Vorschau: Deutschland - Argentinien

Schweinsteiger in die Mitte - Chance für Kroos und Müller

Foto: dpa / dpa/DPA

Zumindest einer der beiden Neulinge wird wohl in der Anfangsformation stehen. Die Bilanz gegen Argentinien ist negativ.

München. Bundestrainer Joachim Löw plant für das Länderspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft am Mittwoch (20.45 Uhr/live im Ticker auf abendblatt.de) gegen Argentinien in München Bastian Schweinsteiger von der rechten Seite in die Zentrale an die Seite von Kapitän Michael Ballack zu beordern. Für Schweinsteiger, der seit dieser Saison auch bei seinem Klub Bayern München im zentralen Mittelfeld spielt, könnten die beiden Neulinge Thomas Müller oder Toni Kroos zu ihrem Debüt in der DFB-Auswahl kommen.

Löw überlegt noch, ob er mit nur einer Spitze oder mit zwei Stürmern gegen den zweimaligen Weltmeister antritt. Frühzeitig festgelegt hatte sich der Bundestrainer auf die Position im Tor, wo der Leverkusener Rene Adler erstmals als offizielle Nummer eins zu seinem neunten Länderspiel kommt.

Das Duell zwischen Deutschland und Argentinien ist das 826. Länderspiel in der Geschichte der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Die Länderspiel-Bilanz des deutschen Teams gegen den zweimaligen Weltmeister Argentinien ist negativ. In bislang 17 Vergleichen gab es fünf Siege für die deutsche Nationalmannschaft, fünf Begegnungen endeten remis und siebenmal gewannen die Südamerikaner. Fünfmal standen sich die beiden Teams bei Weltmeisterschaften gegenüber, zweimal im Finale.

Das Endspiel am 29. Juni 1986 in Mexico City gewannen die Argentinier mit 3:2. Vier Jahre später triumphierte die DFB-Auswahl dank des Elfmetertreffers von Andreas Brehme mit 1:0. Dieses WM-Finale am 8. Juli 1990 im Olympiastadion von Rom war das 66. und gleichzeitig letzte Länderspiel von Franz Beckenbauer als DFB-Teamchef. Das bisher letzte Aufeinandertreffen von Deutschland und Argentinien liegt gut dreieinhalb Jahre zurück. Im dramatischen WM-Viertelfinale von Berlin setzte sich die DFB-Auswahl am 30. Juni 2006 mit 4:2 im Elfmeterschießen durch. Nach Verlängerung hatte es 1:1 gestanden. Miroslav Klose erzielte damals den Ausgleich zehn Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit. Vom Elfmeterpunkt waren anschließend Oliver Neuville, Michael Ballack, Lukas Podolski und Tim Borowski erfolgreich, während Jens Lehmann die Elfmeter von Roberto Ayala und Esteban Cambiasso abwehrte.

Im Aufgebot des deutschen Teams für das Argentinien-Spiel weist Kapitän Michael Ballack mit 97 Länderspielen die meisten Einsätze auf, gefolgt von Miroslav Klose (93) und Bastian Schweinsteiger (72). Durch seinen "Doppelpack" gegen die Elfenbeinküste in Gelsenkirchen zog Lukas Podolski in der "ewigen"Torjägerliste des Deutschen Fußball-Bundes mit Oliver Bierhoff gleich. Der Angreifer vom 1. FC Köln hat jetzt ebenso wie der Manager der DFB-Auswahl 37 Treffer auf seinem Nationalmannschafts-Konto und belegt gemeinsam mit ihm den neunten Platz in dieser Rangliste. Die Torschützenliste führt weiterhin mit klarem Vorsprung Gerd Müller an. Der einstige "Bomber der Nation" erzielte in 62 Länderspielen 68 Treffer. Auf dem zweiten Platz liegt Joachim Streich, der für die Auswahl der DDR 55-mal traf. Bester Torschütze im aktuellen Aufgebot ist der Münchner Miroslav Klose mit 48 Toren.

Geleitet wird die Partie vom Engländer Martin Atkinson. Unterstützt wird er an der Seitenlinie von seinen Landsleuten Peter Kirkup und David Richardson. Vierter Offizieller ist Günter Perl aus München. Die deutsche Nationalmannschaft tritt gegen die Argentinien erstmals im neuen schwarzen Auswärts-Trikot mit weißer Hose und schwarzen Stutzen an. Die Gäste spielen mit hellblau-weißem Trikot, schwarzen Hosen und weißen Stutzen.