Planetarium: Führung unter freiem Himmel

Der Sternenhimmel über Deutschland im April

Foto: Planetarium Hamburg

Was bisher nur im Planetarium möglich war, gibt es dank Internet jetzt auch in der freien Natur: fachkundige Erläuterungen zu Sternen, Planeten und Monden. Das Planetarium Hamburg und abendblatt.de präsentieren Ihnen den monatlichen Sternenhimmel - zum Angucken, Anhören und Mitnehmen als Podcast.

Der „Götterbote“ trifft die "Liebesgöttin" am Abendhimmel

Hamburg. Die ersten Apriltage bieten uns die einzige Chance in diesem Jahr, abends den sonnennahen Planeten Merkur zu sehen! Kurz nach 20 Uhr sollte man dazu die Westrichtung im Auge behalten - zunächst entdeckt man dort den strahlend hellen "Abendstern". Er ist allerdings kein selbstleuchtender "Fixstern", sondern der nach der römischen Liebesgöttin benannte "Wanderstern" (= Planet) Venus.

Doch die liebe Venus ist nicht alleine - ihr zur Seite eilt der flinke Götterbote, der Planet Merkur. Man kann ihn etwa 3 Grad "rechts" neben Venus bei klarer Sicht erkennen. Allerdings ist dieses ungleiche Paar bereits kurz nach 21 Uhr im Horizontdunst im Westen verschwunden und geht unter. Am 9.April erreicht Merkur den bescheidenen Winkelabstand von 19 Grad zur Sonne. Danach nähert er sich von uns aus gesehen wieder der Sonne und verschwindet in ihrem Glanz - während Venus ihre Rolle als so genannter "Abendstern" den ganzen Monat weiter ausbauen kann. Sie leuchtet am Monatsende sogar schon bis kurz nach 23 Uhr im Westen. An den Abenden des 16. und 17.April gesellt sich dann sogar die schmale Sichel des zunehmenden Mondes zur hellen Venus.

Den aktuellen Sternencast für den Monat April finden Sie hier.

( (abendblatt.de/ch.) )