HIV-Infektion

"Risikogruppe Afroamerikaner" – Aids-Strategie der US-Regierung

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Neuinfektionen sollen in fünf Jahren vor allem bei Afroamerikanern und Homosexuellen um 25 Prozent gesenkt werden, so die Gesundheitsministerin.

Washington. Die US-Regierung hat der Ausbreitung von Aids im eigenen Land den Kampf angesagt. Erstmals seit Auftreten der Krankheit vor fast 30 Jahren stellte das Weiße Haus am Dienstag (Ortszeit) eine umfassende nationale Strategie gegen die Pandemie vor. Absicht sei, die Bürger vor den Gefahren einer Ansteckung mit dem HI-Virus zu warnen und die Zahl der Neuinfektionen in den kommenden fünf Jahren um 25 Prozent zu senken, sagte US-Gesundheitsministerin Kathleen Sebelius am Dienstag in Washington. „Die Ziele sind nicht neu, aber die Strategie, wie wir sie erreichen wollen, ist anders“, sagte Sebelius. So solle vor allem eine Ausbreitung des Virus in Risikogruppen wie Afroamerikaner oder Homosexuelle verhindert werden. Für Infizierte und Aidskranke wolle die Regierung die Gesundheitsfürsorge ausbauen. Kritikern zufolge kommen die Anstrengungen zu spät. In den USA sind nach Behördenangaben mehr als eine Million Menschen mit dem HI-Virus infiziert – alle neuneinhalb Minuten kommt einer dazu, mehr als 56.000 pro Jahr. 18.000 Menschen sterben pro Jahr an Aids.

( (dpa/abendblatt.de) )

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