Fahrpreise in Lauenburg

City-Ticket: Das soll künftig eine Fahrt in der Stadt kosten

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Auch in Lauenburg soll es einen Stadttarif geben. Die Chancen dafür stehen gut.

Auch in Lauenburg soll es einen Stadttarif geben. Die Chancen dafür stehen gut.

Foto: Elke Richel

In keiner Stadt des Kreises zahlen Fahrgäste für eine Fahrt im Bus soviel wie in Lauenburg. Das soll sich jetzt ändern.

Lauenburg.  Wer mit dem Bus vom Lauenburger ZOB bis zum Friedhof fährt, muss für das Ticket 2,40 Euro bezahlen. Die Fahrt dauert nicht mal zwei Minuten. Viel zu teuer, meinte die SPD schon im August vergangenen Jahres und machte den Vorschlag, in Lauenburg ein City-Ticket einzuführen. Beschlossen wurde ein Auftrag an die Verwaltung, die Kosten zu prüfen. Eine Fahrt innerhalb der jeweiligen Tarifzone kostet dann 1,80 Euro. Außer in Geesthacht gibt es diesen günstigen Tarif, der von den jeweiligen Städten subventioniert wird, auch in Schwarzenbek, Mölln und Ratzeburg – aber nicht in Lauenburg.

Bei der Stadt stieß der politische Vorstoß auf offene Ohren. Mit etwa 10.000 Euro, so eine erste Kalkulation, müsste die Stadt das City-Ticket jährlich subventionieren.

Fahrpreis für Stadtfahrten in Lauenburg zu hoch

„Die Kosten sind beziffert und erscheinen in Anbetracht der allgemeinen Entwicklung nicht übermäßig“, hieß es in einem weiteren Antrag, den die SPD zur Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Energiewende und Digitalisierung am Montagabend vorlegte. Eigentlich hatte der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) um Aufschub gebeten, weil das gesamte Tarifsystem in Überarbeitung sei. Nach Ansicht der SPD sollte ein politischer Beschluss den HVV motivieren, schneller eine Einführung des City-Tickets in Lauenburg zu realisieren.

Doch dort hätte mittlerweile ein Umdenken stattgefunden, wie Amtsleiter Reinhard Nieberg berichten konnte. Vonseiten der HVV hieße es, dass das City-Ticket in Lauenburg schon im Herbst mit dem Fahrplanwechsel eingeführt geführt werden könnte, Wirtschaftlichkeit vorausgesetzt.

City-Ticket soll im Herbst kommen

Ob es bei den 10.000 Euro Eigenanteil für die Stadt bleibt, wird sich zeigen. Grundlage der Kostenermittlung sind Fahrgastzahlen, auf deren Grundlage der HVV die Auslastung der Busse und somit die Kosten für die Einführung des City-Tickets berechnet. „Ich denke, dass dem nichts im Wege stehen dürfte. Selbst Schwarzenbek hat ein City-Ticket, obwohl es in der Stadt gar keine Stadtbusse gibt“, sagt Nieberg. Der Antrag der SPD wurde von den Ausschussmitgliedern einstimmig beschlossen.

( er )

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