Belttrasse

Mehr Geld für Lärmschutz entlang Bahnlinie Lübeck–Puttgarden

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Matthias Popien
So soll das Portal des Fehmarnbelttunnels aussehen.

So soll das Portal des Fehmarnbelttunnels aussehen.

Foto: Femern AS

232,1 Millionen Euro werden zur Verfügung gestellt. Die Bahnlinie wird elektrifiziert und bekommt ein zusätzliches Gleis.

Berlin/Lübeck.  Mit 232,1 Millionen Euro will der Bundestag für mehr Lärmschutz entlang der Bahnlinie Lübeck–Puttgarden sorgen. Das hat der Verkehrsausschuss am Mittwoch mit den Stimmen von CDU und SPD beschlossen. Die anderen Fraktionen enthielten sich. Am heutigen Donnerstag ist der Lärmschutz Thema im Bundestag, eine Zustimmung gilt als sicher. Die Bahnlinie wird elektrifiziert und bekommt ein zusätzliches Gleis. Sie dient als Anbindung für den Fehmarnbelttunnel, den der dänische Staat bauen will.

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Mathias Stein, Mitglied des Verkehrsausschusses, sagte: „Wir haben uns als Koalition darauf geeinigt, die Region Ostholstein und die Hansestadt Lübeck mit insgesamt 232,1 Millionen Euro zu unterstützen. Damit setzen wir einen Großteil der Kernforderungen um, die das Dialogforum Feste Fehmarnbeltquerung aufgestellt hatte.“ Stein sprach von einer „sehr konstruktiven und konsensorientierten Form der Bürgerbeteiligung“.

Bundestag gibt einen hohen Millionenbetrag aus

Das Dialogforum, das es seit 2011 gibt, hat seit 2016 Forderungen für eine Verbesserung des Schutzes vor Lärm und Erschütterungen erarbeitet. Nicht alle diese Forderungen sind nun berücksichtigt worden. Dennoch: Der Bundestag gibt einen hohen Millionenbetrag aus, um die Bürger besser zu schützen. Einen Rechtsanspruch darauf besteht nicht, deshalb sprechen die Fachleute in diesem Fall von „übergesetzlichem Lärmschutz“. Christoph Jessen, Sprecher des Dialogforums, lobte die Entscheidung. Sie führe zu einem „erheblich erhöhten Schutzniveau“, sagte er.

Der Betrag von 232,1 Millionen Euro setzt sich aus mehreren Einzelpositionen zusammen. 100 Millionen Euro gibt es für übergesetzlichen Lärmschutz. Hinzukommen 34,8 Millionen Euro für Bestandslärmschutz und 26,2 Millionen Euro für Erschütterungsschutz. Für einen Schienentrog in Bad Schwartau werden 50 Millionen Euro gezahlt. Sierksdorf bekommt eine Million Euro, das zu Ratekau gehörende Ruppersdorf 10,1 Millionen Euro.

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Bei der Gestaltung von Bahnhofsumfeldern ist der Bund zwar nicht zuständig, dennoch gibt er auch dafür Geld. Fünf Millionen Euro gehen an die Kommunen, die einen Finanzierungsanteil von 15 Prozent zu tragen haben. Den großen Rest, also 85 Prozent, zahlt das Land Schleswig-Holstein.

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