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Von der Krise zum Krieg

Das Attentat von Sarajevo ist natürlich nicht die Ursache für den Ersten Weltkrieg, aber die Tat des Gavrilo Princip wird zum Auslöser einer verhängnisvollen politischen Kettenreaktion, an deren Ende schließlich der Kriegsausbruch steht.

Österreich-Ungarn, das Belgrad Mitverantwortung an dem Attentat vorwirft, erklärt Serbien am 28.Juli 1914 den Krieg. Aufgrund eines umfangreichen Netzes von Bündnisverpflichtungen stehen sich mit den Mittelmächten (Österreich-Ungarn, Deutschland, dem Osmanischen Reich und Bulgarien) und der Entente und den mit ihr verbündeten Staaten (u. a. Frankreich, Großbritannien, Russland, Serbien, Belgien und Japan) zwei rivalisierende Militärblöcke gegenüber.

Nach vier Jahren endet der Krieg mit der Niederlage der Mittelmächte. Es kommen etwa 17 Millionen Menschen um, er verändert die europäische Landkarte und schafft eine neue Konfliktsituation, die den Aufstieg des Nationalsozialismus und damit den Zweiten Weltkrieg ermöglicht.