Besuch in Hannover

Merkel: Grundgesetzänderung zur Verbesserung der Forschung

Kanzlerin besuchte erstmals in der Medizinischen Hochschule Hannover die Forschungsbereiche „Rebirth“ und „Hearing 4 all“.

Hannover. Für eine erfolgreichere medizinische Forschung muss nach Ansicht von Bundeskanzlerin Angela Merkel das Grundgesetz geändert werden. Ziel der Politik von Bund und Ländern müsse es sein, die organisatorischen Voraussetzungen zur Spitzenforschung zu verbessern, sagte die CDU-Politikerin am Dienstag nach einem Besuch der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Dazu sei es nötig, künftig im Grundgesetz Kooperationen zwischen Forschungseinrichtungen und Universitäten möglich zu machen.

„Die betroffenen Forscher und vor allem die Menschen, die von der Forschung profitieren, haben natürlich wenig Verständnis für Zuständigkeitsfragen“, betonte Merkel, die auf Einladung von Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) nach Hannover gekommen war. „Sie wollen, dass die Dinge funktionieren und das mit Recht.“

Merkel betonte ferner die Bedeutung von Vernetzungen bei der erfolgreichen Spitzenforschung. Wichtig sei, wie die in der Grundlagenforschung gewonnenen Erkenntnisse in die Praxis umgesetzt werden könnten. „Und da hapert es eben, wenn man nicht die Grundlagen zwischen Bund und Ländern schafft.“

Bei ihrem ersten Besuch in der MHH besuchte Merkel die als sogenannte Exzellenzcluster ausgezeichneten Forschungsbereiche „Rebirth“ und „Hearing 4 all“. Wissenschaftler arbeiten hier an neuen Behandlungsmethoden, unter anderem für Gehörlose und Transplantationen.

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