Amateurtheater

Elmshorner Theatergruppe „Wilde 13“ sucht neues Zuhause

Die Theatergruppe „Wilde 13“ aus Elmshorn feiert bald die Premiere ihres neuen Stücks.

Die Theatergruppe „Wilde 13“ aus Elmshorn feiert bald die Premiere ihres neuen Stücks.

Foto: Privat

Amateurtheater spielt im März zwei Mal „Die Mausefalle“ von Agatha Christie im Stadttheater – und braucht Platz für Fundus.

Elmshorn.  Mit freudiger Erwartung arbeiten die Akteure der „Wilden 13“ auf den 20. März hin. Dann hebt sich im Stadttheater der Premierenvorhang für das neue Stück „Die Mausefalle“ von Agatha Christie. Rundum positiv ist die Stimmung allerdings nicht, denn ein Problem lastet auf der Amateurtheatertruppe. Sie sucht dringend einen Platz für den Fundus. „Wir brauchen dringend Hilfe“, sagt Ensemblemitglied Torsten Schröder.

Elmshorner Theatergruppe braucht Platz für Fundus

Lange Zeit konnten die Schauspieler Bühnenutensilien, Dekos und Requisiten im Schuppen eines Resthofes in Neuenbrook lagern. Der Bewohner des Hofes war Mitspieler bei der „Wilden 13“. Doch nachdem er sich von der Truppe verabschiedet hatte, musste ein neuer Platz für den Fundus gefunden werden. Derzeit befindet er sich in einem leer stehenden Haus in Uetersen. „Das ist aber eine zeitlich befristete Lösung, kein Dauerzustand“, so Schröder.

In einem sozialen Netzwerk hat die Laientruppe schon um Unterstützung gebeten. Über mangelnde Rückmeldungen konnten sich die Elmshorner nicht beklagen, allerdings von der falschen Seite. „Wir haben einige Antworten von Unternehmen bekommen, die Lager vermieten“, berichtet Schröder. Doch diese Selfstorage-Anbieter verlangten horrende Preise.

"Wilde 13" sucht möglichst kostenfrei neues Zuhause

Aber möglichst kostenfrei soll der Fundus untergebracht werden, denn der Theaterverein verfügt nur über sehr begrenzte Mittel. 25 bis 30 Quadratmeter brauchen die Mimen, denn sie wollen nicht nur das Material unterbringen. Sie möchten auch an Bühnendekorationen bauen können. Deswegen wäre ein Stromanschluss hilfreich, genauso wie eine Toilette.

Abgesehen von der Gemengelage mit dem Fundus befindet sich die „Wilde 13“ derzeit kräftig im Aufwind. Ein paar neue Schauspieler konnten die Mitglieder hinzugewinnen, sodass sie jetzt auch wieder Stücke mit einer größeren Besetzung spielen können. Stücke wie die Kriminalgeschichte um die Mausefalle. Außerdem ist ein neuer und erfahrener Regisseur zum Team gestoßen, der zum ersten Mal bei der Mausefalle dabei ist. Holger Schemion führt auch beim Forum Theater Pinneberg Regie.

Amateurtheater spielt „Die Mausefalle“ von Agatha Christie

Das Stück führt in die Zeit, als Engländer noch sehr zufrieden in ihrem Königreich lebten und der Brexit noch nicht in ihren Köpfen herumspukte. „Die Mausefalle“ wird seit 1952 täglich im Londoner West End gespielt und ist damit das am längsten ununterbrochen aufgeführte Theaterstück der Welt. In dem Kriminalstück von Agatha Christie wird eine Frau ermordet.

Der Täter ist flüchtig, die Polizei hat die Fahndung aufgenommen. An diesem Tag eröffnen Mollie und Giles Ralston ihre kleine Pension Monkswell Manor. Sie erwarten ihre ersten vier Gäste, die bei starkem Schneefall nach und nach eintreffen. Die Spur des Londoner Frauenmörders führt direkt hierher. Das Gästehaus ist eine Mausefalle, in der nicht nur weitere Mordopfer, sondern auch der Mörder selbst gefangen sind. Jeder ist verdächtig, aber: Wer ist das nächste Opfer, wer der Mörder?

Amateurtheater feiert 30-jähriges Bestehen

Zwölf Absolventen der 13. Klasse der Meinert-Johannsen-Schule in Elmshorn haben 1991 die Truppe aus der Taufe gehoben. Im kommenden Jahr feiern sie also 30-jähriges Bestehen. Torsten Schröder ist der einzige von den Gründern übrig gebliebenen Akteure. Die „Wilde 13“, den Namen der Piratenbande aus „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“, wählten sie, weil am 13. April und 13. Mai das erste Stück aufgeführt wurde.

Theater: Fr. 20.3., Sa 21.3., 20 Uhr, Klostersande 30, 15 Euro, www.w13.org