Verletzte Soldaten aus der Ukraine nach Hamburg gebracht

Westen zeigt Stärke. EU will heute neue Sanktionen gegen Russland benennen

Berlin. Deutschland setzt ein Zeichen der Solidarität: Die Bundeswehr hat am Dienstag 20 verletzte Soldaten aus der Ukraine in die Bundesrepublik gebracht. Eine Maschine vom Typ Airbus A310 Medevac war dazu am Morgen nach Kiew geflogen. Die Soldaten, die bei den Kämpfen gegen prorussische Separatisten verwundet worden sind, wurden auf Bundeswehrkliniken in Berlin, Ulm, Koblenz und Hamburg verteilt. Ein Rettungswagen brachte die sechs Männer, die in der Hansestadt behandelt werden, nach der Landung auf dem Flughafen in Fuhlsbüttel in die Klinik in Wandsbek. Heute wollen die Ärzte dort über den Gesundheitszustand der Ukrainer informieren.

Unterdessen stößt Russland mit seinem Kurs im Ukrainekonflikt im Westen auf immer härteren Widerstand. Die EU-Kommission will heute neue Sanktionen benennen. Russland sei für die EU kein "strategischer Partner" mehr, sagte die italienische Außenministerin Federica Mogherini, die neue EU-Außenbeauftragte werden soll. Australien schlug vor, Kremlchef Wladimir Putin vom G20-Gipfel im November in Brisbane auszuschließen. US-Präsident Barack Obama will heute bei einem Besuch in Estland den baltischen Staaten versichern, dass die Nato sie vor einem möglichen Angriff schützen werde.

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