Mietgarten

Reiche Gemüse-Ernte aus dem Mietgarten

Familie Mauermann, allen voran der kleine Oskar, ernteten fleißig im Mietgarten

Familie Mauermann, allen voran der kleine Oskar, ernteten fleißig im Mietgarten

Foto: HLinde@wmg.loc / Familie Mauermann

Familie Mauermann hatte bei der Ernte im Mietgarten auf Hof Rehders ordentlich zu tun. Seit April gibt es das Angebot.

Norderstedt.  Kiloweise Kartoffeln und Kohlrabi, grüne Bohnen, Salat und Zucchini. Die Familie Mauermann kann gar nicht so schnell ernten, – und essen –, wie das Gemüse in ihrem Mietgarten wächst. Seit Saison-Eröffnung Ende April gärtnern Susanne und Mark Mauermann mit wahrlich wachsender Begeisterung in ihren Beeten auf dem Mietgarten-Acker von Hof Rehders am Grünen Weg in Norderstedts Ortsteil Glashütte. Auch Oskar, mit zwei Jahren der Jüngste der Familie, sät und erntet, gießt und harkt.

„Das macht uns allen einen riesigen Spaß, und wir haben schon entschieden, dass wir nächstes Jahr wieder einen Garten mieten“, sagt Mutter Susanne Mauermann. „Der Garten bringt einfach Freude. Besonders stolz sind wir auf die Bohnen und Erbsen, Kartoffeln, Rote Beete und Zwiebeln“, sagt Vater Mark Mauermann. Für Oskar war vor allem die Ernte der Frühkartoffeln ein Erlebnis. „Er hat die ganze Erde nach Kartoffeln durchwühlt, er ist ein richtiger kleiner Kartoffel-König geworden“, sagt Susanne Mauermann. Jubelschreie gab es auch, wenn Oskar eine dicke Möhre aus dem Beet gezogen hat.

Im Mietgarten Gleichgesinnte treffen

Klar, dass der Zweijährige auch jedes Gemüse isst, das er erntet. „Sonst verschmähen Kinder in Oskars Alter ja eher das Gemüse“, weiß Susanne Mauermann. Für gemüsescheue Kinder und Eltern, die das gern ändern würden, sei ein eigener Garten als spielerische Erziehungsmaßnahme fantastisch. „Wir bereiten immer direkt ein Essen aus dem geernteten Gemüse, und Oskar isst jetzt von Salat über Karotten bis zu Zucchini alles“, schwärmt Mark Mauermann.

Der Mietgarten sei aber auch ein guter Ort, um Gleichgesinnte kennenzulernen. Viele der Mit-Mietgärtner würden ihr Gemüse verschenken, wenn die Ernte gar zu üppig ausfällt. „Als wir einmal geknickt vor unserem Zucchini-Beet standen, weil die Ernte gar zu mager war, kamen die Mietgarten-Nachbarn und versorgten uns mit Zucchini aus ihrem Garten“, erinnert sich Susanne Mauermann.

Auch die Kürbisernte fiel magerer aus als erhofft. „Wir haben nach der Aussaat das Beet einmal zu engagiert vom Beikraut gesäubert und geharkt, das waren aber schon die Kürbispflänzchen“, sagt Susanne Mauermann. Sie hätten eben versäumt zu gucken, wie die Kürbis-Triebe aussehen. Doch die Freude am Gärtnern und Ernten überwiegt bei Weitem.

Inzwischen kann die Familie aus Hamburg-Eimsbüttel auch anderen Garten-Frischlingen Ideen und Tipps geben: „Wichtig ist, dass man sich vorher informiert, wie die Jungpflanzen aussehen, denn wir haben unsere Zucchini, Kürbisse und Gurken dezimiert, weil wir die Sprösslinge für Unkraut hielten und sorgsam entfernt haben“, sagen Mauermanns.

Trotzdem hat die Familie mehr Gemüse geerntet, als sie bei den Mahlzeiten verarbeiten konnte. Ein Entsafter musste her. „Alles, was wir nicht essen konnten, wurde zu Saft“, sagt Susanne Mauermann und freut sich, dass Sohn Oskar auch noch zum wahren Saft-Experten geworden ist.

Die zweite Anschaffung war ein Gemüsekochbuch, um Abwechslung in den Speiseplan mit eigenem Gemüse zu bringen. Im nächsten Jahr will die Familie gleich nach der ersten Ernte neue Saat einbringen und wieder Jungpflanzen setzen, damit sie noch einmal ernten können. Begeistern konnten sie auch ihre Freunde, die während ihres Urlaubs im Garten geerntet haben. „Egal, wem wir von unserem Gartenexperiment erzählen, alle sind sehr angetan“, sagen die Mauermanns. Viel Gemüse hätten sie verschenkt und sich sehr gefreut, wenn die Freunde die Frische und Ursprünglichkeit von Kartoffeln, Kohlrabi und Co. entdeckt hätten.