Pinneberg
Wirtschaft

Halstenbek: Es tut sich was bei Greve

In Halstenbek könnte sich bald etwas tun

In Halstenbek könnte sich bald etwas tun

Foto: Marvin Mertens

Nach jahrelangem Stillstand einigen sich die Gemeinde Halstenbek und der Investor auf die Auswahl eines Planungsbüros.

Halstenbek.  Der Investor Greve und Halstenbek – das schien nicht zu passen. Seit fast 14 Jahren stockt die Entwicklung eines Gewerbegebiets angrenzend an die Wohnmeile. Jetzt tut sich was bei dem Projekt. Es ist nur ein kleiner Schritt, aber immerhin: Gemeinde und Investor haben sich auf die Auswahl eines Planungsbüros verständigt.

Das bestätigt Halstenbeks Bürgermeister Claudius von Rüden. Er hat sich seit seinem Amtsantritt im Februar 2017 mehrmals mit den Greve-Verantwortlichen getroffen. „Wir haben eine gute Gesprächsgrundlage geschaffen“, sagt von Rüden und spricht sogar von einer entstandenen „Vertrauensbasis“. „Wir mussten zunächst einmal Verständnis füreinander entwickeln.“

Das Büro solle noch in diesem Jahr das 100.000 Quadratmeter große Gelände zwischen Gärtnerstraße, Eidelstedter Weg und Seemoorweg maßstabsgetreu überplanen und das Ergebnis den zuständigen Kommunalpolitikern vorstellen. Diese Pläne könnten dann als Grundlage für die Aufstellung des notwendigen Bebauungsplans dienen, für den umfangreiche Gutachten und eine Öffentlichkeitsbeteiligung erforderlich sind. Aufgrund der komplexen Verfahrensabläufe wird sich auch dieses Jahr auf der Fläche nichts tun. Frühestens 2019 könnten die ersten Bagger anrollen.

Einst war das Areal für Fachmarktzentrum, Möbelhäuser, Seniorenresidenz und Büroimmobilien vorgesehen. Nach dem Platzen dieser Pläne hüllte sich Greve lange in Schweigen, ehe der Investor 2014 ein Drittel der Fläche für mehr als 200 Wohneinheiten einforderte. Schließlich einigten sich Verwaltung, Politik und Investor 2016 auf 90 Einheiten in Einzel, Doppel- und Reihenhäusern. Das 3,5 Hektar große Wohngebiet soll durch einen Grünstreifen von dem 7,3 Hektar großen Gewerbeareal getrennt werden, das für emissionsarme mittelständische Unternehmen vorgesehen ist. Die Gemeinde erhält ein Mitspracherecht bei der Auswahl der Firmen.