Transfers beim HSV

Silva zurück nach Brasilien, Tavares nach Nürnberg

Foto: WITTERS

Der Defensivspieler des HSV, Alex Silva, wird für 18 Monate an den FC Sao Paulo ausgeliehen. Silva wird schon am Montag in Brasilien erwartet.

Hamburg. Das Transferkarussel beim Fußball-Bundesligiste Hamburger SV dreht sich weiter. Alex Silva werde für 18 Monate an den brasilianischen FC Sao Paulo ausgeliehen, sagte HSV-Trainer Bruno Labbadia am Sonntag. Mikael Tavares wiederum werde mit sofortiger Wirkung für sechs Monate an den 1. FC Nürnberg ausgeliehen.

Der 24 Jahre alte Defensivspieler Alex Silva kehrt damit zu seinem Ex-Klub zurück, den er im August 2008 für 6,2 Millionen Euro Richtung Hansestadt verlassen hatte. „Es ist eine große Freude, für die nächsten 18 Monate zurückzukehren. Ich weiß, dass es für meine Karriere die richtige Entscheidung ist“, bekannte der Nationalspieler gegenüber dem brasilianischen Sportportal globoesporte. Silva wird am Montag in Brasilien erwartet. Beim HSV war er in der laufenden Saison nach seinem Kreuzbandriss im Juli des vergangenen Jahres noch nicht eingesetzt worden.

Der beim spanischen Rekordmeister Real Madrid ausgemusterte niederländische Torjäger Ruud van Nistelrooy wird am Montag in Hamburg erwartet und einen Vertrag bis zum 30. Juni 2011 unterschreiben. „Er hat sich für uns entschieden, weil er Ambitionen hat. Er wird uns allein mit seiner Erfahrung weiterhelfen“, sagt Labbadia. Zunächst müsse man allerdings Aufbauarbeit leisten, sagte der Trainer weiter. Der 33-Jährige van Nistelrooy laboriere an einem Muskelfaserriss. Mit seinem Debüt am Freitag im Heimspiel gegen Meister VfL Wolfsburg sei deshalb nicht zu rechnen.

Der HSV hatte am Sonnabend das Verfolgerduell bei Borussia Dortmund mit 0:1 (0:1) verloren. Nelson Valdez besiegelte mit seinem dritten Saisontreffer in der 36. Minute den verdienten Erfolg. Die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp ist damit seit nunmehr 600 Minuten im heimischen Stadion ohne Gegentor. Der HSV kassierte hingegen die erste Auswärtsniederlage der Saison. "Dortmund hat das sehr gut gemacht", sagt HSV-Trainer Bruno Labbadia. "Sie haben bis zum letzten Blutstropfen gekämpft. Nach 15 Minuten haben wir das Kräftemessen verloren. Da sind wir nach und nach ins Hintertreffen geraten. Spielerisch waren wir nicht so stark. Wir konnten nicht da anknüpfen, wo wir gegen Freiburg waren."

Die ersten Akzente in einer kampfbetonten Partie setzten die Gastgeber. Schon in der zweiten Minute erlebten die HSV-Fans unter den 80.552 Zuschauern in der ausverkauften Arena eine Schrecksekunde, als BVB-Torjäger Lucas Barrios eine Flanke von Jakub Blaszczykowski verpasste. Beide Teams suchten von Beginn an den Weg in die Offensive, die gefährlicheren Aktionen inszenierten jedoch die Westfalen. Für den ersten Torschuss der Hanseaten sorgte Nationalspieler Piotr Trochowski mit einem Freistoß aus 22 Metern, der das Dortmunder Tor nur knapp verfehlte.

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Nach rund 25 Minuten verlegte sich das Spielgeschehen immer mehr in die Hälfte der Hamburger, es fehlte den Borussen jedoch an zündenden Ideen und der nötigen Portion Glück beim Torschuss. Die Gäste kamen nur noch zu Entlastungsangriffen. Kaum in Szene setzen konnte sich der Ex-Dortmunder Mladen Petric, der eineinhalb Jahre nach seinem überraschenden Wechsel an die Waterkant von den BVB-Fans bei jedem Ballkontakt ausgepfiffen wurde. Nach einem Distanzschuss von Sven Bender verfehlte auch Nelson Valdez das HSV-Gehäuse. Der Dortmunder Führungstreffer lag buchstäblich in der Luft und fiel schließlich in der 36. Minute, als Valdez Hamburgs Torhüter Frank Rost nach einem Schnitzer von Aogo mit einem präzisen Schuss von der Strafraumgrenze überwand. Zwei Minuten später hatte Kevin Großkreutz per Volleyschuss sogar das 2:0 auf dem Fuß.

Nach dem Wechsel versuchte der HSV Angriffsdruck aufzubauen, fand jedoch kaum Lücken in der Dortmunder Abwehr. Auf der Gegenseite spielten sich mitunter brisante Szenen im und am Strarfraum der Hanseaten ab. Pech hatte der Argentinier Barrios, der erneut das Tor nur um Zentimeter verfehlte. In der Schlussphase der Begegnung drängte der HSV auf den Ausgleich, für Dortmund ergaben sich folglich Räume für Konter zur Resultatsverbesserung.

Die beiden Youngster Nuri Sahin und Bender waren die besten Dortmunder. Bei den Hamburgern verdiente sich niemand Bestnoten.

Die Statistik

Borussia Dortmund : Ziegler – Owomoyela, Subotic, Hummels, Schmelzer – Bender (ab 75. Santana), Sahin – Blaszczykowski (ab 90. Dede), Valdez, Großkreutz - Barrios

Hamburger SV : Rost – Boateng, Rozehnal, Mathijsen, Aogo - Jarolim (ab 84. Pitroipa), Rincón – Trochowski (ab 60. Elia), Jansen – Petric, Torun (ab 60. Berg)

Tore : 1:0 Valdez (36.)

Schiedsrichter : Gräfe (Berlin)