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Ahrensburg

Stadtplaner und Architekt Wolfgang Stabenow gestorben

Foto: HA

Erst jetzt wurde bekannt, dass der von humanistischen Grundsätzen Geleitete am 19. März, kurz nach dem 85. Geburtstag, gestorben ist.

Ahrensburg.  Dass Architektur humanistischen Grundsätzen folgen sollte, ist leider keine Selbstverständlichkeit. Umso höher ist deshalb zu schätzen, wenn ein Städteplaner diesen Ansatz als Credo verfolgt: „Nur wenn der Grundstein in der Siedlungsstruktur und dann im Städtebau richtig ist, kann die Architektur menschenfreundliche Wohn- und Lebensbedingungen schaffen“, hat Wolfgang Stabenow gesagt. Sein Leitgedanke der lebenswerten Stadt hat fast 50 Jahre seine Arbeit, vor allem in Hamburg und Umgebung, geprägt. Auch das Stadtbild in Ahrensburg hat er als Stadtplaner und Architekt mitgestaltet.

Wie erst jetzt bekannt wurde, ist Wolfgang Stabenow am 19. März, kurz nach seinem 85. Geburtstag, gestorben. In seiner langen Karriere hat er viele Wohnquartiere als Stadtplaner konzipiert und als Architekt mehr als 2000 Wohneinheiten geplant – zum Beispiel die urbane Wohnsiedlung Schmidt-Rottluff-Weg in Hamburg-St. Pauli.

Nach seinem Architekturstudium an der TU Darmstadt startete Stabenow Anfang der 60er-Jahre in Hamburg und arbeitete schon bald selbstständig. Von 1989 bis 1997 war er alleiniger Büro-Inhaber, 1998 gründete er mit seinem Neffen Axel Winckler und Stefan Röhr-Kramer das Büro Stabenow + Partner, ab 2004 WRS Architekten + Stadtplaner. Bis 2008 arbeitete Stabenow dort mit. 1977 bis 2004 war er Professor in Hamburgs Hochschule für angewandte Wissenschaften.

In Ahrensburg gestaltete Stabenow in den 80er-Jahren die Rahmenpläne „Innenstadt Ahrensburg“ und begleitete gestalterisch Ingenieurbauvorhaben wie die Eisenbahnkreuzung in Ahrensburg. Für die Gestaltung des Tunnels Manhagener Allee gewann er den Künstler Rolf Laute, der dort die „Galerie der Hände“ konzipierte. Das Büro WRS setzt sein Werk in Ahrensburg gewissermaßen fort: WRS ist maßgeblich am entstehenden neuen Flächennutzungsplan der Stadt beteiligt.