Pinneberg
Bürgermeisterwahl

Halstenbeks Grüne nominieren Heinrich Willing

Heinrich Willing wird von den Grünen ins Rennen um das Bürgermeisteramt geschickt

Heinrich Willing wird von den Grünen ins Rennen um das Bürgermeisteramt geschickt

Foto: Arne Kolarczyk / HA

Finanzausschussvorsitzender tritt am 11. September bei der Bürgermeisterwahl an. Erster Kandidat, der von Parteien benannt wird.

Halstenbek.  In Halstenbek steht der erste Kandidat für die Nachfolge von Bürgermeisterin Linda Hoß-Rickmann fest: Die Grünen stellen mit Heinrich Willing, 52, einen Bewerber aus den eigenen Reihen. Am Montagabend wurde der Vertriebsmitarbeiter auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung mehrheitlich gewählt. Er war der einzige Kandidat, nach dem eine zweite Bewerbung aus der Fraktion zurückgezogen worden war.

Willing stammt ursprünglich aus Nordrhein-Westfalen und kam als Bundeswehrzeitsoldat in den Norden. Seit 1989 wohnt der heute 52-Jährige (verheiratet, ein Sohn, 17, eine Tochter, 20) am Luruper Weg in Halstenbek. Er war lange Jahre beim SV HR als Trainer engagiert und kam als Elternbeiratsvorsitzender der Grund- und Gemeinschaftsschule erstmals mit der Politik in Berührung. Seit 2009 ist Willing Mitglied bei den Grünen, arbeitete zunächst als bürgerliches Mitglied mit und kam 2013 in die Gemeindevertretung. Seit Ende 2015 ist er als Vorsitzender des Finanzausschusses aktiv.

Beruflich arbeitet er seit 25 Jahren für den Essig- und Senfhersteller Carl Kühne, ist dort im Vertrieb tätig. Für ihn sei ein Seitenwechsel in die Verwaltung reizvoll, sagt Willing. „Ich habe mit vielen Leuten aus meinem Umfeld gesprochen, alle unterstützen meine Kandidatur.“ Im Falle eines Wahlsieges wolle er sich für eine Konsolidierung der Gemeindefinanzen und eine Begrenzung des Wohnungsbaus („Das ist zuletzt ziemlich ausgeufert“) einsetzen. Willing spricht sich für sozialen Wohnungsbau aus und hofft auf eine baldige Einigung mit der Hamburger Greve-Gruppe, um dringend benötigte Gewerbeflächen am Gewerbering erschließen zu können.

Den Kontakt zum Bürger will er ins Zentrum seines Wahlkampfs stellen. „Ich will versuchen, ein Team aus Fraktion und Partei um mich zu scharen, um eine Strategie zu entwickeln.“ Als Bewerber einer Partei muss der 52-Jährige keine Unterstützungsunterschriften sammeln. Auch SPD, CDU und FDP sind auf Kandidatensuche, möglicherweise wollen die Sozialdemokraten noch diese Woche ihre Entscheidung öffentlich machen. Gewählt wird am 11. September. Amtsinhaberin Linda Hoß-Rickmann tritt zum 1. Februar 2017 in den Ruhestand.