Serie

Stormarns Agenda 2014

Teil 1: Bad Oldesloe, Amt Bad Oldesloe-Land, Reinfeld, Amt Nordstormarn - Was kommt auf Sie zu? Was sind die großen und kleinen Projekte der Städte und Gemeinden bei Ihnen vor der Tür? Das Abendblatt gibt einen Überblick

Viel Neues steht 2014 an, in den Innenstädten von Bad Oldesloe und Reinfeld. Die Bewohner können sich auf zusätzliche Einkaufsmöglichkeiten freuen. Bad Oldesloe schafft auch einen zentralen Ort für die Kultur und die Bildung. Reinfeld realisiert Neubauten für die Stadtwerke und die Verwaltung. Anwohnern und Autofahrern werden diese Projekte, wie auch der Bau eines neuen Kreisverkehrs in Bad Oldesloe, Geduld abverlangen. Wer noch nach einem Platz für das neue Eigenheim sucht, kann sich in Wesenberg umschauen.

1. Kultur- und Bildungszentrum für Bad Oldesloe

Nach Jahren der Planung soll Bad Oldesloe ein Kultur- und Bildungszentrum bekommen. Dafür wird das ehemalige Gebäude des Amtsgerichts am Beer-Yaacov-Weg umgebaut. Das Haus bekommt einen Anbau, der 200 Menschen Platz bieten und für Veranstaltungen genutzt werden soll. Die Oldesloer Bühne, der Verein Klangstadt, die Volkshochschule (VHS), die Musikschule und ein Teil der Stadtverwaltung sollen einziehen. Die VHS wird auch Räume im historischen Rathaus nutzen, das saniert wird. Der Neubau kostet rund 8,4 Millionen Euro, Teile davon übernehmen der Bund und das Land. „Wir rechnen damit, dass die Bauarbeiten im Februar losgehen können“, sagt Bürgermeister Tassilo von Bary.

2. Kreisverkehr für 2,5 Millionen Euro

Eine der größten Kreuzungen in Bad Oldesloe wird im kommenden Jahr in einen Kreisverkehr verwandelt. Der Knotenpunkt, der die Kurparkallee mit den Straßen Sülzberg und Mewesstraße zusammenführt, wird ab April umgebaut. 2,5 Millionen Euro werden investiert, Bad Oldesloe trägt davon ein Drittel. Den Rest zahlen Land und Bund. Die Ampeln werden komplett wegfallen. Autofahrern wird die Baustelle einige Geduld abverlangen: „Wir sperren den Bereich der Kurparkallee für sechs Wochen komplett, weil auch ein unterirdisches Regenrückhaltebecken gebaut werden muss“, sagt von Bary. Wann genau es losgeht, sei noch nicht sicher. 2015 soll der Kreisel fertig sein.

3. Bau des Einkaufszentrums beginnt

Trave-Arkaden soll das neue Einkaufszentrum heißen, das die Osnabrücker Firma Immokonzept für Bad Oldesloe plant. Es soll auf dem Grundstück des derzeitigen Postgebäudes an der Ecke Berliner Ring/Lübecker Straße entstehen. Das Postgebäude wird voraussichtlich zur Mitte des Jahres abgerissen, dann sollen die Arbeiten für den zweistöckigen Neubau beginnen. Immokonzept investiert rund zehn Millionen Euro. Filialen von Budnikowsky und Rewe sollen einziehen, außerdem ein Biomarkt. Weitere Mieter werden derzeit gesucht. Die Trave-Arkaden werden voraussichtlich Ende 2014 oder Anfang 2015 eingeweiht.

4. Das Café am Markt bekommt endlich einen neuen Betreiber

Mehr als drei Jahre standen sie leer – die Räume des ehemaligen Cafés am Markt in Bad Oldesloe. Nun soll endlich wieder Leben einkehren in die zentral gelegene, repräsentative Immobilie. Ein Pachtvertrag ist unterschrieben. Im Spätsommer soll das neue Restaurant eröffnen, das mediterrane Gerichte anbieten wird. Zuvor wird die Stadt die Räume sanieren, 480.000 Euro sind eingeplant. Zur Empore wird eine neue Treppe gebaut, zudem wird ein Durchbruch zu den Räumen gemacht, in denen zurzeit das Geschäft Arko untergebracht ist. Die Räume bekommen auch eine neue Lüftungsanlage.

5. Bau des Reinfelder Rathaus-Centers

Zurzeit ist an der Paul-von-Schoenaich- Straße 10-12 in Reinfeld nur eine Holzwand zu sehen. Auf dem Grundstück dahinter sollen im Frühjahr die Bauarbeiten für das „Rathaus-Center“ beginnen. Es handelt sich um eine 5,5 Millionen Euro teure Immobilie. Einzelhändler sollen einziehen sowie Ärzte, Rechtsanwälte und andere Dienstleister. Auch Wohnungen sind vorgesehen. An der Grenze des Hang- Grundstücks, das zur Mühlau hin abfällt, wurde eine besondere Betonwand gebaut. Sie soll verhindern, dass das Gelände des Rathausplatzes wegbricht. Das Rathaus-Center bekommt zur Straße zwei, zur Mühlau fünf Stockwerke.

6. Discounter und Drogerie kommen in die Innenstadt

In Reinfelds Innenstadt stehen weitere Änderungen bevor. Das Gebäude an der Paul-von-Schoenaich-Straße, in dem sich bis vor einem Jahr noch die legendäre Milchbar befand, wird abgerissen. An der Stelle wird ein Neubau für einen Discounter und einen Drogeriemarkt gebaut. Der Bebauungsplan wird zurzeit ausgelegt. „Ich gehe davon aus, dass im Mai 2014 Baurecht besteht“, sagt Reinfelds Bürgermeister Gerhard Horn.

7. Famila baut im Gewerbegebiet, Markant im Zentrum wird saniert

Im Reinfelder Gewerbegebiet an der Autobahn 1 entsteht an der Straße Im Weddern ein Neubau. Ein Famila- Markt soll einziehen sowie der Aldi- Markt, derzeit einige Hundert Meter weiter ansässig. Die Fertigstellung ist für den Spätherbst geplant. Der benachbarte Markant-Markt, der zum selben Konzern wie Famila gehört, wird mit der Eröffnung des Famila-Marktes schließen. Anschließend wird der Markant- Markt im Reinfelder Zentrum aufgewertet – das sieht ein städtebaulicher Vertrag vor. Der Markt muss spätestens 18 Monate nach der Famila-Eröffnung umgebaut sein.

8. Neue Gebäude für Stadtwerke und Verwaltung

Für die Reinfelder Verwaltung und für die Stadtwerke sollen an der Paulvon- Schoenaich-Straße neue Gebäude entstehen. Auf einer Sandfläche gegenüber dem Rathaus, auf der zurzeit noch Fahrräder geparkt werden können, soll das zweistöckige Verwaltungsgebäude realisiert werden. 880.000 Euro sind dafür vorgesehen. Ein Stück weiter in Richtung Herrenteich steht zurzeit ein Altbau leer. Er wird abgerissen, an die Stelle kommt der Neubau für die Stadtwerke. Voraussichtlich ab 2015 wird dann das historische Rathaus saniert. Ein Anbau aus den 60er-Jahren soll danach abgerissen werden.

9. Kita-Neubau für Mollhagen

Die DRK-Kita in Mollhagen wird im kommenden Jahr kräftig erweitert. Die Kita auf dem Gelände der Grundschule (Eichedeer Straße 16) erhält einen Anbau mit Platz für zwei Krippengruppen für je zehn Kinder und für eine Elementar- Gruppe für 20 Kinder. Den Großteil der Baukosten in Höhe von 1,15 Millionen Euro trägt die Gemeinde Steinburg, einen kleineren die Gemeinde Stubben (Kreis Herzogtum Lauenburg). Zwei weitere Gemeinden im Amt Bad Oldesloe- Land bekommen ebenfalls neue Kita- Gebäude. In Pölitz ist ein Anbau an die dortige Kita (Schulstraße) geplant, die Kosten liegen bei 420.000 Euro. Die Meddewader Kita (Hörn 7) bekommt einen Anbau für 310.000 Euro.

10. Weiteres Neubaugebiet in Wesenberg wird erschlossen

Der Bauboom, der die Gemeinde Wesenberg im Norden erfasst hat, setzt sich fort. Das letzte von vier Neubaugebieten wird erschlossen. Es liegt im alten Ortskern von Stubbendorf, am Wesenberger Weg. Bauplätze sind noch erhältlich. Die Erschließung, die ein privates Unternehmen machen wird, soll rund 350.000 Euro kosten. Weitere Vorhaben im Amt Nordstormarn sind die Sanierung des Zarpener Feuerwehr- Gerätehauses für rund 210.000 Euro und die Sanierung eines Gehweges in Rehhorst für 100.000 Euro.