Norderstedt
Arbeitswelt

Beschäftigung im Kreis Segeberg wächst überproportional

Laut der Arbeitsagentur Elmshorn gab es vor allem Zuwächse im verarbeitenden Gewerbe, im Handel sowie in Betrieben der Metallverarbeitung und der Elektrobranche.

Laut der Arbeitsagentur Elmshorn gab es vor allem Zuwächse im verarbeitenden Gewerbe, im Handel sowie in Betrieben der Metallverarbeitung und der Elektrobranche.

Foto: Revierfoto / picture alliance / dpa

Zahl der Beschäftigungsverhältnisse sogar stärker gewachsen als im Land und Bund. Zuwächse vor allem im Handel und der Elektrobranche.

kreis segeberg.  Ende Juni 2018 arbeiteten 91.940 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Kreis Segeberg, 2,3 Prozent mehr als im Juni 2017. Damit ist die Zahl der Beschäftigungsverhältnisse im Kreis sogar stärker gewachsen als im Land (+2,0 Prozent) und im Bund (+2,2 Prozent). Zuwächse gab es laut Arbeitsagentur Elmshorn vor allem im verarbeitenden Gewerbe, im Handel sowie in Betrieben der Metallverarbeitung und der Elektrobranche. Auch in der öffentlichen Verwaltung und im Sozial- und Gesundheitswesen entstanden neue Jobs. Stagnation oder geringe Rückgänge gab es hingegen in der Landwirtschaft, der Logistik und bei Zeitarbeitsfirmen.

„Die boomende Konjunktur hat zwar ihren Zenit überschritten, das Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit prognostiziert für unseren Bezirk für dieses Jahr aber ein moderates Wachstum der Beschäftigtenzahlen. Viele Unternehmen haben noch Personalbedarf“, sagt Ute Beckmann, Geschäftsführerin Operativ der Agentur für Arbeit Elmshorn. Die Zahl der offenen Stellen wächst weiter: Durchschnittlich meldeten die Arbeitgeber im Vorjahr 2510 unbesetzte Stellen, 262 mehr als 2017. Der Arbeitsmarkt im Kreis Segeberg zeigt sich weiterhin sehr dynamisch.

Unterbeschäftigung im Vergleich zum Vorjahr gesunken

Im Jahresschnitt waren im vorigen Jahr 6449 Menschen arbeitslos, 466 weniger als 2017. Die Arbeitslosenquote sank um 0,4 Punkte auf 4,3 Prozent. Allerdings stieg die Zahl der ungelernten Arbeitslosen weiter an. Von den 6449 Arbeitslosen hatten 3206 und damit fast die Hälfte keine Berufsausbildung. „Qualifizierung ist daher für uns eines der Top-Themen in diesem Jahr“, sagt Beckmann. Ob es darum geht, einen Berufsabschluss nachzuholen, Fachkenntnisse aufzufrischen oder ein erforderliches Zertifikat zu bekommen – Arbeitsagentur und Jobcenter fördern viele Qualifizierungen, die die Chancen von Arbeitslosen auf dem Arbeitsmarkt verbessern.

8731 weitere Segeberger waren ohne Arbeit und in Unterbeschäftigung, weil sie weiterqualifiziert wurden, sich selbstständig machen oder krankgeschrieben waren. Die Unterbeschäftigung ist im Vergleich zum Vorjahr um 409 Personen gesunken. Auch Langzeitarbeitslose haben 2018 von der guten Konjunktur profitiert. Die Zahl der Menschen, die ein Jahr oder länger arbeitslos gemeldet waren, sank um 136 im Vergleich zum Vorjahr. Im Jahresdurchschnitt war fast jeder dritte Erwerbslose langzeit arbeitslos.