Schifffahrt

Lürssen-Werft setzt Sanierung der „Gorch Fock“ fort

Das Marineschulschiff "Gorch Fock" wird auf der Weser von zwei Schleppern zur weiteren Sanierung nach Berne geschleppt.

Das Marineschulschiff "Gorch Fock" wird auf der Weser von zwei Schleppern zur weiteren Sanierung nach Berne geschleppt.

Foto: dpa

Das Unternehmen hat am Mittwoch rechtskräftig die Elsflether Werft übernommen. Die Sanierung soll im Herbst 2020 abgeschlossen sein.

Berne. Die teure Sanierung des Marineschulschiffs „Gorch Fock“ wird auf der Bremer Lürssen-Werft fortgesetzt. Lürrsen übernahm am Mittwoch rechtskräftig die insolvente Elsflether Werft, die den Auftrag zur Generalüberholung des Traditionsseglers hat. Als letzter Beteiligter stimmte der Gläubigerausschuss der Elsflether Werft dem Kaufvertrag zu, wie der Generalbevollmächtigte Tobias Brinkmann sagte. Noch am Nachmittag sollte der Rumpf der „Gorch Fock“ von der Fassmer-Werft in Berne an der Unterweser zur benachbarten Lürssen-Werft geschleppt werden. Fassmer hatte seit Juni im Unterauftrag an dem Schiff gearbeitet.

Kosten für die Sanierung aus dem Ruder gelaufen

Lürssen übernimmt nicht nur die 130 Mitarbeiter der Elsflether Werft. Das Unternehmen tritt auch in die Verpflichtung gegenüber der Marine ein, die „Gorch Fock“ bis Herbst 2020 saniert zurückzugeben. Auch das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung als öffentlicher Auftraggeber hat dem Geschäft zugestimmt, wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Berlin sagte.

Die Generalüberholung des Dreimastseglers läuft seit Ende 2015. Die Kosten sind mit einer Steigerung von 10 auf 135 Millionen Euro aus dem Ruder gelaufen. Dies hatte die frühere Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) auch politisch in Bedrängnis gebracht.