts mehr im Wege. Benítez (55) werde nach der Vertragsunterschrift im Estadio Santiago Bernabéu präsentiert. Spaniens Nationaltrainer Vicente del Bosque, früher selbst Spieler und Trainer Reals, bezeichnete Benítez am Freitag als "gute Lösung für Real Madrid".

Ingolstadt: Levels verlängert bis 2016

12.03 Uhr: Bundesliga-Aufsteiger FC Ingolstadt bastelt weiter am Kader für die erste Saison im Fußball-Oberhaus. Wie die Schanzer am Freitag mitteilten, hat Defensivspieler Tobias Levels seinen auslaufenden Vertrag um ein Jahr bis 2016 verlängert. Der 28-Jährige kam Mitte November 2014 zum FCI und hat als Stammspieler 19 Begegnungen (ein Tor) für den Zweitliga-Meister bestritten.

"Tobias kam zu einem nicht einfachen Zeitpunkt aus der Vereinslosigkeit zu uns. Sich unter diesen Umständen derart schnell zu integrieren, spricht für seine enorme Professionalität", sagte Sportdirektor Thomas Linke: "Er hat uns schnell weiterhelfen können und es sich daher verdient, mit diesem Team Bundesliga zu spielen." Levels hat für Borussia Mönchengladbach und Fortuna Düsseldorf bereits insgesamt 102 Bundesliga-Spiele (ein Tor) absolviert.

Boateng nicht beschimpft: Freispruch für italienische Fans

11.26 Uhr: Sechs Fans des italienischen Fußball-Viertligisten Pro Patria sind vom Vorwurf des Rassismus gegenüber dem frühren Schalker Profi Kevin-Prince Boateng freigesprochen worden. Ein Gericht in Mailand kippte in zweiter Instanz ein Urteil, nach dem die Anhänger Haftstrafen zwischen 40 Tagen und zwei Monaten erhalten hatten. Die Rufe des Fans seien nicht rassistisch motiviert gewesen, begründete die Kammer ihren Urteilsspruch.

Am 3. Januar 2013 hatten Fans des Viertliga-Klubs während eines Freundschaftsspiels gegen den AC Mailand Boateng so lange provoziert, bis der Ghanaer in der 26. Minute entnervt den Platz verließ und seine Teamkollegen ihm anschließend folgten. Für seine Reaktion hatte Boateng weltweit Zuspruch erhalten.

Schürrle: WM „schleppt man mit sich“

11.08 Uhr: Fußball-Weltmeister André Schürrle hat seine noch ausbaufähigen Leistungen beim VfL Wolfsburg mit der WM im vergangenen Sommer erklärt. „So ein Ereignis schleppt man mit sich“, sagte der 24-Jährige im Interview mit der "Welt“. „Nach acht so intensiven Wochen wieder loszulegen, war hart. In England stehen dir dann quasi zehn Monate ununterbrochen mit Spielen bevor - ohne Winterpause. Da ist es unglaublich schwer, das Level hoch zu halten.“

Union Berlin muss 5000 Euro Strafe zahlen

10.58 Uhr: Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat Fußball-Zweitligist Union Berlin wegen unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger mit einer Geldstrafe in Höhe von 5000 Euro belegt. Vor dem Zweitligaspiel bei Darmstadt 98 am 13. März 2015 hatten Anhänger der "Eisernen" im Berliner Zuschauerbereich mindestens drei Rauchbomben und mehrere Lichtfackeln abgebrannt.

TV-Rekordquote beim Relegations-Hinspiel

10.44 Uhr: Die ARD hat mit dem Liveübertragung des Relegations-Hinspiels zwischen dem Bundesliga-16. Hamburger SV und dem Zweitliga-Dritten Karlsruher SC (1:1) eine Rekordquote eingefahren. Durchschnittlich 9,32 Millionen Zuschauer verfolgten via TV die Partie in der WM-Arena am Volkspark, der Marktanteil lag bei 30,1 Prozent.

Vor einem Jahr hatten sich in der Relegation beim HSV-Heimspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth 8,5 Millionen Fußball-Fans vor den Fernsehschirmen versammelt.

Darmstadt auch nach Bundesliga-Aufstieg ohne Manager

10.29 Uhr: Aufsteiger Darmstadt 98 will auch seine erste Saison in der Fußball-Bundesliga seit 33 Jahren ohne Manager bestreiten. "Es läuft doch auch so gut bei uns mit dieser ganz schmalen Entscheidungslinie. Der Trainer spricht mit mir und mit Tom Eilers, der für uns das Vertrags-Management macht. Das klappt seit Jahren", sagte Lilien-Präsident Rüdiger Fritsch der Bild-Zeitung und meinte: "Wir brauchen keinen Manager, der auf der Aschenbahn rumtobt oder mit auf der Trainerbank sitzt und auch den Kopf schüttelt."

Kölner Wimmer wechselt zu Tottenham Hotspur

10.15 Uhr: Hohe Einnahme für den 1. FC Köln: Innenverteidiger Kevin Wimmer wechselt vom Fußball-Bundesligisten in die englische Premier League zu Tottenham Hotspur. Den Transfer gaben beide Vereine am Freitag bekannt, der österreichische Nationalspieler erhält in London einen Fünfjahresvertrag. Die Ablöse wurde offiziell nicht genannt, sie soll sechs Millionen Euro betragen.

"Kevin hat sich hier in den vergangenen drei Jahren enorm entwickelt und ist zum Nationalspieler gereift. Natürlich bedauern wir, dass er uns verlässt, aber wir haben dafür Verständnis, dass er die Möglichkeit, zu einem der großen Londoner Traditionsvereine zu wechseln, unbedingt wahrnehmen wollte", sagte FC-Geschäftsführer Jörg Schmadtke. "Wir haben in den Verhandlungen mit Tottenham eine für alle Seiten akzeptable Lösung erzielt."

Özil: “Jeder Gegner muss Angst vor uns haben“

10.03 Uhr: Der Titelverteidiger FC Arsenal kann am Samstagabend zum alleinigen Rekordsieger im englischen Fußball-Pokal aufsteigen. Die Mannschaft der deutschen Weltmeister Mesut Özil und Per Mertesacker ist im Wembleystadion gegen Aston Villa (18.30 Uhr/Eurosport) favorisiert und würde mit einem zwölften Titel den Rekordmeister Manchester United (11) hinter sich lassen. Aston Villa hat sieben Mal den Pokal gewonnen, allerdings zuletzt 1957.

„Wir sind Cup-Sieger - und wollen es auch bleiben!“, sagte Özil vor dem Endspiel. Er schob kraftvoll hinterher: „Jeder Gegner muss Angst vor uns haben.“

Ruthenbeck offenbar neuer Trainer in Fürth

8.56 Uhr: Stefan Ruthenbeck wird neuer Trainer von Fußball-Zweitligist Greuther Fürth. Einem Bericht der Nürnberger Nachrichten zufolge tritt der 43-Jährige beim Kleeblatt die Nachfolge von Mike Büskens an, dessen Abschied aus Fürth am Mittwoch bekannt gegeben worden war. Es seien nur noch Vertragsdetails zu klären, hieß es da.

Ruthenbeck war in der abgelaufenen Saison mit dem VfR Aalen aus der 2. Liga abgestiegen und besaß dort noch einen Vertrag bis 2017. Die SpVgg wollte sich zu der Personalie zunächst nicht äußern. Manager Michael Mutzel betonte lediglich, dass es eine „zeitnahe“ Lösung geben werde.

Berichte: Rangnick wird auch Trainer von RB Leipzig

8.46 Uhr: Sportdirektor Ralf Rangnick wird Medienberichten zufolge beim Fußball-Zweitligisten RB Leipzig in der kommenden Saison auch das Amt des Trainers übernehmen. Das melden „Bild“ (Freitag-Ausgabe), „Sport Bild“ und „Kicker“. Die Doppelfunktion sei vorerst für eine Spielzeit geplant. Der ambitionierte Club hatte in der abgelaufenen Saison Platz fünf belegt und sich während der Spielzeit vom künftigen Stuttgarter Coach Alexander Zorniger getrennt. Zuletzt hatte Jugendtrainer Achim Beierlorzer das Team betreut, das im Sommer unter anderen durch den bisherigen Bremer Torjäger Davie Selke verstärkt wird.

ARD und ZDF übertragen 49 Spiele der Frauen-WM live

8.23 Uhr: Fans des Frauenfußballs kommen während der Weltmeisterschaft bei ARD und ZDF auf ihre Kosten. Die beiden öffentlich-rechtlichen TV-Sender bieten ein umfangreiches Programm und zeigen insgesamt 49 Spiele live. Gesendet wird im klassischen TV-Programm und/oder via Livestream im Internet. Das Eröffnungsspiel läuft ebenso im ZDF wie das Finale. Bei den Spielen der deutschen Frauen wechseln sich die Sender ab. Das Auftaktmatch am 7. Juni in Ottawa gegen die Elfenbeinküste überträgt das ZDF.

Volles Haus: Kieler „Störche“ fordern Münchner „Löwen“ heraus

8.17 Uhr: Im Relegations-Hinspiel empfängt der Drittliga-Dritte Holstein Kielheute (20.30 Uhr) im Holstein-Stadion den Zweitliga-Drittletzten TSV 1860 München. Das Holstein-Team von Coach Karsten Neitzel will den Grundstein dafür legen, erstmals seit dem Abstieg 1981 wieder in die 2. Fußball-Bundesliga zurückzukehren. Die 10.000 Tickets waren binnen Minuten ausverkauft. Die jüngere Statistik dürfte Kiel Mut machen. Seitdem die Relegationsspiele zur Saison 2008/09 eingeführt wurden, gewann in fünf von sechs Fällen der Drittligist. Zum Rückspiel am Dienstag (20.30 Uhr) in der Münchner Allianz Arena werden mindestens 50 000 Zuschauer erwartet. (sid/dpa/HA)