Radeln in der Region

Tour zum klimafreundlichsten Gotteshaus weit und breit

| Lesedauer: 3 Minuten
Der Ursprung der Kirche St. Dionys und St. Jakobus in Lütau reicht bis in das 12. Jahrhundert zurück. So alt das Gebäude auch ist – die energetische Sanierung der Kirche beruht auf modernster Heiztechnik. Hier werden Holzabfälle und Solarenergie genutzt.

Der Ursprung der Kirche St. Dionys und St. Jakobus in Lütau reicht bis in das 12. Jahrhundert zurück. So alt das Gebäude auch ist – die energetische Sanierung der Kirche beruht auf modernster Heiztechnik. Hier werden Holzabfälle und Solarenergie genutzt.

Foto: Ralf Monecke

Erneut ist Lütau das Ziel einer gemeinsamen Radtour. Dieses Mal wird eine alte Kirche und ihre Heiztechnik besichtigt.

Lauenburg/Lütau.  „Radeln in der Region“ – unter diesem Motto stellt unsere Zeitung in lockerer Folge abwechslungsreiche Fahrradtouren durch die Region vor. Für dieses Angebot haben wir uns professionelle Unterstützung geholt: Tourismusmanager, Mitglieder des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) oder Klimamanager, denen das Fahrradfahren schon aus ökologischen Gründen eine Herzensangelegenheit ist.

Die nächste Radtour führt wieder von Lauenburg nach Lütau. Nachdem die Teilnehmer im vergangenen Monat das Zugpferdemuseum und die Mosterei besucht hatten, geht es am kommenden Sonnabend, 30. Oktober, zu einer weiteren Sehenswürdigkeit in der Gemeinde. Ziel der Tour ist die Kirche St. Dionys und St. Jakobus. Die ist schon an sich sehenswert. Ihre Ursprünge gehen in Lütau auf das 12. Jahrhundert zurück.

Radeln in der Region will klimafreundliche Projekte zeigen

Doch das ist nicht der einzige Grund: Die Kirche ist der beste Beweis dafür, dass sich Klimaschutz und die Bewahrung historischer Bausubstanz nicht widersprechen müssen – allerdings viel Fingerspitzengefühl verlangen. Bereits 2012 beschloss die Kirchengemeinde, die Kirche St. Dionys und St. Jakobus, umweltfreundlich mit Wärme zu versorgen.

Doch nachdem das Gebäude 2016 unter Denkmalschutz gestellt wurde, musste die Planung noch einmal gründlich überarbeitet werden. Das Projekt hat sich dadurch nicht nur verzögert, sondern deutlich verteuert.

Eine Solarthermie-Anlage sorgt für warmes Wasser

Doch jetzt ist die Sanierung der Kirche abgeschlossen. Künftig wird das Gebäude mit Solarwärme und einer Holzhackschnitzel-Anlage beheizt. Das bietet sich an. Die Kirchengemeinde besitzt 150 Hektar Land, die verpachtet sind. Das Holz aus der Knickpflege wurde bislang nicht genutzt.

Für Warmwasser sorgt eine zusätzlich Solarthermie-Anlage. Auch der Kindergarten und das Pastorat werden mit der umweltfreundlichen Heizungs- und Warmwasseranlage versorgt. Der Altarraum erhält eine nachhaltig gespeiste Fußbodenheizung.

Die 18 Kilometer lange Tour ist auch für Kinder geeignet

Die Teilnehmer der Radtour können sich aber nicht nur über das klimaschonende Projekt informieren, sondern auch den Charme des alten Gemäuers auf sich wirken lassen. Olaf Dey vom Kirchengemeinderat Lütau informiert sowohl über die Geschichte der Kirche St. Dionys und St. Jakobus, als auch über das nachhaltige Sanierungsprojekt von der Idee bis zur Umsetzung.

Die Radtour wird von Lauenburgs Klimamanager Ralf Monecke begleitet. Treffpunkt ist um 10.30 Uhr vor dem Schlossturm auf dem Amtsplatz. Die Strecke beträgt etwa 18 Kilometer und ist auch für ungeübte Radfahrer sowie Kinder geeignet. Die Rückkehr ist für etwa 14 Uhr eingeplant. Kosten entstehen den Teilnehmern nicht, ein eigenes Fahrrad muss aber mitgebracht werden. Weitere Informationen zur Strecke und zum Ziel gibt es von Ralf Monecke unter Telefon 04153/590 94 46.

( er )

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