Anti-Hitze-Tipps

Was tun, wenn ich nachts wegen Hitze nicht schlafen kann?

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Deutschland schwitzt und schwitzt – auch nachts. Die Hitze bringt derzeit viele um den Schlaf. Tipps, wie man trotzdem gut schlummert.

Berlin.  Deutschland erlebt in diesem Jahr einen Sommer, der seinen Namen verdient. Doch während man tagsüber das sonnige Wetter am Badesee oder beim Eisessen genießen kann und so gleichzeitig für Abkühlung sorgt, ist den hohen Temperaturen nachts schwieriger beizukommen.

Je wärmer und stickiger die Luft im Schlafzimmer, desto schwerer fällt vielen Menschen das (Ein-)Schlafen. Doch es gibt Rettung. Wir haben zehn Tipps zusammengestellt, mit deren Hilfe man selbst in tropischen Nächten angenehm tief schlummert.

1. Nur mit Bettbezug schlafen

Von den Südeuropäern lernen, heißt besser schlafen lernen: Wer sich im Sommer schon mal in spanischen oder italienischen Hotels eingebucht hat, kennt den Trick. Statt Daunenbett bekommen die Gäste dort nur den dünnen Bezug angeboten. Auch in Deutschland zur Nachahmung empfohlen.

2. Wärmflasche zur Kühlflasche umfunktionieren

Was im Winter mit warmen Wasser funktioniert, hilft im Sommer umgekehrt: Einfach eine Wärmflasche mit Wasser füllen und sie ein paar Stunden in den Kühlschrank legen. Die „Kühlflasche“ anschließend ans Fußende des Bettes legen.

3. Leichte Nachtwäsche

Dieser Tipp versteht sich eigentlich von selbst. Wer im Hochsommer im molligen Fleece-Schlafanzug zu schlummern versucht, hat von Natur aus schlechte Karten. Besser sind leichte natürliche Stoffe wie Leinen und Seide. Komplett nackt zu schlafen, ist aber keine gute Idee. Denn im Traum vergisst der Körper seine Temperatur zu regulieren. Nacktschläfer sind also anfälliger für Erkältungen.

4. Lauwarm duschen

Wer sich vor dem Schlafengehen kurz abduscht, regt die körpereigene Kühlung an. Entgegen der Intuition sollte man aber durchaus etwas wärmeres Wasser nehmen, empfiehlt die Techniker Krankenkasse (TK). „Erst das warme Wasser öffnet die Poren des Körpers, weil er automatisch versucht, zu kühlen. So findet die aufgestaute Hitze des Tages ihren Weg aus dem Körper“, heißt es auf der TK-Website.

5. Raumklima verbessern

16 bis 18 Grad gelten als ideal zum Einschlafen. Die Luftfeuchtigkeit sollte etwa zwischen 40 und 50 Prozent liegen – gar nicht so einfach bei anhaltender Hitze und Trockenheit. Dem Raumklima auf die Sprünge hilft man laut TK, indem man ein nasses Laken vor das Fenster hängt. Auch mehrere mit Wasser gefüllte Behälter sollten die Luft anfeuchten.

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6. Fenster offen lassen

Wenn man das Fenster sowieso gerade schon offen hat, kann man es auch gleich dabei belassen. Erlebt man nicht gerade eine tropische Nacht, bei der die Temperaturen sich kaum von jenen am Tag unterscheiden, bringt die Luft zumindest ein bisschen Abkühlung. Doch Vorsicht: Zugluft sollte vermieden werden – sonst droht ein steifer Nacken.

7. Innerhalb der Wohnung umziehen

Wer kein Problem damit hat, sein Bett zum Schlafen zu verlassen, kann sein Schlafstätte auch einfach an einen kühleren Ort in der Wohnung verlegen. Ein Zimmer an der Nordseite bietet sich dafür an, aber auch die Couch im Erdgeschoss oder Keller.

8. Am Morgen vorsorgen

Nach dem Aufstehen schon wieder ans Einschlafen denken! Was viele Langschläfer ohnehin gerne tun, zahlt sich gerade im Sommer aus – wenn man ein paar kleine Schritte befolgt. Erstens: Fenster auf und für ein paar Minuten frische Morgenluft ins Zimmer lassen. Zweitens: Fenster wieder zu und Rollos runter. Sonst baut man sich sein eigenes Treibhaus, bei dem die Wärme durch das Glas nicht wieder aus dem Raum treten kann.

9. Alleine schlafen

Auch wenn es einigen frisch Verliebten schwer fällt: Wer es nachts kühl haben will, sollte das Kuscheln auf kältere Nächte verschieben. Sonst heizen sich die Körper gegenseitig auf – und liegen am Ende in einer wenig romantischen Schweißpfütze.

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10. Klassische Einschlaftipps beherzigen

Was schon bei normalen Temperaturen beim Einschlafen hilft, kann im Hochsommer nicht falsch sein. Deshalb: Nicht zu spät und zu schwer essen, keinen oder wenig Alkohol vor dem Zubettgehen trinken, ebenso wenig Kaffee. Leichte körperliche Betätigung wie ein Spaziergang hilft beim Runterkommen. Aber nur wenn anschließend kein spannender Film geschaut oder noch die neuesten Mails auf dem Smartphone gecheckt werden.