Stormarn
Sanierung

Hoisdorf bringt mit 45.000 Euro den Fußballplatz in Schuss

Trainer Yilmaz Ince (v.l.), Vorsitzende Petra Warnick, Spartenleiter Hans-Joachim Niemeyer und die TuS-Supporters Frank Nolte und Stefan Janthur sitzen auf der Tribüne vor dem Ballfangzaun

Trainer Yilmaz Ince (v.l.), Vorsitzende Petra Warnick, Spartenleiter Hans-Joachim Niemeyer und die TuS-Supporters Frank Nolte und Stefan Janthur sitzen auf der Tribüne vor dem Ballfangzaun

Foto: Janina Heinemann

Investiert wurde in die Sitztribüne, mehr Parkplätze und einen Ballfangzaun. Nächstes Projekt könnte die marode Mehrzweckhalle sein.

Hoisdorf. Der TuS Hoisdorf hat eine neue Tribüne. Auf zwei Betonstufen können künftig bis zu 80 Zuschauer bequem die Fußballspiele verfolgen. „Das ist zwar nichts Gewaltiges“, sagt Stefan Janthur, zweiter Vorsitzender des Vereins. „Aber uns war wichtig, dass die Zuschauer nicht mehr stehen müssen.“ Außerdem wurde die Parkfläche erweitert. Bisher konnten lediglich 20 Autos auf dem Parkplatz neben dem Fußballfeld abgestellt werden. Jetzt sind es mit 44 mehr als doppelt so viele.

Auf dem kleinen Parkplatz ging es früher schon mal chaotisch zu

„Wir hatten Parknotstand“, sagt Janthur. Auch die Sportler des Tennisclubs Blau-Gelb Hoisdorf nutzten die Parkflächen. „Wenn unsere Fußballspieler trainiert haben, gab es keine Stellplätze mehr“, sagt Janthur. Und auch morgens, wenn Eltern ihre Kinder zum benachbarten Kindergarten und zur Grundschule bringen, sei es auf dem Parkplatz ziemlich chaotisch zugegangen.

Etliche Autofahrer parkten bisher an der Straße. „Das ist verboten und ein Sicherheitsrisiko.“ Mit diesem Argument überzeugten Janthur und seine Mitstreiter die Gemeinde, Geld in den Ausbau der Anlage zu investieren. Das Gesamtprojekt – ein Ballfangzaun ist ebenfalls neu – kostete rund 45.000 Euro. Der TuS Hoisdorf übernahm 25 Prozent davon.

Stefan Janthur: „Es war sinnvoll, das Gesamtpaket zu bauen.“ Der Ballfangzaun sei nötig gewesen. Oft seien Bälle vom Spielfeld auf den Parkplatz geflogen. „Es gab sogar Schäden an Autos“, sagt Janthur. Dies soll der 75 Meter lange und vier Meter hohe Ballfangzaun verhindern. Mit der Betontribüne wolle der Verein vor allem eins erreichen: „Das Ambiente verbessern.“ Hans-Joachim Niemeyer, Fußballspartenleiter, betont, wie wichtig das sei. Er sagt: „Man muss heutzutage den Spielern etwas bieten. Wir können keine großen Aufwandsentschädigungen zahlen, müssen die Fußballer auf andere Weise locken und bei uns halten.“

Die marode Mehrzweckhalle könnte das nächste Projekt werden

Vor fünf Jahren investierten Gemeinde und der TuS Hoisdorf gemeinsam in einen Kunstrasenplatz. Zwei Jahre später kaufte der Verein neue Trainerbänke. Wie wichtig dem Vorstand die Aufwertung des Platzes ist, merkt man an seinem Engagement: Stefan Janthur und Frank Nolte sammeln als sogenannte TuS-Supporters auf kreative Weise Spenden für Projekte und Neuanschaffungen.

Für den Kunstrasenplatz konnten Bürger symbolisch eine Fläche kaufen. Auf einer Tafel am Spielfeldrand stehen auf den entsprechenden Feldern die Namen. Für die Tribüne, den Ballfangzaun und die Parkplatzerweiterung organisierten Janthur und Nolte ein Grünkohlessen und zwei Tanzfeiern. „Und wir haben viele Privatspender“, sagt der zweite Vorsitzende. Fast 12.000 Euro kamen zusammen.

Das nächste Projekt für die TuS-Supporters könnte die marode Mehrzweckhalle auf dem Vereinsgelände sein. „Die Halle ist ein energetisches Wrack“, sagt Hans-Joachim Niemeyer. „Man könnte ein Mehrzweckhaus bauen, ein Dorfgemeinschaftshaus.“ Doch bevor sich die TuS-Supporters überlegen, wie sie dafür kreativ Spenden sammeln, freuen sie sich erst einmal über ihre neue Tribüne. Auf der konnten sie am Sonnabend das Freundschaftsspiel gegen die zweite Mannschaft des Meiendorfer SV verfolgen. Der TuS gewann mit 2:1.