Bundesliga

Abstiegskandidat Bielefeld bezwingt Leverkusen mit 2:1

Der Höhenflug von Bayer Leverkusen ist vorerst gestoppt. Nach zuletzt sechs Spielen ohne Niederlage unterlag die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia beim Abstiegs-Aspiranten Arminia Bielefeld am Sonnabend mit 1:2 (0:0) und verspielte damit die am 12. Spieltag eroberte Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga.

Bielefeld. Vor 20 700 Zuschauern in der Schüco-Arena sorgten die Torschützen Artur Wichniarek (53.) und Daniel Halfar (69.) für den verdienten Erfolg der Ostwestfalen, die nach ihrem ersten Sieg seit dem 5. Spieltag neuen Mut im Kampf um den Klassenverbleib schöpften.

Eine Woche vor dem Spitzenspiel gegen den FC Bayern München trauerte Bayer-Coach Labbadia der vertanen Chance auf einen Punktgewinn nach: "Uns hat heute die Entschlossenheit der vergangenen Spieltage gefehlt. Die haben wir erst nach dem 0:2-Rückstand gezeigt." Anders als sein Gegenüber konnte Bielefelds Trainer Michael Frontzeck mit der Leistung seiner Elf zufrieden sein: "In dieser Saison sind wir für unseren hohen Aufwand häufig nicht belohnt worden. Das war heute endlich anders."

Der durch den elften Saisontreffer von Patrick Helmes (78.) eingeleitete Bayer-Endspurt kam zu spät. Im der hektischen Schlussphase sah der Leverkusener Sascha Dum (87.) nach grobem Foulspiel die Rote Karte.

Auf dem vom Schnee befreiten Rasen, der von der Platzkommission erst zweieinhalb Stunden vom dem Anpfiff freigegeben worden war, taten sich die Gäste von Beginn an schwer. Nur einer Glanztat von Nationalkeeper Rene Adler war es zu verdanken, dass sie nach einem Fernschuss des Bielefelder Mittelfeldspielers Thorben Marx (6.) aus 20 Metern nicht schon früh in Rückstand gerieten. Auch im weiteren Verlauf gelang es der technisch versierteren Elf nicht, die dürftige Partie zu kontrollieren. Bis auf Chancen von Helmes (15.), der aus kurzer Distanz an Arminen-Schlussmann Dennis Eilhoff scheiterte, und von Renato Augusto (41.) blieben sehenswerte Aktionen Mangelware.

Ähnlich wie Leverkusen trug auch die Arminia wenig zu einem höheren Unterhaltungswert der Partie bei, hinderte aber immerhin den höher eingeschätzten Gegner geschickt am Spielaufbau. So bekamen die Bielefelder Zuschauer bis zur Pause nur noch eine weitere Möglichkeit ihrer Mannschaft zu sehen, als Jonas Kamper (33.) mit einem Schuss aus 18 Metern an Adler scheiterte.

Erst nach dem Wiederanpfiff konnten sich die frierenden Fans an der Partie erwärmen. Dafür sorgte die Führung der Arminia: Nach Fehler von Bayer-Profi Arturo Vidal im Mittelfeld setzte Halfar den Bielefelder Torgaranten Wichniarek in Szene. Mit einem sehenswerten Schuss von der rechten Außenposition in das lange Eck markierte der Pole seinen bereits neunten Saisontreffer. Nur wenig später erwies sich die Einwechslung von Halfar zur Pause erneut als Glücksgriff für

Arminen-Coach Michael Frontzeck: Der Mittelfeldspieler brachte sein Team mit einem Schuss aus acht Metern nach mäßiger Faustabwehr von Adler mit 2:0 in Führung. Erst danach wachte das bisher auswärtsstärkste Team der Liga aus Leverkusen auf, kam aber durch Helmes lediglich noch zum Anschlusstreffer.