Rätsel

Ein Forscher, der die Harmonie in der Natur suchte

Wolkenformation in Form eines Fragezeichens (Bearbeitung).

Wolkenformation in Form eines Fragezeichens (Bearbeitung).

Foto: Artur Cupak / picture alliance / imageBROKER

Jeden Tag stellen wir Ihnen eine Aufgabe. In unserem heutigen Denksport-Rätsel geht es um einen Wissenschaftler mit Sammlerdrang.

Kreis Segeberg.  Sie verbringen während der Corona-Pandemie viel Zeit in den eigenen vier Wänden, und die Langeweile nagt an Ihnen? Nun, versuchen Sie doch einmal, das folgende Denksport-Rätsel zu lösen.


„Mein eigentlicher, einziger Zweck ist, das Zusammen- und Ineinanderwirken aller Naturkräfte zu untersuchen. Kurz, ich muss die Harmonie in der Natur herausfinden“, beschrieb der Forscher seine Lebensaufgabe. Wegen seines naturwissenschaftlichen Sammlerdrangs wurde der Sohn eines preußischen Majors schon in seiner Jugend von Mitschülern scherzhaft „kleiner Apotheker“ genannt. Nach umfassenden Universitätsstudien (Biologie, Astronomie, Geologie, Sprachen) und ersten Forschungsreisen in Europa startete der 30-Jährige gemeinsam mit dem französischen Botaniker Aimé Bonpland 1799 zum ganz großen Abenteuer.

Auf der fünf Jahre währenden Expedition durch Mittel- und Südamerika legten die Gefährten zu Fuß, zu Pferd und im Kanu mehr als 6000 Kilometer zurück. Sie führten Ortsbestimmungen und Höhenmessungen durch, befuhren Orinoco und Amazonas und erklommen den bis dahin von Menschen unbestiegenen Vulkan Chimborazo. Vor der peruanischen Küste maß der Majorssohn die Temperatur eines gewaltigen Meeresstroms, der heute nach ihm benannt ist.

Er hauste in einer chaotischen Gelehrtenstube

Nach seiner Rückkehr lebte der Forscher 20 Jahre in Paris, wo er die botanische Ausbeute der Expedition sichtete – ca. 60.000 Pflanzen. Ab 1830 lebte der Forscher wieder in Berlin, wo auch sein älterer Bruder als Minister und Sprachwissenschaftler tätig war. Dort hauste er in einer chaotischen Gelehrtenstube zwischen Bücherstapeln, Zeichnungen und ausgestopften Tieren. Besuchern zeigte er gern ein Chamäleon: „Es kann ein Auge himmelwärts richten, während es mit dem anderen die Erde inspiziert. Es gibt viele Geistliche, die diese Gabe auch haben.“

Die Harmonie in der Natur hatte er erkennen wollen. Kurz vor seinem Tod im Jahr 1859 resümierte er seine Lebensaufgabe: „Ob in den Wäldern des Amazonas oder auf den Felsgraten der Anden, stets war ich gewahr, dass ein Atem, von Pol zu Pol, den Felsen, Pflanzen und Tieren und der schwellenden Brust des Menschen ein einziges Leben einhaucht.“


Wie hieß der Forscher?

Die Antwort steht morgen im Hamburger Abendblatt. In der Wochenendausgabe fragten wir nach dem Namen, den der Volksmund einem Ereignis gab, das weltweit zu einer Rezession führte: Gemeint ist der Begriff „Schwarzer Freitag“ für die Weltwirtschaftskrise von 1929.