Finanzmarktkrise

HSH Nordbank: Fortschritte bei Restrukturierung

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Die HSH Nordbank hatte Verluste in Milliardenhöhe zu verzeichnen. Hamburg und Schleswig-Holstein hatten die Bank mit Milliardenaufwand gerettet.

Hamburg. Die von der Finanzmarktkrise hart getroffene HSH Nordbank sieht erste Erfolge bei ihrer Erneuerung. So sei das Kreditersatzgeschäft bereits um gut 4 auf 17 Milliarden Euro reduziert worden, sagte der für die hausinterne Abbaubank zuständige Vorstand Martin von Gemmeren am Donnerstag. 400 Mitarbeiter kümmern sich in der sogenannten Restrukturierungseinheit (RU) darum, ganze Geschäftsfelder abzubauen, die zusammen etwa die Hälfte der Bilanzsumme ausmachen. Darunter befinden sich nach Gemmerens Angaben auch profitable Bereiche wie das Energiegeschäft in den USA. Für „Intensiv- und Sanierungsfälle“ wurde eine eigene Abteilung gebildet.

Die in der RU gebündelten Kapitalmarktaktivitäten und Kreditengagements „sollen bis 2012 bereits signifikant abgebaut sein“, sagte Gemmeren. Am Ende der Restrukturierung soll die Bilanzsumme der Bank etwa 100 Milliarden Euro betragen.

Die HSH Nordbank hatte 2008 einen Verlust von 2,8 Milliarden Euro ausgewiesen. Im vergangenen Jahr waren es noch 679 Millionen Euro. Die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein hatten die Bank, die weltgrößter Schiffsfinanzierer ist, auf dem Höhepunkt der Finanzmarktkrise mit Milliardenaufwand gerettet. Die Ursachen der Krise bei dem Kreditinstitut wollen Parlamentarische Untersuchungsausschüsse der Hamburger Bürgerschaft und des Landtags von Schleswig-Holstein aufklären.

Der Restrukturierung fallen gut ein Viertel aller Arbeitsplätze bei der Bank zum Opfer. Die Mitarbeiterzahl soll bis Ende 2012 um 1100 auf gut 3000 reduziert werden.