Norderstedt
Itzstedt

Politische Posse um die Wahl des Amtsvorstehers

Landrat Jan Peter Schröder hat sich nun eingeschaltet – damit das Problem mit der Wahl des Amtsvorstehers gelöst wird.

Landrat Jan Peter Schröder hat sich nun eingeschaltet – damit das Problem mit der Wahl des Amtsvorstehers gelöst wird.

Foto: Burkhard Fuchs / HA

In den CDU-internen Machtkampf sorgt für die Posse. Segeberger Landrat hat sich nun eingeschaltet. Wahl für den 10. Januar geplant.

Itzstedt.  Nicht mit programmatischer Arbeit, sondern mit politischen Ränkespielen sorgte der Itzstedter Amtsausschuss 2018 für Schlagzeilen. Eigentlich galten in der Vergangenheit die Wahlen zum Amtsvorsteher als Selbstgänger – die größte Fraktion machte einen Vorschlag, stand geschlossen hinter einem Kandidaten, oftmals gaben sogar die anderen politischen Kräfte ihre Zustimmung.

Nicht so in diesem Fall. Nach der Kommunalwahl stellte die CDU zwar die stärkste Gruppierung in dem Gremium, nahm so auch ihr Vorschlagsrecht wahr. Erst wurde Maren Storjohann, frühere Bürgermeisterin von Seth, nominiert. Sie fand in zwei Wahlgängen jedoch keine Mehrheit und zog dann zurück. Die einflussreichen Wählergemeinschaften forderten die Union auf, das Votum freizugeben – die Christdemokraten lehnten ab, stellten dafür den Tangstedter Bürgermeister Jürgen Lamp auf. Dieser scheiterte jedoch verteilt auf mehrere Termine in sieben Wahlgängen. Letztlich stellte sich heraus, dass ein CDU-interner Machtkampf zu der Posse geführt hatte – die Partei stimmte nicht geschlossen ab.

Amtsausschuss tagt am 10. Januar

Der Segeberger Landrat Jan Peter Schröder schaltete sich nun ein. Schließlich musste das Amt handlungsfähig bleiben. Zwar agiert ein Vorsteher ehrenamtlich, ist aber formal Leiter der Verwaltung, arbeitet eng mit den Fachbereichen zusammen, führt Personalgespräche und bereitet Sitzungen vor. Schröder bestellte daher nach Rücksprache mit dem Amt Volker Bumann (CDU), den vorherigen Amtsvorsteher, als vorläufigen Beauftragten, der die Geschäfte übernahm. Zwar bis auf Weiteres, doch der Landrat mahnte die Fraktionen eindringlich, eine Lösung zu finden. Der Amtsausschuss muss nun während jeder seiner kommenden Sitzungen (die nächste ist am 10. Januar) die Wahl mit höchster Priorität auf die Tagesordnung setzen.