Handball

Mannschaftskapitän Nico Kibat bleibt an Bord

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Ulrich Stückler
Nico Kibat ist seit 2012 für den SV Henstedt-Ulzburg aktiv

Nico Kibat ist seit 2012 für den SV Henstedt-Ulzburg aktiv

Foto: Frank Scheuring

Der 35 Jahre alte Routinier spielt unabhängig vom Zweitliga-Klassenerhalt auch in der Saison 2015/2016 für den SV Henstedt-Ulzburg.

Henstedt-Ulzburg. Der Spielführer der Zweitliga-Handballer des
SV Henstedt-Ulzburg hat ein Zeichen gesetzt. Mannschaftskapitän Nico Kibat, 35, hat seinen Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert. Dieser Entscheidung folgte prompt ein sensationell deutlicher 25:20-Heimsieg über den ehemaligen Deutschen Meister und Europapokalsieger TV Großwallstadt. Und auch bei der aktuellen 27:29 (11:12)-Auswärtsniederlage gegen den Tabellenzweiten DJK Rimpar Wölfe trug Kibat seinen Teil zum respektablen Auftritt bei. Der SVHU hat aus den letzten fünf Partien 6:4 Punkte geholt und liegt als Tabellen-13. vier Positionen vor dem ersten Abstiegsrang.

Kibat, der 2012 von der SG BBM Bietigheim nach Henstedt-Ulzburg kam, geht damit in seine vierte Saison bei den „Frogs“. Der gebürtige Rendsburger, der seine Karriere bei der
HSG Schülp/Westerrönfeld begann und mit dem THW Kiel zweimal Deutscher Meister wurde (1989/1999 und 1999/2000), sammelte auch beim Stralsunder HC Erstliga-Erfahrung. Danach lief er jeweils vier Jahre für die Süd-Zweitligisten TG Friesenheim und Bietigheim auf.

Beim SVHU ist Kibat als Abwehrchef wie auch als Regisseur in der Offensive geschätzt. „Wir freuen uns, mit Nico den Kopf der Mannschaft weiter an Bord zu haben“, sagte Geschäftsführer Olaf Knüppel, „er hat die Mannschaft durch schwierige Zeiten geführt, immer zum Verein gehalten und maßgeblichen Anteil daran, dass wir uns als Aufsteiger in der 2. Handball-Bundesliga so gut behaupten können.“

Und was sagt Kibat? „Ich habe in mich hineingehorcht und fühle mich fit. Ich kann der Mannschaft helfen, der Verein ist mir ans Herz gewachsen und ich fühle mich hier pudelwohl“, so der 1,91 Meter große Mittelmann, der für die jungen Akteure Ansprechpartner und Ratgeber ist.

Letzteres ist sehr wichtig. Coach Matthias Karbowski: „Ich habe in Rimpar von DJK-Trainer Jens Bürkle ein Kompliment erhalten. Er meinte, wir würden ihn an sein Team aus der letzten Saison erinnern, also eine Mannschaft mit jungen Spielern und großem Potenzial. Ein Routinier wie Nico Kibat ist in unserem Kader Gold wert.“

Der SVHU gehört zu den Zweitliga-Clubs, die ihren Spielern neben dem Leistungshandball Ausbildungsmöglichkeiten und berufliche Perspektiven verschaffen. So konnten die „Frogs“ dem ausgebildeten Berufsschullehrer Kibat nun einen anspruchsvollen Job im IT-Bereich bieten.

Nico Kibats Vertrag gilt übrigens auch für die 3. Liga. Doch der Kapitän selbst plant für die zweithöchste deutsche Klasse: „Vor zwei Jahren sind wir unglücklich abgestiegen, aber diesmal werden wir unser Saisonziel erreichen, da bin ich mir ganz sicher.“

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