Pinneberg
Wirtschaft

Vier neue Gewerbebetriebe für Halstenbek

Am Gewerbering entstehen derzeit zwei Gewerbeeinheiten

Am Gewerbering entstehen derzeit zwei Gewerbeeinheiten

Foto: Arne Kolarczyk / HA

Auf einer ehemaliger Baumschulfläche am Rande der Halstenbeker Wohnmeile entsteht unter anderem eine Autowaschstraße.

Halstenbek.  Es wird gebaut – und Halstenbek bekommt neues Gewerbe. Angrenzend an den aktuell gesperrten Gewerbering entstehen auf einem 7600 Quadratmeter großen Grundstück am Rande der Wohnmeile zwei Einheiten, die von vier Anbietern belegt werden. Es handelt sich um eine Altlast, der zugrundeliegende B-Plan 66 wurde schon im April 2005 mit den Stimmen von CDU und SPD beschlossen.

Die bisherige Baumschulfläche weckte einst Begehrlichkeiten. Ein Möbelhaus wollte sich dort ansiedeln, auch ein Umzug des Baumarktes Lüchau war im Gespräch. Gebaut wird nun eine 1300 Quadratmeter große Waschstraße, die etwas mehr als die Hälfte der Fläche belegen und auf dem hinteren Teil zum Seemoorweg liegen wird. Auf dem vorderen, zur Lübzer Straße gelegenen Grundstücksteil entsteht eine 1500 Quadratmeter große Halle, die von drei Firmen belegt wird. Geplant sind ein Motorradhandel inklusive Werkstatt, der aus Hamburg nach Halstenbek zieht, eine Autowerkstatt sowie eine Firma für Sicherheitssysteme. Alle Projekte sollen noch in diesem Jahr fertiggestellt werden. Die Erschließung erfolgt jeweils über den Gewerbering.

Die Gemeinde hatte lange mit dem Eigentümer um die Schaffung einer Ausgleichsfläche gerungen. Letztlich genehmigte jetzt der Kreis das Bauprojekt ohne Ausgleich. Ende vorigen Jahres beschloss der Bauausschuss, auf eine mögliche Klage gegen den Kreis zu verzichten. „Wir waren anderer Ansicht und haben die Erfolgsaussichten einer Klage geprüft“, sagt dazu auf Anfrage Bürgermeister Claudius von Rüden.

Ein Rechtsgutachten habe die Erfolgsaussicht auf 50:50 eingeschätzt. Von Rüden: „Wir haben dann vorgeschlagen, es zu lassen. Die Kosten wären bei einer Niederlage sehr hoch gewesen, außerdem hätte sich das über eine lange Zeit hinziehen können.“ Er begrüße die Ansiedlung neuer Betriebe an dieser Stelle. „Das ist gut für Halstenbek.“