Norderstedt
Handball

SV Henstedt-Ulzburg feiert den sechsten Heimsieg

Stark: SVHU-Linksaußen Jens Thöneböhn hatte  mit acht Treffern bei acht Versuchen eine hundertprozentige Wurfausbeute

Stark: SVHU-Linksaußen Jens Thöneböhn hatte mit acht Treffern bei acht Versuchen eine hundertprozentige Wurfausbeute

Foto: Thomas Maibom

Zweitliga-Handballer bezwingen den TV 1893 Neuhausen mit 27:23 und haben nun sechs Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz.

Henstedt-Ulzburg. Die rund 600 Fans der Zweitliga-Handballer des SV Henstedt-Ulzburg hatten sich von den Sitzen in der Halle 2 des Schulzentrums Maurepasstraße erhoben und feierten die Gastgeber schon zwei Minuten vor dem Schlusspfiff mit stehendem Applaus – bereits zum vierten Mal seit Ende der Winterpause im Februar. Diesmal gab’s einen verdienten 27:23 (13:11)-Triumph der „Frogs“ über den Tabellennachbarn TV 1893 Neuhausen zu bejubeln, ein ganz wichtiger Sieg im Kampf um den Klassenerhalt. Die SVHU-Spieler genossen sichtlich den Moment und bedankten sich nach dem Schlusspfiff ihrerseits beim Publikum für die lautstarke Unterstützung.

Zwei Akteure hatten einen besonders guten Grund, mit dem Endresultat und mit sich selbst rundum zufrieden zu sein. Zunächst einmal Jens Thöneböhn, der „Mr. 100 Prozent“ im Team des Trainerduos Matthias Karbowski und Amen Gafsi. Der Linksaußen war mit seinen acht Würfen achtmal erfolgreich – eine perfekte Ausbeute.

„Wir haben am Vorabend noch gegrillt, vielleicht sollten wir das regelmäßig machen“, sagte der 29-Jährige mit einem Schmunzeln, um dann aber auch gleich seine Leistung zu relativieren. „Wir waren von unseren Trainern super vorbereitet, wussten eigentlich immer, was passieren würde und waren vor allem bemüht, keine Tore über den Kreis einzufangen. Im Gegenzug hatten wir meistens eine gute Antwort auf die Neuhausener 3:2:1-Abwehr und haben die Fehler unseres Gegners genutzt.“

Der Erstligist der Saison 2012/2013 zeigte aber nicht nur in der Defensive, sondern auch im Angriff Schwächen. Gegen die über 60 Minuten mit Volldampf arbeitende SVHU-Abwehr, in deren Mitte sich Kapitän Nico Kibat, Florian Bitterlich und Tim Völzke keine Pause gönnten, mussten die Gäste ihre Angriffe oft lange ausspielen, es gab kein Durchkommen.

Und wenn sie es doch einmal schafften, dann stand hinter der beweglichen Deckung mit Jan Peveling der zweite Held der Henstedt-Ulzburger. Der 27 Jahre alte Keeper, der in der Woche vor dem Match verletzungsbedingt nicht trainieren konnte, war mit 18 Paraden der Rückhalt der „Frogs“ und vereitelte reihenweise gute Chancen des Kontrahenten.

„Das hatte, ohne seine starke Leistung schmälern zu wollen, auch etwas mit unserem Abwehrkonzept zu tun“, sagte Coach Matthias Karbowski, „wir haben die Würfe aus dem Neuhausener Rückraum immer wieder geblockt oder aber bewusst zugelassen. Das war ein Spiel, das einem Torhüter die Chance gibt, sich auszuzeichnen – und die hat ,Peve‘ genutzt.“

So, wie das gesamte Team des SVHU die Möglichkeit wahrnahm, um einen weiteren Schritt Richtung Klassenerhalt machen. Mit dem sechsten Heimsieg hat sich der Tabellen-13. bei nur noch sechs ausstehenden Partien einen Sechs-Punkte-Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz verschafft. Diesen belegt aktuell die HG Saarlouis.

„Schade, dass für uns nun zwei ex­trem schwierige Auswärtsspiele beim ASV Hamm-Westfalen und beim TUSEM Essen folgen, ehe wir am 16. Mai den TV Hüttenberg empfangen“, so Matthias Karbowski, „aber die Mannschaft hat in den letzten Wochen einen Reifeprozess durchlaufen und muss sich vor keinem Gegner verstecken. Wir wollen möglichst schnell weiterpunkten; vielleicht geht ja schon in dieser Woche was...“

Spielverlauf: 1:1 (3.), 4:1 (7.), 5:2, 5:4 (14.), 6:5, 10:5 (21.), 11:6 (23.), 11:8, 12:10 (29.), 13:11 – 15:12 (34.), 15:14, 16:15 (39.), 18:15 (42.), 18:17 (44.), 20:17 (50.), 20:18, 21:19, 22:20 (56.), 24:20 (57.), 24:21, 25:21 (59.), 26:22 (60.), 27:23.
Tore des SV Henstedt-Ulzburg:
Jens Thöneböhn (8), Tim Völzke (6), Julian Lauenroth (3/davon 2 Siebenmeter), Florian Bitterlich, Daniel Eggert und Sasa Todosijevic (je 2), Pavle Karacic, Robert Schulze und Stanislaw Demovic (je 1), Nico Kibat (1/1).
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