Norderstedt
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Rotary Club: 12.000 Euro für den musikalischen Nachwuchs

Das Norderstedter Sinfonie-Orchester gestaltete unter der engagierten Leitung von Frank Engelke wieder ein schwungvolles Neujahrskonzert.

Das Norderstedter Sinfonie-Orchester gestaltete unter der engagierten Leitung von Frank Engelke wieder ein schwungvolles Neujahrskonzert.

Foto: Heike Linde-Lembke

Beim Neujahrskonzert des Rotary Clubs erobert ein junges Talent die Herzen des Publikums. Kartenvorverkauf für 2021 gestartet.

Norderstedt.  Das Neujahrskonzert des Norderstedter Rotarier-Clubs in der „TriBühne“ ist ein Publikums-Magnet und ein gesellschaftliches Ereignis der Stadt, zumal die Musikerinnen und Musiker der Orchester in diesem Jahr als Gratulanten zum 50. Geburtstag der Stadt auftraten. Kaum hatte Rüdiger George, der das Konzert wie gewohnt kenntnisreich und mit viel Witz moderierte, den Kartenvorverkauf fürs 22. Konzert am 8. Januar 2021 freigegeben, setzte in der Pause ein Run auf die Karten ein.

George, auch Leiter der Musikschule, begrüßte wieder bekannte Gäste, darunter Stadtpräsidentin Kathrin Oehme, Kulturpreisträgerin Christa Heise-Batt, Oberbürgermeisterin Elke Christina Roeder und CDU-Landtagsabgeordnete Katja Rathje-Hoffmann. Vor allem aber überreichte George Schecks in Höhe von 12.000 Euro. Je die Hälfte geht an Norderstedter Schulen, die sich um Unterstützung für ein Musikprojekt beworben haben, und an die Kulturstiftung Norderstedt, die musik- und schauspielbegabten Kindern und Jugendlichen Stipendien gewährt. Seit dem Jahr 2000 fördert der Rotarier-Club junge Talente dank des Eintrittsgelds zum Konzert, dank Spendern und Sponsoren mit bis jetzt mehr als 120.000 Euro.

Norderstedter Kammerorchester spielt rumänische Volkstänze

Das Konzert war dem 50. Stadt-Geburtstag gewidmet, und so gestalteten 50 Kinder des Blockflöten-Orchesters der Norderstedter Grundschulen die Ouvertüre mit sauberem Flötenklang. Vor allem begeisterten sie mit der Komposition eines weiteren Jubilars, mit Ludwig van Beethovens „Ode an die Freude“, die sie nicht nur fein spielten, sondern auch sangen. Der reine Klang der Kinderstimmen und ihrer Flöten wäre ohne die Begleitung von Instrumentalmusik aus der Konserve noch besser erlebbar gewesen.

Mit der Bitte, in den Satzpausen nicht zu klatschen, sagte der Moderator das Norderstedter Kammerorchester an, das flott rumänische Volkstänze von Béla Bartók spielte und das Volkstümliche der Musik gut betonte. Die Leitung hatte Dirigent Frank Engelke, seine Ehefrau Ilka Mende hatte das Stück mit den Laienmusikern einstudiert. Zur eher unbekannten Ouvertüre „Zur Namensfeier“ von Beethoven kamen auch die weiteren Musikerinnen und Musiker des Norderstedter Sinfonie-Orchesters auf die Bühne. Seit 17 Jahren gestaltet das Streich-Orchester der Musikschule das Neujahrskonzert mit wachsendem Erfolg.

Solo-Sänger Benjamin Mende erobert Herzen der Zuschauer

Im zweiten Konzertteil ließ das Orchester 50 Jahre Musikgeschichte Revue passieren, gut gelaunt von Rüdiger George moderiert, der Parallelen zur jungen Geschichte Norderstedts fand. Schwungvoll, mit viel Trommelwirbel und Temperament erklang „Jesus Christ Superstar“ von Andrew Llyod Webber, bei dem die Geigen zu Gitarren wurden. Dem klanggewaltigen „Les Misèrables“ von Claude-Michel Schönberg gaben die Musiker eine romantische Nuance.

In Howard Shores „Herr der Ringe“ überzeugte wieder das Schlagwerk mit hoher Präzision unter Engelkes genauer Leitung. Doch die Herzen des Publikums eroberte in dem Stück ein anderer – Engelkes und Ilka Mendes Sohn Benjamin Mende als kleiner Solo-Sänger mit heller, klarer Stimme. Bei der Scheckübergabe an Hella Schmitt, Vorsitzende der Kulturstiftung, lobte Rotarier Wolfhard Tietgen noch einmal Norderstedt, bevor das Orchester mit einem Tanz aus „Anatevka“ eine Zugabe spielte: „Wir dürfen uns gratulieren, in einer Stadt zu leben, die sich so prächtig entwickelt hat.“