Norderstedt
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CDU geht mit Frauenquote in Kommunalwahl

Sie führen die CDUListe für die Kommunalwahl 2018 an: Peter Holle (v. l.), Petra Müller-Schönemann, Patrick Pender, Thorsten Borchers, Uwe Matthes, Dagmar von der Mühlen, Katrin Oehme, Friedhelm Voß, Ruth Weidler und Doris Vorpahl

Sie führen die CDUListe für die Kommunalwahl 2018 an: Peter Holle (v. l.), Petra Müller-Schönemann, Patrick Pender, Thorsten Borchers, Uwe Matthes, Dagmar von der Mühlen, Katrin Oehme, Friedhelm Voß, Ruth Weidler und Doris Vorpahl

Foto: Wolfgang Klietz

Norderstedter Christdemokraten stellen Kandidaten für nächste Stadtvertretung auf. Peter Holle mit schlechtesten Ergebnis nominiert.

Norderstedt.  Mehr Frauen und mehr junge Menschen in die Politik – dieses Ziel hatte sich die Norderstedter CDU-Vorsitzende Katja Rathje-Hoffmann für die Aufstellung der Kandidaten zur Kommunalwahl im kommenden Jahr gesetzt, und die Mitglieder sind ihr gefolgt. Erstmals geht der Ortsverband mit einer Frauenquote in eine Wahl. Jede zweite Position auf der Liste wird von einer weiblichen Kandidatin besetzt. Damit hat sich Rathje-Hoffmann mit einer Forderung durchgesetzt, die sie vor mehr als einem Jahr für politische Ämter gefordert hatte. „Wir wollen ein Zeichen setzen“, sagte sie.

Angeführt wird die Liste von Peter Holle, Ruth Weidler, Uwe Mathes, Kathrin Oehme, Friedhelm Voß und Petra Müller-Schönemann.

Die Mitglieder billigten am Freitagabend in der Feuerwache Friedrichsgabe auch den einstimmig gefassten Vorschlag des Vorstands für die Besetzung der Direktkandidaturen. Peter Holle musste jedoch einen Dämpfer einstecken. Der ehemalige Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters und frisch gekürter Spitzenkandidat auf der Liste kassierte die meisten Nein-Stimmen. 44 Christdemokraten stimmten für den Stadtvertreter, 14 gegen ihn. Die Gründe blieben unklar, eine Aussprache dazu fand nicht statt. Die höchste Zustimmung mit jeweils 57 Ja-Stimmen erhielten Dagmar von der Mühlen und Thorsten Borchers.

Auch die erst vor einer Woche verloren gegangene Wahl zum Oberbürgermeister war bei dieser Mitgliederversammlung kein Thema. Der CDU-Bewerber David Hirsch war beim Kampf um die Nachfolge von Hans-Joachim Grote (CDU) der sozialdemokratischen Bewerberin Elke Christina Roeder unterlegen gewesen. „Wir haben das gut überstanden“, sagt Katja Rathje-Hoffmann. „Jetzt wollen wir für die Kommunalwahl stark sein.“ Die Vorsitzende gab auch gleich das Ziel vor. Bei der vergangenen Kommunalwahl habe die CDU 19 von 20 Direktmandaten errungen, am 6. Mai 2018 will die Partei jeden Wahlkreis gewinnen.

Mit der Wahl werden sich mehrere altgediente Christdemokraten aus der Kommunalpolitik verabschieden. Der Vorsitzende der Fraktion und des Hauptausschusses, Gert Leiteritz, trat nicht mehr an. Auch der langjährige Fraktionschef Günther Nicolai und Heideltraut Peihs verzichteten auf eine erneute Kandidatur. Jüngster Neuling unter den Kandidaten ist der 20-jährige Student Patrick Pender. Ebenfalls zum politischen Nachwuchs zählen JU-Chef Kevin Ruhbaum und Rafael Jimenez Salesch.