Pinneberg
Halstenbek

Parteien küren Bewerber für Bürgermeisteramt

Im September wählen die Halstenbeker einen neuen Bürgermeister. Die ersten Kandidaten haben sich jetzt beworben

Im September wählen die Halstenbeker einen neuen Bürgermeister. Die ersten Kandidaten haben sich jetzt beworben

Foto: Uwe Anspach / dpa

Mehrere Kandidaten haben sich jeweils bei SPD, Grünen und CDU um den Posten an Halstenbeks Verwaltungsspitze beworben.

Halstenbek.  In Halstenbeks Bürgermeisterwahl kommt Bewegung. Nach Veröffentlichung der Stellenausschreibung haben sich bei den Parteien mehrere Bewerber um die Nachfolge von Linda Hoß-Rickmann gemeldet. Und mit SPD und den Grünen schaffen zwei Parteien Fakten: Beide wollen noch in diesem Monat ihre Kandidaten für die Verwaltungsspitze bestimmen.

Als erstes könnten die Grünen Vollzug melden. Sie haben bereits für Montag, 7. März, um 19.30 Uhr zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung in die Grund- und Gemeinschaftsschule an der Bek eingeladen. Geplant ist eine zehnminütige Einzelvorstellung der Bewerber, die sich vorab schriftlich beim Ortsverband gemeldet haben. Dann sollen sich eine Einzelbefragung sowie eine geheime Wahl anschließen. „Es könnte aber sein, dass wir den Termin noch einmal verschieben müssen, weil etwas dazwischen gekommen ist“, sagt Ortschefin Gudrun Haker. Näheres will sie nicht preisgeben. Wie das Abendblatt erfuhr, soll einer der beiden innerparteilichen Kandidaten kurzfristig die Bewerbung zurückgezogen haben.

SPD hat sich offenbar schon entschieden

Die SPD ist offenbar noch weiter. Dort soll sich der Ortsvorstand bereits auf einen Bewerber festgelegt haben. Für den 16. März laden die Genossen laut Ortschef Jürgen Boller zu einer Mitgliederversammlung ein, die den SPD-Kandidaten für das Amt bestimmen soll. Bereits fünf Tage vorher lädt die Partei zu einem Pressetermin ein, bei dem sie offenbar ihren Favoriten präsentieren will. „Insgesamt haben wir drei Bewerbungen erhalten“, sagt Boller. Sein Ortsverband sei von der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik (SGK) unterstützt worden, deren Chef Thies Thiessen etwa Christiane Küchenhof in Schenefeld, Andrea Hansen in Uetersen und Heike Döpke in Barmstedt zum Wahlsieg verhalf.

„Bei uns haben sich vier Bewerber telefonisch gemeldet, einer hat bislang seine Unterlagen eingereicht“, sagt CDU-Ortsvorsitzende Kirsten Sajitz. Kandidaten aus den eigenen Reihen gebe es bislang nicht. Die Union wolle abwarten, was an Bewerbungen eingeht und später entscheiden, ob und wenn ja, wen sie unterstütze. Sajitz: „Ich schließe nicht aus, dass wir jemanden unterstützen, der auch von anderen Parteien mitgetragen wird.“

Einen eigenen Kandidaten wird auch die FDP nicht aufstellen. Dort haben sich laut Ortschef Wolfgang Pipping bisher keine Interessierten gemeldet. „Wir warten erst einmal ab, was noch an Bewerbungen eingeht und entscheiden dann, ob wir jemanden unterstützen.“ Parteiunabhängige Bewerber, die 135 Unterstützungsunterschriften sammeln müssten, gibt es bislang nicht. Entsprechende Listen sind laut Bürgermeisterin in der Verwaltung noch nicht abgefordert worden.