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Ahrensburg will Gemeindehaus St. Johannes für Hortplätze mieten

Verwaltung soll bis Dezember detailliertes Konzept vorlegen, wie 75 weitere Kinder auch nachmittags in der Schule am Reesenbüttel betreut werden können. Auch die Unterbringung in Containern wird erwogen.

Ahrensburg. Für das aus finanziellen Gründen geschlossene Gemeindeshaus der Ahrensburger St. Johanneskirche könnte es – zumindest vorübergehend – eine neue Verwendung geben. Hintergrund: Die Schule Am Reesenbüttel benötigt weitere Räume, um Hortkinder unterzubringen. In der Verwaltung wird derzeit diskutiert, dafür das momentan nicht genutzte Gebäude von der Kirchengemeinde zu mieten. Es werde bereits verhandelt, sagte Thomas Reich, Fachbereichsleiter Sicherheit, Schule und Soziales, dem Abendblatt.

Die Ahrensburger Verwaltung soll bis zur Sitzung des Sozialausschusses am 10. Dezember eine Vorlage erarbeiten, wo weitere Hortplätze eingerichtet werden können und was dies kosten würde. Das beschloss das Gremium in seiner Sitzung am Dienstag. „Wir wollen die Eltern nicht hängen lassen“, sagte Bürgervorsteher Roland Wilde, der dem Gremium angehört.

Bau von Containern würde 325.000 Euro kosten

Gegenwärtig werden in der Schule 144 Kinder in Horten betreut. 24 werden sie im kommenden Jahr verlassen. Es liegen aber bereits 124 Anmeldungen vor, wie Cornelia Beckmann, im Rathaus zuständig für Kindertageseinrichtungen, sagte. „Darunter sind aber auch einige Anmeldungen aus Ammersbek und Doppelanmeldungen“, so Beckmann. Außerdem kämen erfahrungsgemäß noch einige Kündigungen, etwa weil Drittklässler keine Hortbetreuung mehr bräuchten. Sie rechnet daher mit einem Mehrbedarf an 75 Hortplätzen.

Die Verwaltung erwägt zum einen, bis August 2014 drei Container aufzustellen. Diese Bauten hätten insgesamt sechs Räume, die jeweils in Doppelnutzung als Klassenzimmer und Hort dienen könnten. Damit entstünden bis zu 90 Hortplätze. Nach gegenwärtigen Schätzungen würde die Errichtung der Container 325.000 Euro kosten.

Entscheidung fällt die Stadtverordnetenversammlung

Zum anderen wird die Anmietung des Gemeindehauses diskutiert. Dies wäre wohl für etwa vier Jahre der Fall. Denn laut Schulentwicklungsplan, über den die Politik noch zu befinden hat, soll die Schule bis 2017 einen Neubau erhalten, in dem Raum für 180 Hortplätze ist. Dann wäre der gegenwärtige Mangel behoben. Reich: „Die Fläche wäre ideal, weil es dort auch Spielplätze gibt.“ Zudem wäre auch der Gemeinde geholfen die in Finanzschwierigkeiten stecke. „Wenn uns die Gemeinde ein entsprechendes Angebot macht, würden wir das lieber wahrnehmen, als die Container aufzustellen“, sagt Reich.

Eine endgültige Entscheidung dürfte die Stadtverordnetenversammlung am 16. Dezember treffen.