Pinneberg
Bürgermeisterwahl

Halstenbeks SPD nominiert ihren Kandidaten

SPD-Ortschef Jürgen Boller (l.) und Fraktionschef Christoph Bittner (r.) mit ihrem Kandidaten Claudius von Rüden

SPD-Ortschef Jürgen Boller (l.) und Fraktionschef Christoph Bittner (r.) mit ihrem Kandidaten Claudius von Rüden

Foto: Arne Kolarczyk / HA

Der 39-Jährige Claudius von Rüden soll Halstenbeks Verwaltung leiten, wenn es nach der SPD geht. Mittwoch Votum der Parteibasis.

Halstenbek.  Der Name Claudius von Rüden wird die nächsten Monate in Halstenbek häufiger fallen. Der 39-Jährige geht, ein positives Votum der SPD-Mitglieder am Mittwoch vorausgesetzt, als Kandidat für die Bürgermeisterwahl am 11. September ins Rennen. Die parteiinterne Findungskommission aus Vertretern der Fraktion und des Ortsvorstandes sprach sich einstimmig für den Hamburger aus.

Erfahrung in Verwaltung, Privatwirtschaft und Politik, aufgeschlossen und bürgernah: Fraktionschef Christoph Bittner und der Ortsvorsitzende Jürgen Boller sind voll des Lobes für den Mann, der ab Februar 2017 die Nachfolge von Linda Hoß-Rickmann antreten soll. „Wir haben alle Bewerbungen gesichtet. Aber der Einzige, den wir zum Gespräch eingeladen haben, war Herr von Rüden. Und er hat uns sofort überzeugt“, sagt Bittner.

Claudius von Rüden ist in Krefeld geboren, studierte in Münster Politikwissenschaft, Geschichte und Öffentliches Recht und kam 2004 nach Hamburg, wo er in einer kleinen Firma für Marketing, Kommunikation und Personal zuständig war. Es folgte 2009 der Wechsel in den öffentlichen Dienst. Im Bezirksamt Mitte war der heute 39-Jährige erst Wirtschaftsförderer, dann Koordinator für Business Improvement Districts und später Regionalbeauftragter für Finkenwerder. Aktuell ist er als Referent für den Binnenhandel in der Wirtschaftsbehörde tätig. Von Rüden wohnt in Hamburg-Osdorf, ist verheiratet und hat drei Kinder im Alter zwischen 9 Monaten und acht Jahren. Seit 2008 sitzt er für die SPD in der Bezirksversammlung Altona und ist Ortschef der Partei in Osdorf.

„Im Falle meines Wahlsieges beende ich die politische Tätigkeit. Ich werde ein Allparteien-Bürgermeister“, sagt der Kandidat, der einen Umzug nach Halstenbek für selbstverständlich hält. Von Rüden will sich für bezahlbaren Wohnraum, für eine solide Finanz- und Wirtschaftspolitik und für eine Beibehaltung des Bildungs- und Kulturangebots einsetzen. Außerdem ist ihm Bürgerbeteiligung wichtig. „Ich mag es, auf die Menschen zuzugehen“, sagt er.

Thies Thiessen, der für die Nord-SPD 25 Bürgermeisterkandidaten gefunden und gecoacht hat, stellte den Kontakt zwischen von Rüden und der Halstenbeker SPD her. 18 der 25 Thiessen-Kandidaten waren erfolgreich. Am Mittwoch (18.30 Uhr, DRK-Begegnungsstätte, Schulstraße) entscheidet die SPD-Basis über den Kandidatenvorschlag. Die Grünen haben bereits Heinrich Willing aufgestellt, die CDU will eventuell nach Ostern einen Bewerber vorstellen.